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Tobermory auf der Insel Mull
Tobermory auf der Insel Mull – ©Rene Josef Hugo Schmed
Seehund-Kolonie vor Dunvegan Castle auf der Insel Skye
Seehund-Kolonie vor Dunvegan Castle auf der Insel Skye – ©Rene Josef Hugo Schmed
Karibikähnlicher Strand im Norden
Karibikähnlicher Strand im Norden – ©Rene Josef Hugo Schmed
Speyside Cooperage
Speyside Cooperage – ©Rene Josef Hugo Schmed
Loch Ness
Loch Ness – ©Rene Josef Hugo Schmed
Aberdeen
Aberdeen – ©Rene Josef Hugo Schmed
Dunfermline
Dunfermline – ©Rene Josef Hugo Schmed
Edinburgh
Edinburgh – ©Rene Josef Hugo Schmed

Rene Josef Hugo Schmed | Großbritannien

Juli 2008

Reisebericht

Schottland-Reise vom 12. bis 27. Juli 2008

Mit dem Reisebüro Umfulana haben wir für unsere Familie – Eltern und zwei Jugendliche – vom 12. bis 27. Juli 2008 eine Schottland-Reise zusammengestellt. Unser Wunsch war, möglichst viel vom Land zu sehen, aber uns trotzdem auch erholen zu können. Deshalb haben wir überall zwei Übernachtungen eingeplant.

Reiseroute

Samstag, 12. Juli – Montag, 14. Juli 2008

Mit einem Direktflug flogen wir von Zürich nach Edinburgh. Am Flughafen übernahmen wir unseren Mietwagen und fuhren am Ankunftstag gleich weiter nach Oban (Entfernung: 124 Meilen, Zeit: 3.30 h) in unsere Unterkunft. Sie liegt liegt an einem einsamen See südlich von Fort William; die Beschreibung des Reisebüros „Frieden am Ende der Welt“ trifft vollumfänglich zu. Wir wurden sehr freundlich empfangen und mit gutem Essen verwöhnt.

Oban ist ein hübscher kleiner Ort, ideal um die Western Highlands zu erkunden. Ein Ausflug mit dem Schiff zu den Hebriden lohnt sich auf jeden Fall. Wir haben die Insel Mull besucht mit dem hübschen kleinen Ort Tobermory.

Montag, 14. Juli – Mittwoch 16. Juli 2008

Am Montag fuhren wir weiter auf die Insel Skye (Entfernung: Landstrecke: 80 Meilen, Zeit: 2.00 h). Die Fahrt von Oban nach Mallaig gehört zu den schönsten Strecken Grossbritaniens. Sie führt vorbei am höchsten Berg der britischen Inseln, dem Ben Nevis. Die Überfahrt nach Armadale dauert eine halbe Stunde. Auf Skye haben wir in Portree übernachtet, in einem über 200 Jahre alten Steinhaus, umgeben von einem parkähnlichen Garten und eingerichtet im viktorianischen Stil. Portree hat einige sehr gute Restaurants.

Die grösste Insel der inneren Hebriden ist sehr dünn besiedelt und bietet vor allem ursprüngliche Natur. Skye ist aber auch für einen der besten Single Malt Whiskies von Schottland bekannt – dem Talisker; dessen Distillerie wir besichtigt haben. Sehenswert sind das Schloss Dunvegan und die Seehund-Kolonien (Boote fahren direkt beim Schloss ab).

Mittwoch, 16. Juli – Freitag, 18. Juli 2008

Am Mittwochmorgen haben wir die Insel Skye über die Brücke von Kyle of Lochalsh verlassen und sind auf immer schmaleren Strassen zu unserem nächsten Ziel, dem House in Ullapool gefahren (Entfernung: 180 Meilen, Zeit: 4.30 h). Das moderne, von einem bekannten Architekten erbaute Haus liegt spektakulär in der Heide über den Klippen von Loch Broom. Von den Zimmer aus hat man eine geniale Aussicht auf das Loch, die einem das Gefühl verleiht, auf einem Boot zu fahren. Auch hier wurden wir wiederum mit einem ausgezeichneten Abendessen verwöhnt.

Ullapool – ein malerischer Ort mit vielen kleinen Souvenirläden – ist heute ein wichtiger Fischerei- und Fährhafen. Mit seinen knapp 1'000 Einwohnern ist Ullapool der Hauptort an der Nordwestküste. In der näheren Umgebung gibt es einige sehenswerte Wasserfälle.

Freitag, 18. Juli – Sonntag, 20. Juli 2008

Zwischen Meer und Hochmoor führte uns die Fahrt am Freitag über einsame Landstrassen und an karibikähnlichen kilometerlangen Sandstränden entlang in Schottlands äusersten Nordosten und weiter nach Wick, wo wir im Thrumster House, einem ehemaligen Jagdhaus, übernachtet haben (Entfernung: 160 Meilen, Zeit: 4.30 h). Hier wurden wir an den zwei Abenden mit einem vorzüglichen Abendessen verwöhnt.

Wick war im 19. Jahrhundert der Heimathafen vieler Heringfsicher. Das Heritage Centre in Wick bietet einen interessanten Einblick in die Geschichte dieser Gegend.

Sonntag, 20. Juli – Dienstag, 22. Juli 2008

An der Nordsee entlang mit schöner Aussicht über die Küste fuhren wir am Sonntag Richtung Inverness (Entfernung: 140 Meilen, Zeit: 3.30 h). In Inverness hatten wir das Glück, dass über das Wochenende die Highland Games stattgefunden haben. So konnten wir einen kleinen Einblick in dieses Fest mit seinen speziellen Wettkämpfen (Baumstamm-Werfen usw.) und Folklore-Darbietungen geniessen. Logiert haben wir in einer kleinen Kirche von 1856 wurde in den letzten Jahren in eines der originellsten Gästehäuser Schottlands umgebaut – wirklich eine architektonische Glanzleistung.

Von hier haben wir am kommenden Tag einen Ausflug zum Loch Ness unternommen – einer der schönsten Landschaften der britischen Inseln. Das Official Loch Ness Monster Exhibition Centre in Drummadrocht präsentiert recht eindrucksvoll die Theorien über die Existenz von Nessie. Nur wenige Kilometer weiter überragt auf einem Landvorsprung die Ruine von Urquhart Castle den See – ein wunderschön angelegtes Gelände, auf dem man stundenlang herumspazieren kann und von dem aus man eine tolle Aussicht über das Loch Ness hat.

Empfehlenswert ist auch ein Ausflug an die Küste nach Lossiemouth, einem kilometerlangen Sandstrand. Es gibt einen gut beschriebenen Wanderweg entlang der Küste.

Dientag, 22. Juli – Donnerstag, 24. Juli 2008

Am Donnerstag waren wir auf dem Whisky-Trail unterwegs – mit einigen Stationen in Distillieren und einer Fässerfabrik – Richtung Dinnet, wo wir in einem Jagdschloss im viktorianischen Stil übernachteten.

Von hier lohnt sich ein Ausflug nach Aberdeen, „The Silver City by the Sea“ wie sie auch genannt wid. Fast alle Gebäude der Hafenmetropole sind aus Granit errichtet und in der Sonne funkeln die Fassaden wie Silber. Bei Regenwetter hingegen wirkt die Stadt kalt und grau. Wir hatten das Glück, bei strahlendem Sonnenschein dort zu sein. Aberdeen bietet einige Sehenswürdigkeiten rund um die lange Union Street. Südlich von Aberdeen liegt das Castle Dunnottar, eine gut erhaltene Ruine, die einen Besuch wert ist.

Donnerstag, 24. Juli – Sonntag, 27. Juli 2008

Die letzte Station unserer Schottland-Reise führte uns nach Edinburgh. Auf der Fahrt von Aberdeen nach Edinburgh gibt es einige interessante historische Stätten zu besichtigen, wie zum Beispiel Dunfermline (letzte Ruhestätte der schottischen Könige) und Sterling Castle.
Übernachtet haben wir in Edinburgh in einem Bürgerhaus in New Town.

Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands, gehört gemäss Beschreibung zu den schönsten Städten der Welt. Diese Aussage können wir bestätigen. Die Stadt bietet viele Sehenswürdigkeiten und ausgezeichnete Restaurants.

Wir haben zwei wunderschöne Wochen in Schottland verbracht und Land und Leute kennen gelernt. Das Wetter haben wir in der ersten Woche typisch schottisch – fünf Minuten Regen, fünf Minuten Sonne, viel Wolken und Wnd – erlebt. Die ganze zweite Woche hatten wir strahlendes Wetter mit Temperaturen bis zu 25 Grad. Positiv überrascht waren wir von der ausgezeichneten Küche, die wir überall angetroffen haben. Wir können Schottland in jeder Hinsicht nur empfehlen – eine Reise dorthin lohnt sich!