Dr. Jürgen Diehl | Großbritannien
Juni 2008
Reisetagebuch einer Schottlandreise von Edinburgh über Oban, Isle of Skye, die äußeren Hebriden, durch die Highlands und die Speyside zurück nach Edinburgh
Highlights
Talisker Verkostung
Callenish Standing Stones
Butt of Lewis
Tweed Manufaktur auf Harris
Einsamkeit auf North Uist
Die St. Clement’s Church auf Harris
Wester Ross
Bed and Breakfast in der Kathedrale
Johnston Cashmere an einem Regentag
Speyside Whisky Trail
Bed and Breakfast in Edinburgh
Unsere Tour führte uns von Frankfurt Flughafen direkt nach Edinburgh. Mit dem Mietauto ging es Richtung Oban. Nach ein paar Kilometern gewöhnte man sich so langsam an den Linksverkehr, aber es sollte noch ein paar Tage dauern, bis man sich relativ sicher durch den Verkehr bewegen konnte. Ein Stopp für den ersten Cream Tea in Schottland in Callender auf dem Weg nach Oban ist zu empfehlen.
In Oban waren wir zu Gast in einem wunderschönen Bed and Breakfast. Am Abend gab es Pub-Gemütlichkeit beim EM-Endspiel Deutschland – Spanien mit Fish and Chips und einem guten Ale (Coastals Pub).
Am nächsten Tag gab uns der Besitzer von unserem B&B, eine Rundfahrt in den Süden zu machen. Mit dem Arduaine Garden, der Kirche und den Grabsteinen von Kilmartin, dem Temple Wood Stone Circle und dem Invarary Castle gab es auf dieser kurzen Rundfahrt mehr als genug zu entdecken.
Mit der Fähre ging es am nächsten Tag auf die Insel Skye. Ein Besuch der Talisker Destillery ist Pflicht. Es gibt eine schöne Tour mit vielen Informationen über den Whisky und die Insel.
Unser B&B war eine tolle Unterkunft mit viel Komfort und einem gigantischen Ausblick aus dem Frühstücksraum.
Am freien Tag haben wir sehr viel unternommen, hier würde sich ein zusätzlicher Tag lohnen, wenn man die Zeit dafür hat. Angefangen beim Neist Point Lighthouse ging es nach Cuith-Raing (schroffe Felsformation), den Crofter Houses mit dem Denkmal für Flora MacDonald, zum Old Man of Storr und nach Portree.
Auf dem Weg zur Fähre haben wir noch das wunderschöne Dunveagan Castle besucht. Man erfährt viel über die Geschichte der Clans und findet diese Clans auf den äußeren Hebriden wieder. Der Wettergott ist uns wohl gesonnen und wir genießen eine sonnige Überfahrt von Uig nach Lochmaddy auf North Uist. Diese Insel ist sehr karg, ist aber ein Eldorado für Ornithologen.
Wir erkunden die Insel, machen Stopp im Smokehouse und genießen die Ruhe und die Einsamkeit an der Küste.
Auch bei der Überfahrt von Berneray nach Leverburgh haben wir fantastisches Wetter. Wir nehmen nicht die große Strasse im Westen zu unserem nächsten B&B, sondern fahren die kleine Küstenstrasse im Osten der Insel. Sie führt uns nach Rodel zur St. Clement’s Church und weiter durch raues und unwirtliches Gelände Richtung Stockinish und Grosebay. Dort schauen wir uns eine der kleinen Tweed Manufakturen an.
Es ist Sonntag und auf der Insel ist nichts los. Kein Geschäft und keine Tourist Information ist offen, alle sind in der Kirche und Alkohol wird erst wieder am späteren Abend ausgeschenkt. Hier ist der Sonntag noch wirklich heilig. Trotzdem geht es heute zu weiteren Highlights der Insel, den Callenish Standing Stones, dem Black House Village und dem Butt of Lewis.
Über die B887 fahren wir nach Bedersaig an einen kleinen, sehr schönen Strand, dann geht es weiter nach Stornoway, dort gibt es im DigbyChick ein tolles Abendessen.
Der Besuch des Leuchtturms an der Ostküste von Stornoway ist gleichzeitig der Abschied von den äußeren Hebriden. Mit der Fähre von Stornoway geht es nach Ullapool.
Es steht uns ein weiteres Highlight bevor – die Fahrt durch Wester Ross. Eine unvergleichliche Landschaft mit der Corrieshalloch Gorge, dem Inverewe Garden und dem Gairloch Golf Club. Auf dem weiteren Weg haben wir noch Loch Ness und das Urquhart Castle besucht, allerdings war hierfür wenig Zeit. Wer hier mehr sehen will, muss einen extra Tag einplanen. Dieser fantastische Tag wurde allerdings noch von der extravaganten Unterkunft in der Old Kirk gekrönt. Und das Abendessen im Kimberley Inn in Findhorn bei Sonnenuntergang wird uns immer in Erinnerung bleiben.
Der nächste Tag war verregnet und wir haben ihn im Johnston Cashmere Shop verbracht. Ein Laden voll mit Mode aus feinsten Stoffen, Geschenkideen, Delikatessen aus aller Welt und einem TeaRoom. Leider fehlte uns dann die Zeit für das Bellandallach Castle und die Cragganmore Destillery, aber man kann nicht alles haben.
Auf unserem Weg nach Edinburgh folgen wir dem Whisky Trail durch die Speyside und haben noch einen kurzen Stopp in der Dalwhinnie Destillery gemacht, dann ging es ins Zentrum von Edinburgh, dort haben wir unsere Zimmer bei Hélène und Erlend bezogen und das Auto zurückgegeben. Ohne Unfall und mit 1422 gefahrenen Meilen!
Das B&B ist das absolute Highlight der B&B’s gewesen. Wir hatten nur extrem gute und schöne Unterkünfte, aber diese viktorianische Residenz hat alles getoppt.
An den folgenden zwei Tagen haben wir Edinburgh erkundet (Castle, Grass Market, Princes, Rose und George Street, etc.). Hier muss jeder selbst entscheiden, was er sehen will.
Wir durften eine wunderschöne Reise in einem tollen Land mit sehr freundlichen Menschen erleben, die durch Umfulana perfekt geplant und organisiert war. Speziell die Auswahl der besonderen B&B’s zeichnet diese Reise aus. Vielen Dank dafür!
Heidi, Jürgen und Sebastian Diehl