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Ein Löwe steht auf einem Felsen und schaut in die Kamera
Löwe auf Okonjima - leidernicht ganz in freier Wildbahn – ©Dr. Gerhard Danneberg
Geparden aus der Nähe (Okonjima/Africat-Foundation)
Geparden aus der Nähe (Okonjima/Africat-Foundation) – ©Dr. Gerhard Danneberg
Markt in Otjiwarongo
Markt in Otjiwarongo – ©Dr. Gerhard Danneberg
Etosha - ein Zebra sieht anders aus
Etosha - ein Zebra sieht anders aus – ©Dr. Gerhard Danneberg
Hippos kommunizieren ...
Hippos kommunizieren ... – ©Dr. Gerhard Danneberg
Sonnenuntergang am Chobe-River
Sonnenuntergang am Chobe-River – ©Dr. Gerhard Danneberg
Über den Victoria-Fällen
Über den Victoria-Fällen – ©Dr. Gerhard Danneberg

Dr. Gerhard Danneberg | Namibia

Mai 2008

Juni 2008 – das zweite Mal mit Umfulana nach Namibia: Dieses Mal von Windhoek nach Norden in den Etosha-Park und dann in den Caprivi-Streifen, nach Botswana in den Chobe Park und zu den Victoria-Fällen.

Die Reise begann in Namibia mit der Übernahme des Autos am Airport in Windhoek bei einer recht unlustigen Avis-Dame, die in ihrer Unfreundlichkeit nur von der Vertreterin dieser Firma in Kasane bei der Rückgabe des Wagens übertroffen wurde. Die Rückgabe fand an einem Samstag statt. In Kasane ist die Avis-Station Samstags geschlossen, es existiert kein Briefkasten, Handys aus Deutschland (D1) funktionieren nicht, auch auf Telefonzellen war kein Verlass und nur dank hilfsbereiter Einheimischer am Flughafen konnten wir die Avis-Vertreterin erreichen, die uns mit kaum zu übertreffender Unfreundlichkeit spüren ließ, dass wir sie aus ihrem Wochenende geholt hatten. Schließlich wurde uns von Avis noch zu viel vom Konto abgebucht, was aber dank der Unterstützung von Umfulana gut geregelt werden konnte. Aber:
Das Auto war technisch in Ordnung und hat uns brav über fast 2.500 km transportiert.

Es war wieder eine wunderschöne Reise. Toll war es auf der Lodge der Africat-Foundation, wo Geparden ausgewildert werden und wir – sicherlich auf touristische Weise – an diesem Projekt teilhaben konnten. Im Etosha war das Wasserloch in Okaukuejo vor allem bei Dunkelheit ein echtes Highlight, sonst sahen wir eher wenig Tiere im Vergleich zum vorherigen Urlaub, vielleicht weil es zu viel geregnet hatte.
Die Etosha-Aoba Lodge hat ein schönes Gelände nahe am Etosha und hier bemüht man sich auch, einheimische Buschleute, die zu den eher Benachteiligten in Namibia gehören, dadurch zu unterstützen, dass die Kinder Zugang zu Bildung erhalten. Diese Lodge hat eine vom Manager wirklich liebevoll zusammengestellte Weinauswahl, die auch noch echte Entdeckungen für uns beinhaltete.
Die Fahrt durch den Veterinärzaun weiter nach Rundu war ein Erlebnis. Erst hinter dem Zaun beginnt wirklich Afrika: Viele Menschen auf der Straße, unzählige Feuer mit Rauch in der Dämmerung, zahlreiche Dörfer mit Lehmhütten, Wasserstellen, ohne Strom. Eine für uns Europäer fremde Welt.
Omashare River Lodge in Rundu ist ein guter Platz für einen Stopover. Am Okawango waren wir eine Nacht in der Mahango-Lodge: Schöne Lage, aber sonst ein Platz, wo man nicht gewesen sein muss. In der Nähe besuchten wir einen Gottesdienst einer einheimischen Baptistengemeinde – ein tiefes Erlebnis, die Freundlichkeit dieser Menschen zu erfahren. Die luxuriöse Diva-Lodge ist ein empfehlenswerter Platz mit sehr gutem Personal und Einrichtung – hier würden wir gern noch einmal sein. Hervorragende Küche!
Von dort weiter zur Lianshulu-Lodge, die in einem Nationalpark liegt. Hier besonders anzuraten: Flusstouren insbesondere zum Beobachten von Vögeln. Man kann hier viele Amerikaner kennenlernen, die Lodge hängt wirtschaftlich von Reisegruppen aus den USA ab. Schmatzende Nilpferde begleiteten uns manchmal in den Schlaf, wir sahen sogar eines nahe unseres Bungalows in der Nacht!
Ein guter Platz aber vielleicht manchmal ein wenig überschätzt.
Von dort weiter Chobe in Botswana. An der Grenze Desinfektion der Räder wegen Maul- und Klauenseuche, der Grenzübergang problemlos auf beiden Seiten (Die Beamten in Botswana wollen laut Aushang an die Weltspitze vorstoßen mit ihrem Service. Sie sind zumindest auf gutem Wege).
In Kasane Abgabe des Mietwagens mit Hindernissen(s. o.). Falls sich mal eine Alternative zu Avis ergibt, sollte man die sicher prüfen. Kubu-Lodge bei Kasane eine Unterkunft, wo wir jederzeit wieder Halt machen würden, gute Küche!
Chobe-Park in unseren Augen ein „Muss“! Besonders empfehlenswert die Bootstouren auf dem Chobe-River, wo man vor allem Hippos und Elefanten aber auch schöne Vögel sehen kann – und tolle Sonnenuntergänge!
Danach mit Fahrer nach Simbabwe. Schon an der Grenze lange Staus von LKW mit Schlangen von Menschen und undurchsichtigen Abfertigungsprozeduren. Ein Originalfeeling wie früher bei Einreise in die DDR; genau wie dort wurde hemmungslos in Devisen kassiert und nur das Visum mit Hologramm, dass uns in den Pass geklebt wurde, war auf dem neuesten technischen Stand. In Simbabwe Polizeikontrollen, die Polizisten verbreiten eine angsteinflößende Atmosphäre, gut dass wir hier mit Fahrer unterwegs waren und nicht selber fahren mussten.
Die Victoria-Fälle immer eine Reise wert, wenngleich der Ort im Vergleich zur Zeit vor 10 Jahren etwas heruntergekommen ist. Das – ungültige – Inflationsgeld liegt auf der Straße, für 16 Milliarden Zim$ gibt es Hähnchen mit Fritten laut Tafel an einem Restaurant. Die Supermärkte leer, nur knapp 100 km weiter in Kasane genau das Gegenteil. Die Wirtschaftskrise macht sich überall bemerkbar. Aber gegen Devisen geht noch Vieles, mit Devisen können Lodges und Tourveranstalter auch in Zambia oder Botswana alles kaufen.
Die Gorges-Lodge liegt wirklich schön über der Sambesi-Schlucht unterhalb der Fälle. Die Managerin ist eine Rhodesierin alten Schlages, die sicher viel Durchsetzungsfähigkeit besitzt. Auch hier ist die Wirtschaftskrise im Lande spürbar. Warnen sollte man vor dem Genuss von Getränken in dieser Lodge (außer Leitungswasser). Ein Wein äußerst minderer Qualität, den man in Deutschland so nicht einmal bei einem Billigdiscounter erhält. Der dortige Preis 6 US$ hat uns nachhaltig die Lust auf Weiteres verdorben. (Wir fragten uns, was wohl die Kellner darüber denken, die für eine derartige Summe sehr sehr lange arbeiten müssen.) Dafür entschädigt der Blick auf den in der Tiefe tosenden Fluss. Schön eine Kanufahrt auf dem Sambesi oberhalb der Fälle (einfach und auch für weniger sportliche Menschen geeignet). Und toll ein Hubschrauberflug über den Fällen, auch wenn wir uns ein wenig dekadent fühlten angesichts der Armut im Lande. (Es gab zwar einige Schwierigkeiten, diesen vorgebuchten Flug zu erhalten, aber als wir mit einem E-Mail an Umfulana drohten, ebneten sich auch hier auf einmal vorher scheinbar nicht gangbare Wege....).

Insgesamt sicher nicht unsere letzte Reise und auch nicht die letzte mit Umfulana. Positiv fiel uns bei unseren beiden Reisen auch auf, dass die Hotels sich recht positiv über Umfulana äußerten, insbesondere den Umgang mit den Umgang mit den Hotels. Das kommt sicher auch dem Gast zu Gute.