Susanne Siebels | Namibia
Oktober 2011
NAMIBIA-RUNDREISE
Hier ein kurzer Reisebericht über unsere fantastische Reise durch Süd- und Mittel-NAMIBIA.
Flug Frankfurt – Windhoek: Ankunft morgens um 7.00 Uhr Ortszeit (im November +1Std. Zeitverschiebung). Abholung des 2x4 Mietwagens und los ging's:
-Lodge über Windhoek (1 Üb)
-das war o.k., aber nichts besonderes, unser Zimmer lag im Innenhof und war sehr laut, da dort Autos davor parkten
4 Std. Autofahrt auf der geteerten B1 zur
-zu Gast in einer Lodge bei Mariental(2 Üb)
-die Strohbale Chalets waren komfortabel eingerichtet – die Dune Chalets, die oben auf der Düne gebaut sind, haben die wesentlich bessere Aussicht.
-tolle Dünenlandschaft mit im Abendlicht feuerrotem Sand – fantastisch!
-das Hauptgebäude hatte eine sehr hübsche Lobby, Dining-Area und Swimmingpool-Area zum Relaxen. Das Essen abends in der Buma war gut und romantisch am Lagerfeuer.
Fantastisch war der Cheetah feeding drive, wo wir 3 Geparden zu Fuß hautnah fotografieren konnten. Wahnsinn! Leider leben diese dort in Gefangenschaft, da in Namibia alle Farmer Geparden abschießen, da diese jeden Tag deren Vieh reißen würden. Bei den Farmern ein nicht sehr beliebtes Tier.
4,5 Std. Autofahrt auf der geteerten B1 und B4 zur
-zu Gast in einer Lodge über dem Canyon(2 Üb)
-dieser Abstecher zum Fish River Canyon war mit dieser Unterkunft nicht lohnenswert, da es von der Lodge bis zum Canyon immer noch 80 km (knapp 2Std. Fahrtzeit – one way!) waren.
Wir hatten die Fish River Canyon Lodge gebucht, die direkt am Canyon liegt. Leider war deren Hauptgebäude eine Woche vorher abgebrannt, so dass wir umgebucht wurden auf die Vogelstrausskluft Lodge. Das junge Managerehepaar dort hat seine Chance genutzt und uns hervorragend untergebracht und auch das Essen war wirklich ausgezeichnet! Die Chalets lagen wunderschön und man hatte eine tolle Privatsphäre auf der Terrasse. Nur leider keinen Canyon!
Wir haben abends mit dem Guide eine 3Std.-Tour gemacht, nur um einmal einen Blick auf den nördlichsten Ausläufer des Canyons zu erhaschen.
1,5 Std. Autofahrt auf der geteerten B4 zum
-Felsenlodge über der Wüste(2 Üb)
-das Chalet „the rock“ war der absolute Hit im Eagles Nest! Ein wunderschönes Zimmer in die Felsen hineingebaut, mit privater Terrasse, um den Sonnenuntergang zu genießen. Wir hatten bed & breakfast gebucht, konnten unsere Verpflegung für den Abend bequem im Örtchen Aus einkaufen, so dass wir den „Reisebusgesellschaften“ im Haupthaus entfliehen konnten. Das Eagles Nest mit nur ein paar Chalets lag 7 km entfernt von dem Hauptgebäude. Wunderbar!
Einziges Manko, was man bei der Beschreibung der Unterkunft kundtun sollte, dass im Zimmer kein Fön benutzt werden kann.
5,5 Std. Autofahrt auf einer Sandstraße zur
-Wolwedans Dune Lodge (2 Üb)
-diese Lodge ist eine Oase in der Wüste! wunderschön in die Landschaft eingebettet: befestigte Zelte, sehr komfortabel, mit Blick vom Bett aus auf die Oryx-Antilopen und Springböcke bei hochgerollter Zeltwand. Traumhaft! Die Verpflegung und der Service waren nur durchschnittlich, für den Preis nicht gut genug. Aber die traumhafte Lage und Aussicht im Zelt haben dafür alle Mal entschädigt. Zusätzliches Manko auch hier, was man bei der Beschreibung der Unterkunft kundtun sollte, dass im Zimmer kein Strom ist. Es gibt zwar Licht durch Solarzellen, aber keine Steckdosen für den Fön usw.
Von hier haben wir im Abendlicht einen halbstündigen Rundflug über die Sossus Dünen gemacht – man kann sich gar nicht sattsehen, so schön ist diese Landschaft.
2 Std. auf der Sandstraße zur
Sossus Dune Lodge (2 Üb)
-hübsch in die Landschaft eingepasste Lodge mit allem Komfort, Zimmer mit viel Privatsphäre, toll!
Essen war sehr lecker und die Möglichkeit, vor allen anderen am Dead Vlei oder Sossus Vlei zu sein (1Std. Fahrtzeit – one way!), ist einfach klasse. Herrlich zum Entspannen auf der privaten Terrasse!
6,5 Std. auf der Sandstraße bis Walvis Bay, dann weiter auf der geteerten B2 zum
Swakopmund Guesthouse (gebucht 2 Üb: geblieben nur 1)
-dieses bed & breakfast gefiel uns nicht. Nach den komfortablen und hübschen Lodges war es ein harter Kontrast in dem sehr kalten Swakopmund (zum Glück hatte das Zimmer eine Heizung!). Die Sonne schien vom stahlblauen Himmel: unvorstellbar, wie es dort sein muss, wenn es neblig oder bedeckt ist.
Wir hatten 2 Übernachtungen gebucht -Samstag und Sonntag. Hiermit waren wir schlecht beraten, denn in Swakopmund ist am Wochenende alles geschlossen, einige wenige Lädchen machten abends auf, der Run auf einen Platz im Restaurant war richtig stressig, die Leute im Guesthouse überhaupt nicht behilflich. Die Bürgersteige waren regelrecht hochgeklappt, wir wussten überhaupt nicht, was wir dort sollten. Und die Unterkunft war dann doch so „spartanisch“, dass es nicht einmal einen Sessel oder irgendetwas zum Aufenthalt gab (draußen war es einfach zu kalt, obwohl das Thermometer 25° anzeigte). Wenn man sich hier in Swakopmund aufhalten möchte, dann sollte man seine Zeit mit einem Ausflug in die Wüste im Jeep oder auf Quads verbringen wollen, sonst lohnt es sich unserer Meinung nach nicht. Also reisten wir nach nur einer Übernachtung ab.
Wir haben uns aus unserem Reiseführer eine Lodge in der Nähe von Omaruru rausgesucht, im Internet deren Webseite besucht und dann angerufen und gefragt, ob wir dort für 1 Nacht unterkommen können.
Eine nette Frau am Telefon bejahte dies und sagte, wir seien die einzigen Gäste für die Nacht.
3 Std. Autofahrt auf der geteerten B2 zur
Khan River Lodge (1 Üb)
-mit gemischten Gefühlen sind wir dorthin gefahren, die Webseite sah ja sehr gut aus. Es ist eine Hunting-farm. Wir sind keine Jäger, aber haben auch keine Berührungsängste und wollten das Abenteuer wagen und uns das mal angucken.
Wir sollten belohnt werden: eine junge Farmersfamilie mit 4 jährigem Kind hieß uns herzlich willkommen und umsorgte uns hervorragend die ganze Zeit über. Bei einem namibischen Braai (noch nie so leckeres Fleisch gegessen!) unterhielten wir uns angeregt den ganzen Abend. Gesellschaft leistete uns noch einer der Eigentümer der Ranch, ein älterer rhodesischer Kriegsveteran und Ranger. Es gab so viel zu erzählen – ein wirklich gelungener und eindrucksvoller Abstecher zu dieser Lodge.
1 Std. Autofahrt auf der Sandstraße zur
Wilderness Lodge (2 Üb)
-tolle Zeltunterkunft in den Felsen, die einzelnen Zelte haben viel Privatsphäre. Auch hier waren wir den ersten Abend die einzigen Gäste und wurden hervorragend umsorgt, aber nicht so persönlich, wie von der jungen Farmersfamilie, bei denen wir fast wie privat wohnten.
Hier konnten wir noch einmal den ganzen Tag im Liegestuhl entspannen, bevor es dann zur letzten Station weiterging:
2,5 Std. Autofahrt auf der geteerten B1 zum
Okonjima Bush Camp (2 Üb)
-diese Lodge war der krönende Abschluss unserer Rundreise! Hier stimmte wirklich alles: komfortables, privates befestigtes Zelt, sehr leckeres Essen, nette Gesellschaft im Safariwagen, sehr nette und entspannte Atmosphäre in der Lodge, interessante Drives zu den Leoparden.
von hier in 3 Std. zurück auf der geteerten B1 nach Windhoek
-den Tag über haben wir in der Stadt verbracht (den Wagen im bewachten Hilton Hotel geparkt) und am Abend zum Nachtflug zurück zum Flughafen.
FAZIT:
einzigartige Landschaften – weites Land – Natur pur – im November: trockene Hitze mit nur 5-10% Luftfeuchtigkeit – kühle Nächte, selbst in der Wüste – TRAUMHAFT!!!