Marokko

Reiseberichte

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5 von 5 Sternen

Cordelia | Marokko

Oktober 2022

Unsere zweiwöchige Reise durch Südmarokko gehört zum Schönsten, was wir bisher unternommen haben

Unsere zweiwöchige Reise durch Südmarokko gehört zum Schönsten, was wir bisher unternommen haben. Das Reisen innerhalb des Landes war – auch dank der guten Organisation von Umfulana – viel unproblematischer, als wir uns das vorgestellt hatten. Wir haben ein farbenprächtiges gastfreundliches Land kennengelernt, in dem wir mühelos mit den Menschen in Kontakt kamen. Die durchweg wunderbaren und geschmackvollen Unterkünfte mit ihren herzlichen Gastgebern haben uns vielfältige Einblicke in die traditionelle Architektur und Lebensweise gegeben. In zahlreichen Gesprächen haben wir die Traditionen, Umbrüche und die Herausforderungen der Menschen im Süden besser zu verstehen gelernt, insbesondere die chronische Wasserknappheit und die Probleme, die daraus erwachsen. Wir haben uns gefreut an den Kostproben der reichen marokkanischen Küche, an uns unbekannten Früchten, Nüssen, Zubereitungsarten. Höhepunkte waren neben dem lebendigen orientalischen Marrakesch sicherlich die Überquerung des Hohen Atlas, die Schluchten des Dardès mit ihrem Farbenspiel, das vom sattem Grün der Talvegetation über das Rot und Rosa der Dörfer bis hin zum Graubraun der schroffen Gesteinsformationen reicht. Höhepunkt waren auch die zwei Tage in der Sahara – der Sand, der viel dunkler ist, als wir dachten, die lebensfeindliche Hitze und Trockenheit, der Stolz und die Gastfreundschaft ihrer Bewohner, der Dromedarritt in die aufgehende Sonne. Und zum Abschluss die Hafenstadt Essaouira, wo sich Marokko von einer ganz anderen Seite zeigt – weiß und blau, mit einem quirligen Hafen, in dem silbrig leuchtender Fisch in Hülle und Fülle angelandet wird. Wir sind dort von Noureddine angesprochen worden, der früher Philosophie studiert hat – Nietsche, Kant und Schopenhauer kannte, ebenso wie Bach -, dann zur Seemannsschule gehen musste, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen, ein Leben lang zur See fuhr, teilweise ein ganzes Jahr lang, und nun, im Alter, am Hafen in Essaouira Netze flickt. Es wurde eine menschlich wunderbare Begegnung mit ihm, und er hat uns nicht nur alles über den Sardinenfang erzählt, sondern uns auch eine mehrstündige Führung durch die Medina gegeben und uns die geheimsten Orte der Einheimischen gezeigt. Am nächsten Tag sind wir uns noch einmal über den Weg gelaufen und haben zusammen zum Abschied einen Minztee getrunken. Diese Begegnung steht für uns exemplarisch für den Zauber der gesamten Reise – sie hat auch in uns die besten Seiten hervorgeholt!

alltägliche Geschäftigkeit auf dem Souk
Auf dem Souk: Nüsse und Datteln
Rast auf einer hohen Düne
für Umfulana unterwegs
Brunnen als Treffpunkt in der Sahara
Kamele mitten in der Sahara
Unterkunft in einer renovierten Kasbah
tolle Aussichten
nichts als Sand
durch alte Gemäuer
schöne Strände nördlich von Agadir

Kerstin Pesch und Lilly Brochhaus | Marokko

Juni 2019

Verwinkelte Gassen, der Gauklerplatz – eine Explosion an Sinneseindrücken

Ende April machten wir uns für 2,5 Wochen auf den Weg nach Marokko. Aufgrund der Größe des nordafrikanischen Landes und der vielen interessanten Städte und landschaftlichen Höhepunkte haben wir uns diesmal auf den Süden des Landes konzentriert.Unsere Tour führte uns zunächst nach Marrakesch, einer Stadt wie aus einem arabischen Bilderbuch: verwinkelte Gassen, der Gauklerplatz – eine Explosion an Sinneseindrücken.Besonders hervorzuheben sind hier sicherlich die Souks, die hinter jeder Ecke der nicht endenden Altstadt eine neue Überraschung offenbaren.Wir haben nicht nur zahlreiche Unterkünfte kennengelernt, sondern auch eine erlebnisreiche und spannende deutschsprachige Führung unternommen, die selbst für erfahrene Marokko-Reisende empfehlenswert ist. Unser ausgezeichneter Guide, den wir nun auch Ihnen anbieten können, hat uns zu versteckten Schätzen der Stadt gebracht.Dann sind wir mit dem Mietwagen aufgebrochen, über das imposante Atlasgebirge nach Skoura. Der Ort faszinierte uns mit außergewöhnlich schönen Unterkünften und der wunderschönen Lage inmitten einer bewirtschafteten Palmenoase. Bei einer geführten Wanderung durch dieselbe erfuhren wir viel über das Leben in einer Oase und deren Bewirtschaftung. Der Ausflug endete mit dem Besuch bei einer traditionellen Töpferfamilie, der wir bei Tee und Gebäck, über die Schulter blicken durften.Weiter führte uns unser Weg über Boulmane Dades, eine Gebirgsregion mit imposanten Schluchten, in die Wüste nach M’Hamid. Unterwegs besuchten wir eine der zahlreichen Nomadenfamilien, die – wie vor Hunderten von Jahren – noch in Berghöhlen leben und ihre Unterkunft der Jahreszeit entsprechend wechseln. Der familiäre Zusammenhalt und der sehr respektvolle Umgang miteinander haben uns tief beeindruckt.In M’Hamid angekommen, einem Grenzort in der Sahara kurz vor der algerischen Grenze, bereiteten uns die vorhandenen Unterkünfte, welche allesamt nicht unseren Wünschen entsprachen, einige Schwierigkeiten. Es gibt eher große und unpersönliche Hotels mit wenig Charme und Atmosphäre. Nach längerem Suchen fanden wir dann glücklicherweise noch außergewöhnliche Alternativen, sowohl in als auch kurz vor der Wüste gelegen. Gerade hier wurde uns wieder bewusst, wie wichtig unsere Dienstreisen und der persönliche Austausch vor Ort sind.Unsere Route führte uns weiter über Ait Benhaddou und Toubkal in den Westen des Landes nach Taroudannt; also von der eindrucksvollen Kasbah – einem UNESCO Weltkulturerbe – zum höchsten Berg des Landes, dem 4.167 Meter hohen Jbel Toubkal. Alleine die Fahrt dorthin beeindruckt mit schmalen Serpentinen, kleinen Bergdörfern und schneebedeckten Gipfeln.In Taroudannt verbrachten wir zwei schöne Tage auf einer etwas außerhalb der Stadt gelegenen Farm. Wir besuchten einige Unterkünfte inner- und außerhalb der Stadt und konnten unsere Gastgeber wiedersehen bzw. neue kennenlernen. Anschließend fuhren wir an der Atlantikküste entlang, über Agadir und den weniger touristischen Surferort Taghazoute nach Essaouira....

Im Ourikatal
Garten in der Kasbah Atfel
Kasbah Amerhidil in der Oase Skoura
Souk in Skoura
Dades-Schlucht
Oase Zagora
Zelt in der Erg Chegaga
Roomservice in der Wüste
Nach dem Ritt im Sandsturm
erg Chegaga
Ait Benhaddou

5 von 5 Sternen

Gertrud und klaus | Marokko

Mai 2019

Es war traumhaft schön und die Unterkünfte wie gewohnt „Wohlfühloasen“

Wir waren im Mai für 16 Tage in Marrokko. Es war traumhaft schön und die Unterkünfte wie gewohnt „Wohlfühloasen“. Obwohl während der ganzen Zeit Ramadan war, spürten wir fast nichts davon. Das Einzige das war, ab und zu bekam man keinen Alkohol zum Essen, dafür aber den „marrokanischen Whisky“. In 2 Unterkünften waren wir die einzigen Gäste und wurden sehr verwöhnt. Die Marrokkaner sind unheimlich gastfreundlich. Auch wenn sie selbst nichts essen und trinken durften, waren sie sehr um uns bemüht und haben uns jeden Wunsch von den Lippen abgelesen. Unsere Tour führte uns ins Landesinnere über den Atlas bis zur Sahara. Teilweise waren wir ganz alleine auf den Strassen. Wir fühlten uns immer sicher, nur einmal hat uns das Navi den Dienst versagt. In der Wüste Erg Chegaga waren wir die einzigen Gäste und wurden nach einer 2-stündigen Anfahrt durch den Sand mit einem großen Zelt überrascht, das jeden erdenklichen Komfort aufwies. Auf dem Schreibtisch im Zelt lag ein Buch zur Sternedeutung. An jedes noch so kleine Detail wurde gedacht. Unser Essen wurde uns ans Zelt gebracht, der Tisch mit Rosenblätter dekoriert – es war einfach unglaublich. Noch unglaublicher: Es hat geregnet in der Wüste und nach kürzester Zeit war die Piste glatt wie auf einem zugefrorenem See. Während unserem Dromedar-Ausritt kam dann ein Sandsturm auf, was schon sehr unangenehm war. Aber wir denken, das erlebt auch nicht jeder. Wir möchten uns nochmal ganz herzlich bei Umfulana bedanken, insbesondere bei Frau Pesch. Auch alle Hotelbesitzer sind begeistert von Umfulana, weil die Zusammenarbeit stets reibungslos klappt.