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Mareike Bauer unterwegs in Schweden
Winterzauber in Dalarna

Start der Reise

Die Reise begann mit der Ankunft am Flughafen Arlanda, von wo aus die Route mit dem Zug über Borlänge direkt ins Herz von Dalarna nach Mora führte. Bereits der Transfer zum Siljansee stimmte auf die kommenden Tage ein: Der weitläufige See, zum Großteil noch von massiven Eisschollen bedeckt, bot in der tiefstehenden Abendsonne eine beinahe magische Kulisse. In dieser Weite stellte sich unmittelbar jenes Gefühl von Ruhe ein, das so charakteristisch für die schwedische Natur ist.

Am Folgetag führte die Fahrt von Mora weiter gen Norden nach Särna und Idre Fjäll. Die Landschaft Dalarnas ist geprägt von dichten Wäldern und der allgegenwärtigen Tradition der roten Holzhäuser. Diese markante Farbe, bekannt als Falun-Rot (Falu rödfärg), hat ihren Ursprung in der Kupfermine der Stadt Falun und ist bis heute das visuelle Markenzeichen der Region. Was soll ich sagen, Schweden und gerade Dalarna hat sehr viele Bäume, um von Mora nach Särna zu gelangen, muss man am 2793 Baum abbiegen, mehr oder weniger...

Schwedische Köstlichkeiten

In Särna erwartete uns ein kulinarisches Highlights, ein privater Backkurs für Schwedische Fika in kleinen inhabergeführten Bed & Breakfast mit angeschlossenem Cafe. Unter fachkundiger Anleitung von Jacco und Mieke sind wir in die Geheimnisse der traditionenellen Hefeteig-Verarbeitung eingetaucht. Wir durften uns an Zimtschnecken (Kanelbullar), dem Klassiker, der besonders bei Kindern sehr beliebt ist, sowie Karamomschnecken (Kardemummabullar), der würzigen Variante für Erwachsene, versuchen. Das Kind in mir hat beschlossen, ich liebe beide Varianten, denn frisch aus dem Ofen sind sie schlichtweg ein Gedicht.

Ausflug mit den Schlittenhunden

Der nächste Tag markierte mein lang ersehntes Highlight der Reise, den Aufbruch in die Welt der Schlittenhunde. Schon bei der Ankunft wurde deutlich, dass uns kein gewöhnliches Willkommen erwartet. Wer sich einmal intensiv mit Huskys beschäftigt hat, weiß, dass diese Tiere nicht einfach bellen, sie kommunizieren. Es war eine vielstimmige, beinahe gesungene Begrüßung, die mich unmittelbar in ihren Bann zog. Das Rudel bestach durch seine beeindruckende Vielfalt. Neben den stolzen Siberian Huskys und den athletischen Alaskan Huskys sorgte ein amerikanischer Wolfshund für eine besonders majestätische Note in der Gruppe. Doch trotz ihrer urwüchsigen Erscheinung war die erste Begegnung von purer Herzlichkeit geprägt. Bevor wir uns den Schlitten näherten, blieb ausgiebig Zeit für Streicheleinheiten. Die Hunde zeigten sich von ihrer sanftesten Seite und brachen mit feuchten „Hundeküsschen“ und ihrer verschmusten Art sofort das Eis. Diese Momente der Nähe schufen das nötige Vertrauen für das Abenteuer, das unmittelbar vor uns lag.

Nach dem Kennenlernen kam die theoretische Einweisung in das Mushing, dem Lenken des Hundeschlittens, und dies machte mir sehr schnell deutlich, hier geht es um weitaus mehr als nur das Steuern eines Schlitten. Hier geht es um Körperbeherrschung, denn man muss die richtige Balance auf den Kufen finden, es geht um Empathie und Vertrauen, denn man muss die Hunde und ihre Reaktionen jederzeit im Blick habe, und es geht um Führung, denn man muss ganz klare Signale an das Gespann senden.

Dann war es so weit, mein eigenes Vierer-Gespann stand bereit, drei makellos weiße Siberian Huskys, Angel, Frosty und Snow, und dem charismatischer Alaskan Husky Koda als Leithund. Pünktlich zum Start setzte ein dichtes Schneetreiben ein, als hätte die Natur das perfekte Bühnenbild für diese Fahrt bestellt. Anfangs mischte sich in die Vorfreude eine gesunde Portion Anspannung. Kann ich die Koordination halten? Was passiert, wenn ich stürze?

Doch sobald der Befehl zum Start gegeben war, verflogen alle Zweifel. Mein Team arbeitete mit einer Perfektion und einem Ehrgeiz, der mich tief beeindruckte. Es schien, als hätten die Hunde kein geringeres Ziel, als mir einen unvergesslichen Tag zu bereiten. Während der Fahrt hielt ich den Dialog mit meinen vier Begleitern aufrecht. Die Blicke, die mir mein Leithund Koda zwischendurch zuwarf, eine Mischung aus amüsierter Skepsis, „Was erzählst du da eigentlich?“, und purem Tatendrang, „Verstanden, volle Kraft voraus!“, waren unbezahlbar. Mit einem breiten Grinsen und tiefem Respekt vor der Leistung dieser Tiere bogen wir in die Zielgerade ein. Die Hunde mobilisierten für das Finale noch einmal ihre Kraftreserven und machten den Moment für mich absolut perfekt.

Fazit

Rückblickend war die Arbeit mit dem Hundegespann mein emotionaler Höhepunkt der Tour. Während das gemeinsame Backen einen wunderbaren Einblick in die schwedische Gemütlichkeit und Kulinarik gab, weckte das Schlittenfahren im dichten Schneetreiben den Abenteurer in mir. Die Kombination aus Natur, der Energie der Huskys und dem Adrenalinkick macht dieses Erlebnis zum absoluten Favoriten.

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Veröffentlicht am Freitag, 17. April 2026