02.05.2011

Neuseelandreise von Anja Selzer

Hallo Frau Hellack,

jetzt ist es zwar schon wieder ein paar Wochen her, dass wir aus Neuseeland zurück sind, aber wir möchten es trotzdem nicht versäumen, Ihnen eine kurze Rückmeldung zu unserer Reise zu geben.

Zunächst einmal möchten wir uns aber bei Ihnen und dem Umfulana-Team bedanken. Schon die Beratung als Sie/wir die Reise zusammengestellt haben war wirklich professionell und hilfreich. Als dann die Reisemappe kam, waren wir absolut positiv überrascht. So viele Informationen, Tipps und Karten! Und anhand der tollen Streckenbeschreibungen haben wirklich jedes B&B auf Anhieb gefunden. Absolut super Service. Das hat das Reisen sehr entspannt gemacht:-)

Auch die Unterkünfte waren alle klasse. Überall sehr schöne und saubere Zimmer, die alle liebe- und stilvoll eingerichtet war und die Lage einiger B&Bs war einfach traumhaft. Wir wüßten gar nicht, welches wir hervorheben sollten. Aber am meisten hat uns die Gastfreundschaft der Hosts beeindruckt. Immer gab man uns das Gefühl der erste einzige Gast dieser Saison zu sein. Wir wurden oft mit Kaffee oder einem Getränk begrüßt, einmal stand sogar ein Kuchen im Kühlschrank. Immer wurden uns sofort hilfreich Ortspläne, Menükarten ortsansässiger Restaurants, Wanderkarten und noch viel mehr angeboten und auch bei Fragen zur Tourplänen wurde uns gerne geholfen. Und das Frühstück! Lecker, abwechslungsreich, viel – einfach himmlisch, so in den Tag starten zu können.
Und besonders nett fanden wir es, dass sich die Hosts, wann immer es deren Zeit zuließ, morgens noch mit einer Tasse Kaffee beim Frühstück zu uns gesetzt haben und uns von Land und Leuten erzählt haben. So etwas geht eben nur in B&Bs. Und obwohl wir diese Art zu übernachten schon in mehreren Ländern kennengelernt haben, haben wir dieses Gefühl, so willkommen zu sein bisher noch in keinem anderen Land gehabt.

An dieser Stelle geht unser besonderer Gruß Barbara und Brian aus Christchurch, die bei dem schrecklichen Erdbeben im Februar zwar nicht ihr Heim, aber ihre Sicherheit und ihren bisheriges Lebensstil verloren haben. Wir haben in Scarborough Heights zwei sehr schöne erste Tage nach unserer Ankunft verbracht und haben durch das herzliche Willkommen (Brian hat uns sogar vom Flughafen abgeholt) einen ersten netten Eindruck von den "Kiwis" bekommen. Auch Christchurch hatte uns gut gefallen und wir waren noch erstaunt, dass die Schäden des September-Erdbebens kaum noch zu sehen waren. Daher hat es uns regelrecht geschockt, als wir dann von dem neuen Erdbeben erfahren mussten und wir die Berichte im Fernsehen verfolgt haben, die auch viele Bilder von Gebäuden und Orten zeigten, die wir kaum zwei Tage vorher noch unbeschädigt gesehen haben und vor allen Dingen auch die Folgen einer solchen Katastrophe für das tägliche Leben der Menschen dort über die Medien hautnah mit bekommen haben.

Und auch wenn unsere ganze Neuseeland-Reise unter dem Eindruck dieser Katastrophe stand und wir von den Menschen, die wir kennengelernt haben unglaublich viel über Erdbeben und den Umgang damit gelernt haben, war es dennoch eine schöne und interessante Reise, die jedem zu empfehlen ist, der gerne viele Landschaften und Länder auf engem Raum kennenlernen möchte oder am Anfang seines Reiselebens steht. Schottland, England, das Allgäu, die Rocky Mountains, Norwegen, Island und manchmal ein Gefühl von Toskana – alle typischen Landschaftsbilder in einem Land vereint – wer kann davon nicht beeindruckt sein? Da weiß man dann gleich, welches Land man dann später en detail vertiefen möchte ;-)

Das das Wetter oft nicht mitgespielt hat – naja, das war nun wirklich schade und hat uns einige Highlights, auf die wir uns besonders gefreut hatten vermasselt. So mußte z.B. der Flug um den Mt. Cook abgebrochen werden, weil Wolken zu schnell aufgezogen sind, im Abel Tasman kam eine Sturmfront auf (wir wir später bemerken mussten sogar ein Wirbelsturm) und unsere Küstenwanderung am normalerweise berühmten türkis und smaragdfarbenen Wasser war durch und durch grau und nieselig und auch unsere geplante Wandertour am Tongariro, der Tongariro Alpine Crossing, fiel komplett ins Wasser – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Crossing war gesperrt. Wir waren zwar auf Regen und Wolken in NZ eingestellt – aber ganz so schlimm hatten wir es uns dann doch nicht vorgestellt, zumal Gäste, die ein bis zwei Tag hinter uns waren uns von herrlichem Sonnenschein erzählt haben. Letztendlich hatten wir insgesamt nur 5 schöne Tage, davon die letzten 3 in Coromandel und Auckland.

Auf jeden Fall war alles perfekt durch Umfulana organisiert ohne dass wir das Gefühl hatten, unter Druck von einem Ort zun nächsten zu hetzen, auch wenn wir an dem einen oder anderen Ort im Nachhinein vielleicht gerne länger geblieben wären (z.B. wären wir gerne noch die Straße zum Milford Sound gefahren) oder uns an einem anderen Ort eine Stippvisite gereicht hätte (Dunedin). Aber so etwas weiß man ja immer erst später. Wir können und möchten Umfulana jedenfalls uneingeschränkt weiterempfehlen – und das mit dem Wetter kriegen Sie bestimmt auch noch hin ;-)

Herzliche Grüße (die Bilder müssen wir erst noch sichten und reichen sie dann gerne nach)


Anja & Manfred Selzer



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