
Zwischen Schottland und England
Borderlands
Jahrhundertelang waren sie Schauplätze schottisch-englischer Kriege. Heute gehören die Borderlands zu den reizvollsten Landschaften des Vereinigten Königreichs. Zwischen dem Lake District und dem Northumberland National Park finden sich kristallklare Seen, windzerzauste Heide und grüne Grasberge. Dazwischen kauzige Dörfer, geheimnisumwitterte Ruinen und urige Pubs.
zzgl. Flug
Info zum Preis
Dieser Preis wurde beispielhaft für eine Reise im Mai berechnet. Je nach Reisezeit sowie in Abhängigkeit zum Buchungszeitpunkt verändert sich der Preis. Wir achten bei Auswahl der Zimmer auf eine komfortable Zimmergröße sowie angenehme Lage und guten Ausblick.

Reiseverlauf
Diese Rundreise wurde von unserer Expertin Anna Fröhlingsdorf entworfen. Bei Bedarf können die Route sowie die Anzahl der Nächte und die Auswahl der Unterkünfte angepasst werden.
Manchester
Mietwagenannahme
Vermieter: Keddy by Europcar
Anmietstation: Manchester Flughafen (Shuttle Service)
Vauxhall Astra o.ä.
Eigenschaften: 4 Türen, Klimaanlage
Geeignet für: 4 Erwachsene, 2 große Koffer
Tarif (All-in/AD):
- ohne Selbstbeteiligung
- Mindestens 1 Zusatzfahrer inklusive
- Kaution: 700,00 GBP per Kreditkarte
- Ggf. Einwegmiete
Chester
Stadtmauer, Fachwerkhäuser und Spukgeschichten
Die 120.000-Einwohner-Stadt Chester liegt in der Grafschaft Cheshire in Nordwestengland, nahe der nördlichen Grenze von Wales. Ihre Ursprünge gehen ins Jahr 79 n. Chr. zurück, als die Römer hier ihre Festung Deva Victrix errichteten. Aber auch Kelten, Wikinger, Sachsen und Normannen lebten hier in den vergangenen 2.000 Jahren. Aus der Römerzeit erhalten sind noch die begehbare Stadtmauer, das Amphitheater und die römischen Gärten südöstlich der Stadtmauer sowie die schwarz-weißen Fachwerkhäuser in der High Street. Im Grosvenor Museum kann man einiges über die römische Vergangenheit Chesters erfahren. Sehenswert sind zudem die Kathedrale, die viele verschiedene Architekturstile vereint, das neugotische Rathaus, die Old Dee Bridge aus dem 13. Jahrhundert, Chester Castle und der Grosvenor Park am Ufer des Dee.
Chester zählt übrigens zu den bekanntesten Spukstädten in England – Geschichten über Poltergeister und andere mysteriöse Erscheinungen kann man an nahezu jeder Ecke und in jedem Pub hören.
Nördlich von Chester befindet sich der riesige Chester Zoo mit über 400 Tierarten, der sich besonders für den Artenschutz und artgerechte Haltungsbedingungen einsetzt.
Aufenthalt
Das B&B liegt in Guilden Sutton, einem ruhigen kleinen Ort am Rande von Chester. Zwei Doppelzimmer und eine Familiensuite stehen zur Verfügung, die modern und geschmackvoll eingerichtet sind. Im großen Garten hinter dem Haus, im gemütlichen Wintergarten und auf der überdachten Terrasse findet jeder seinen Platz zum Entspannen und Genießen. Das Frühstück, das eine reichhaltige Auswahl an frisch zubereiteten kalten und warmen Speisen aus regionalen Produkten beinhaltet, wird zu einer frei gewählten Zeit im Esszimmer oder auf der Terrasse serviert. In die Innenstadt von Chester fährt man wenige Minuten mit dem Auto oder Bus.
Sehenswertes
Wales
Steilküsten, Moore und schroffe Gebirge
Mit gut 20.000 Quadratkilometern ist Wales der kleinste Landesteil Großbritanniens. Im Norden grenzt es an die Irische See, im Westen an den St.-Georgs-Kanal und im Süden an den Bristolkanal. Steilküsten und weitauslaufende Strände ziehen sich weit über 1.200 Kilometer entlang und werden von zahllosen Seevögeln bevölkert. Das Landesinnere ist von Wiesen, Mooren und schroffen Gebirgen geprägt. Die höchsten Berge stehen im Norden. Der Yr Wyddfa (1.085 Meter) wird vom Snowdonia-Nationalpark geschützt.
Hauptstadt ist Cardiff an der Südküste, eine römische Gründung, die während des walisischen Kohle-Booms zum größten Kohlehafen der Welt avancierte. Überdies findet man in Südwales schöne Badestrände, Ferienorte und normannische Küstenburgen. Beeindruckend ist der mittelalterliche Ort Pembroke mit seiner gewaltigen Festung, von der aus man einen fantastischen Blick genießt. Nördlich davon liegt der Pembrokeshire Coastal National Park, der einsame Badebuchten und grandiose Steilküsten vor der Zersiedelung schützt. Den Zauber der Landschaft kann man vor allem auf den stillen Wanderwegen durch den Park auf sich wirken lassen.
Nordengland
Englands Hinterhof
Northern England umfasst die englischen Verwaltungsregionen North West England, Yorkshire and the Humber und North East England. Der Bereich ist im Süden in etwa durch den Fluss Trent begrenzt, nach Norden hin durch die Grenze zu Schottland. Hier leben etwa 14,5 Millionen Menschen auf 37.331 km² Fläche. Die Region enthält manche Großstädte (u.a. Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle-upon-Tyne und Sheffield), aber auch fünf Nationalparks (Lake District, North York Moors, Northumberland, Peak District und Yorkshire Dales). In Nordengland begann die industrielle Revolution und bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Region das industrielle Herz Großbritanniens. Seit der Deindustrialisierung wurde Nordengland im Vergleich zu Südengland wirtschaftlich benachteiligt. Auch kulturell hat Nordengland eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt, z. B. in der Musik, der regionalen Küche oder nordenglischen Dialekt.
Liverpool
Fußball, Beatles und ein historischer Hafen
Die Hafen- und Industriestadt im Nordwesten von England hat knapp 500.000 Einwohner. Der historische Teil der Hafenstadt wurde 2004 zum Weltkulturerbe erklärt. Besonders populär sind der Albert Dock und der Pier Head. Bekannt ist die Stadt durch seine Fußballvereine FC Everton und FC Liverpool sowie durch ihre pulsierende Musikszene, aus der in den 1960er Jahren die Beatles hervorgingen. 2008 war Liverpool Europäische Kulturhauptstadt.
Denbigshire
„Area of Outstanding Natural Beauty“
Der Verwaltungsbezirk Denbigshire geht auf einer der dreizehn traditionellen Grafschaften von Wales zurück, auch wenn die Grenze heute nicht mehr deckungsgleich verläuft. Für Aufsehen sorgte die Region als man bei Grabungen der University of Wales, die ab 1978 durchgeführt wurden, in der Pontnewydd-Höhle sowie dem umliegenden Areal auf Überreste von Neandertalern stieß, die auf ein Alter von etwa 225.000 Jahren datiert werden konnten. Es handelt sich somit um die frühesten Besiedlungsspuren, die bisher im Land nachgewiesen wurden.
Auch landschaftlich weiß die Region durchaus zu beeindrucken. Die Hügel der Clwydian Range verlaufen von der Küste nach Süden und wurden gemeinsam mit dem Tal des River Dee als eine „Area of Outstanding Natural Beauty“ ausgewiesen. Höchster Berg ist der Moel Famau, mit einer Höhe von 555 Metern, an der Grenze zwischen Denbigshire und Flintshire.
Beeston Castle
Mächtige Ruine im Woodland Park
Es war Ranulf de Blondeville, 4. Earl of Chester (1172–1232) der die Burg erbaute. Doch seine Freude an dem mächtigen Bau währte nur kurz, denn 1237 wurde er von König Heinrich III. beschlagnahmt. Ab dem Jahr 1643 diente Beeston Castle der New Model Army im Englischen Bürgerkrieg und wurde 1646 von Soldaten der königlichen Armee zerstört. Einer der beiden Burgbrunnen ist mit 113 Metern der tiefste seiner Art in England. Die Burgruine ist seit 1967 ein Grade I listed building. Das Museum im Anbau dokumentiert die Funde rund um die Burg, die bis in die Jungsteinzeit zurückreichen. Rings umher ersteckt sich der Woodland Park, durch den schöne Spazierwege führen.
Enthalten im:
English Heritage Overseas Visitor Pass
Pontcysyllte Aquädukt
Wasserstraße in luftiger Höhe
Auf neunzehn Bögen führt das Aquädukt den Llangollen-Kanal über das Tal des River Dee. Mit einer Höhe von etwa 38 Metern und einer Länge von über 300 Metern, ist das Bauwerk des Architekten Thomas Telford seit seiner Fertigstellung im Jahr 1805 das höchste und längste Aquädukt in ganz Großbritannien. Der Trog, durch den der Kanal geleitet wird, wurde in seinem Durchmesser so entworfen, dass ihn die sogenannten Narrowboats durchqueren konnten. Dieser Bootstyp wurde etwa seit der Mitte des 18. Jahrhunderts für die englische und walisische Binnenschiffahrt genutzt.
Seitdem die Kanäle mit dem Umbruch zum 20. Jahrhunderts in wirtschaftlicher Hinsicht an Bedeutung zu verlieren begannen, hat sich das Aquädukt zu einem beliebten Ausflugsziel gemausert. In Freizeitbooten oder auf dem schmalen Gehweg überqueren Besucher die hochgelegene Wasserstraße und genießen die Aussicht, die sich rundherum bietet.
Ruthun
Prächtige Fachwerkhäuser im Schatten der Burg
Die Ortschaft im Süden des Clwyd-Tals besteht aus prächtigen Fachwerkhäusern aus dem 14. bis 17. Jahrhundert. Die Häuser gruppieren sich um einen Hügel, auf dem eine mächtige Burg thront. Sie wurde im 13. Jahrhundert aus dem Buntsandstein der Umgebung gebaut. Das Bauwerk blieb bis ins 17. Jahrhundert erhalten. Es wurde in neuerer Zeit teilweise restauriert und ist heute eines der luxuriösesten Hotels in Wales, bekannt für mittelalterliche Bankette mit Harfenmusik.
Llangollen Wharf
Außergewöhnliche Bootsausflüge auf dem Llangollen Kanal
Seit über 100 Jahren ist der Llangollen Kanal ein beliebtes Ausflugsziel. Vom Hafenbecken aus starten verschiedene Touren, die vorab online oder auch direkt vor Ort gebucht werden können. Neben einer Fahrt mit den schmalen Motorbooten, die das Pontcysyllte Aquädukt überqueren, gibt es auch die Möglichkeit, bei einem pferdegezogenen Boot an Bord zu gehen und ganz sanft über das Wasser zu gleiten.
Lake District
Berge und Seen von einzigartiger Schönheit
Die 1951 unter Naturschutz gestellte Berg- und Seenwelt im Nordwesten Englands ist von einzigartiger Schönheit. 16 von der Eiszeit geformte Seen haben der Region in Cumbria zu ihrem Namen verholfen, die zwischen Bergketten und Hügeln eingebettet sind. In dem milden, aber niederschlagsreichen Gebiet sind Flora und Fauna besonders vielfältig. Wildbäche und Flüsse speisen die Seen, so dass das Gebiet nicht nur ein Paradies für Wanderer ist, sondern auch für Angler und Segler. Wanderern stehen viele hundert Kilometer bezeichnete Wege zur Verfügung. Auf den meisten Seen kann man rudern oder segeln. Im Sommer sind sie auch zum Schwimmen geeignet.
Aufenthalt
Das Hotel liegt in der Marktgemeinde Keswick im Nationalpark Lake District und bietet einen schönen Ausblick auf die umliegenden Berge. Die 14 individuell eingerichteten Zimmer verteilen sich auf drei Etagen. Morgens wird im hellen Speiseraum mit Blick auf den Golfplatz ein englisches Frühstück aus regionalen Zutaten serviert. Im eleganten mit modernen Möbeln ausgestatteten Loungebereich kann man sich nach einem ereignisreichen Tag entspannen. Das Stadtzentrum von Keswick mit Geschäften, Pubs und Restaurants liegt ca. 300 Meter von der Unterkunft entfernt. Zum Derwent Water, dem viertgrößten See Englands, und dem Theatre by the Lake läuft man ca. fünf Minuten.
Sehenswertes
Nordengland
Englands Hinterhof
Northern England umfasst die englischen Verwaltungsregionen North West England, Yorkshire and the Humber und North East England. Der Bereich ist im Süden in etwa durch den Fluss Trent begrenzt, nach Norden hin durch die Grenze zu Schottland. Hier leben etwa 14,5 Millionen Menschen auf 37.331 km² Fläche. Die Region enthält manche Großstädte (u.a. Leeds, Liverpool, Manchester, Newcastle-upon-Tyne und Sheffield), aber auch fünf Nationalparks (Lake District, North York Moors, Northumberland, Peak District und Yorkshire Dales). In Nordengland begann die industrielle Revolution und bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Region das industrielle Herz Großbritanniens. Seit der Deindustrialisierung wurde Nordengland im Vergleich zu Südengland wirtschaftlich benachteiligt. Auch kulturell hat Nordengland eine gewisse Eigenständigkeit bewahrt, z. B. in der Musik, der regionalen Küche oder nordenglischen Dialekt.
Windermere
Englands größter See in den Cumbrian Mountains
Der größte natürliche See Englands liegt ganz im Lake District National Park. Er ist 17 Kilometer lang und zwischen 400 und 1500 Meter breit. 18 Inseln liegen im Winderemere, die größte ist über einen Kilometer lang und wird von Ausflugsdampfern angesteuert. Malerische, teils bewaldete Hügel säumen den See, in denen man einfache Wanderungen machen kann. Im Norden erheben sich die höheren Fells, wie man die von Grasland bewachsenen Berge der Cumbrian Mountains nennt. Am Nordufer liegt auch Ambleside, ein hübsches Dorf mit 2.600 Einwohnern und Ausgangspunkt für Bergwanderungen, Mountainbiketouren und weitere Ausflüge im Lake District.
Derwentwater
Schönster See im Lake District
Der viertgrößte See Englands gilt als der schönste im Lake District. Er liegt bei Keswick vor der grandiosen Kulisse grasbewachsener Berge und dicht bewaldeter Uferhänge. Besonders schön ist die Aussicht auf den See von Castle Head. Ausflugsschiffe verkehren zwischen verschiedenen Anlegestellen, von denen eine in Keswick ist. Um den See herum erstreckt sich ein ausgedehntes Wanderwegnetz.
Castlerigg
Steinkreis aus der Jungsteinzeit
Der Steinkreis von Castlerigg gehört zu den größten in England. Er liegt im östlichen Lake District inmitten grasbewachsener Hügel. Die 42 Steine wurden in einem 70 Meter langen Oval von einer unbekannten Kultur der Jungsteinzeit vor 5000 Jahren angeordnet. Der Zweck der Anlage ist unbekannt und gibt Archäologen und Prähistorikern bis heute Rätsel auf. Der Ort hat eine magische Ausstrahlung, vor allem wenn Nebelschwaden oder tiefe Wolken die Sonne verhüllen.
Enthalten im:
English Heritage Overseas Visitor Pass
Mirehouse & Gardens
Herrenhaus der Earls of Derby
Die Geschichte des Herrenhaus reicht ins 16. Jahrhundert zurück. Es wurde für den Earl of Derby gebaut, der für seine Besuche auf seinen Ländereien in Cumberland ein repräsentatives Anwesen benötigte. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen ein paar Anbauten hinzu, bevor im 20. Jahrhundert der Verfall einsetzte. 1961 wurde das Haus verkauft und vom Vater des heutigen Besitzers gründlich renoviert. Alle Zimmer wurden nacheinander hergerichtet: Die Bibliothek, das Musikzimmer, das Schul- und Kinderzimmer. Heute sind alle Räume im Erdgeschoss zu besichtigen – ebenso der Garten, der einen Preis gewonnen hat als Visitor Attraction of the Year 2017.
Helvellyn
Wanderung auf den dritthöchsten Berg Englands
Der dritthöchste Berg im Lake District und auch von ganz England ist 950 Meter hoch und gehört zum Helvellyn Range, das zwischen den Seen Ullswater und Thirlmere liegt. Im Westen fällt er als grasbewachsener Hügel ab, nach Osten ist er steil und steinig. Der Gipfel ist durch eine mächtige Steinsäule (cairn) gekennzeichnet. Wer den Berg von Ullswater aus besteigen will muss einen der beiden klar definierten Grate erklimmen, was mit einer leichten Kletterei ohne notwendige Sicherheitstechnik verbunden ist. Oben wird man mit einem Rundblick belohnt, der weit nach Schottland und bis in die Pennines reicht. (hin und zurück: 14,3 Kilometer, 5:30 Stunden, auf und ab: 830 Meter)
Aira Force
Baumriesen an einem Wasserfall
Aira Force ist ein Wasserfall, über den der Aira Beck stürzt, kurz bevor er in den Ullswater, den zweitgrößten See im englischen Lake District, mündet. Das Gelände wurde von der Familie Howard gegen Ende des 18. Jahrhunderts zu einem Park mit exotischen Pflanzen umgewandelt. Einige der Bäume stehen noch und haben sich zu mächtigen Giganten ausgewachsen. Wer die Besichtigung mit einem einfachen Rundweg verbinden will, kann einen Aussichtshügel ersteigen und durch ein schönes Seitental zurückgehen. (hin und zurück: 6,9 Kilometer, 2:15 Stunden, auf und ab: 300 Meter)
Enthalten im:
National Trust Touring Pass
Mit dem Steam Boat auf Ullswater
Kombinierte Schiffs- und Wandertour
Eine der größten Attraktionen von Ullswater sind die „Lake Steamer“, die Ausflugsfahrten zwischen Pooley Bridge, Glenridding und Howtown im Sommer durchführen. Diese Dampfschiffe sind original Post- Transport- und Passagierschiffe aus den 1850er Jahren die die Greenside Bleimine belieferten, die 1962 den Betrieb einstellte. Heutzutage fahren drei Dampfer auf dem Ullswater: die „Raven“, die „Lady of the Lake“ und die „Lady Dorothy“. Im Sommer ist es sehr beliebt, die Fähre von Pooley Bridge nach Glenridding und Howtown zu nehmen und dann am Seeufers auf einem der beliebtesten und landschaftlich reizvollsten Wanderwege des Lake Districts zurückzukehren. (Wanderung von Howtown nach Pooley Bridge: 6,9 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 110 Meter)
Waterhead und Wansfell Pike
Auf eine Aussichtskanzel über dem Windermere
„Windermere aus unterschiedlichen Perspektiven“ ist das Motto dieser Wanderung. Von der Badeperspektive am Seeufer erarbeitet man sich mit zunehmender Höhe einen immer weiteren Ausblick, der neben dem Windermere auch das Loughrigg Fell und die Langdale Pikes umfasst. Abstecher zu Resten der römischen Garnison und einem Wasserfall runden die Tour ab.
(Hin und zurück: 11,3 Kilometer, 4:55 Stunden, auf und ab: 520 Meter).
Hutton-in-the-Forest Hall
Vom Wachturm zur repräsentativen Schlossanlage
Das Schloss bei Skelton in Cumbria war ursprünglich ein Pele Tower im Forest of Inglewood. Die „Pfostentürme“ waren im Mittelalter auf beiden Seiten der schottisch-englischen Grenze verbreitet. Sie erinnern an Bergfriede und dienten dem Schutz vor wechselseitigen Überfällen. Als die Grenze schließlich befriedet war, kamen andere Bauten hinzu, die eher der Repräsentation dienten als der Verteidigung. 1730 kam ein eingefriedeter Garten hinzu, der heute viele Besucher anzieht.
Askham Hall Gardens
Netter Stopp für Lunch oder Tea
Unweit der Autobahnausfahrt von Penrith liegt das Herrenhaus mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert. Haus und Garten stehen beide unter Denkmalschutz. Im Kitchen Garden Café kann man vom späten Frühstück über das Lunch bis zum Afternoon Tea alles bekommen. Anschließend kann man sich auf dem Garden and Animal Trail die Beine vertreten. Der kurze Weg führt durch den traditionellen Kräutergarten, an der Grashecke und subtropischen Pflanzen vorbei. Etwas außerhalb laufen Schafe, Ziegen, Hühner und Enten über die Wiese. Besonderer Stolz des kleinen Tierhofs sind die Schweine aus einer altenglischen Rasse.
Lowther Castle
Sinnbild für Vergänglichkeit
John Lowther, der Ende des 17. Jahrhundert Viscount of Lonsdale war, muss schwerreich gewesen sein, denn er ließ einen prunkvollen Familiensitz bauen, von dem Zeitgenossen meinten, dass es nur noch mit dem Palast des chinesischen Kaiser zu vergleichen sei. Leider neigte einer seiner Nachfahren zu kostspieligen Extravaganzen, so dass das gesamte Familienvermögen eingezogen wurde. Das Landhaus wurde 1937 geschlossen und beherbergte im Zweiten Weltkrieg ein Panzerregiment, das offenbar wenig pfleglich mit dem ehrwürdigen Anwesen umgegangen ist. Ende der 1940er Jahre war Lowther Castle so weit heruntergekommen, dass das Dach abgedeckt wurde. Heute stehen nur noch die Wände in einem gepflegten Landschaftspark. Sie sind ein beeindruckendes Sinnbild für die Vergänglichkeit von Ruhm und Reichtum.
Hawkshead
Dorfidyll im Lake District
Das Dorf zehn Kilometer westlich von Windermere gilt mit seinen Steinhäuschen am Market Square als eines der traditionellsten im Lake District. In der Main Street beherbergt ein efeuumranktes Country House die Beatrix Potter Gallery, in der Bilder der 1943 verstorbenen Kinderbuchautorin und Illustratorin ausgestellt sind. Die aus der Oberschicht stammende und von Gouvernanten erzogene Anwaltstochter hatte gegen den Willen der Eltern das Schreiben angefangen und wurde in ihrer zweiten Lebenshälfte erfolgreiche Schafzüchterin im Lake District.
Enthalten im:
National Trust Touring Pass
Zu Gast in einem B&B in Matterdale: 2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast
Der größte natürliche See Englands liegt ganz im Lake District National Park. Er ist 17 Kilometer lang und zwischen 400 und 1500 Meter breit. 18 Inseln liegen im Winderemere, die größte ist über einen Kilometer lang und wird von Ausflugsdampfern angesteuert. Malerische, teils bewaldete Hügel säumen den See, in denen man einfache Wanderungen machen kann. Im Norden erheben sich die höheren Fells, wie man die von Grasland bewachsenen Berge der Cumbrian Mountains nennt. Am Nordufer liegt auch Ambleside, ein hübsches Dorf mit 2.600 Einwohnern und Ausgangspunkt für Bergwanderungen, Mountainbiketouren und weitere Ausflüge im Lake District.
Das B&B ist das einzige Haus in Lowthwaite im ruhigen Tal von Matterdale und bietet einen Blick auf Helvellyn und Blencathra. Jim und Tine haben das alte Farmhaus vollständig renoviert, um sowohl ein Familienhaus als auch eine Unterkunft für Gäste zu schaffen, in der diese sich willkommen und zu Hause fühlen können. Jedes der vier unterschiedlich gestalteten Zimmer ist teilweise mit Möbeln eingerichtet, die in Tansania von Hand aus alten Dhows gefertigt wurden. Drei davon befinden sich im Haupthaus und teilen sich eine große, auf mehreren Ebenen angelegte Terrasse. Ein weiteres liegt auf der Südseite des Grundstücks im Garten. Morgens kann man sich beim traditionellen englischen Frühstück sowie verschiedene anderen warmen Gerichten für den Tag stärken. Der Frühstücksraum dient tagsüber auch als Aufenthaltsraum und enthält einen Kühlschrank für den allgemeinen Gebrauch, sowie Bücher, Karten und Broschüren. Die Gastgeber, die selber begeisterte Wanderer sind, stehen sie ihren Gästen bei der Planung von Wanderungen mit Rat und Tat zur Seite, geben aber auch gerne Tipps für andere Ausflüge.
Sehenswertes
Lowlands
Grüne Hügel und prachtvolle Castles
Die Lowlands liegen südlich der Highland Boundary Fault. Geografisch unterscheidet man zwischen den Central Lowlands und den Southern Uplands. Traditionell spricht man bei den Lowlands jedoch von jenem Gebiet, das nicht zu den Highlands zählt. Ausgedehnte Hügellandschaften bestimmen das Erscheinungsbild. Während sich die Highlands mit einer wilden, urwüchsigen Natur zeigen, sind die Lowlands deutlich sanfter und durch landwirtschaftliche Nutzung kultiviert. So finden sich zwischen grünen Wisen, naturbelassenen Mooren und ginsterbewachsenen Hängen immer wieder Felder und Ackerland.
Mit dem sogenannten Central Belt, der sich zwischen Edinburgh, Glasgow und Stirling erstreckt, umfassen die Lowlands auch das am dichtesten besiedelte Gebiet Schottlands. Neben den großen Städten gibt es aber auch zahlreiche kleinere Ortschaften, die mit ihrem eigenen Charme bezaubern. Dazu kommen viele imposante Schlösser sowie nahezu mystisch anmutende Klosterruinen, die von der langen Geschichte des Landes erzählen.
Dumfries and Galloway
Keltische Steinkreise und Klöster in Schottlands Südwesten
Wer von den imposanten Klippen am südlichsten Punkt Schottlands übers Meer nach Westen blickt, kann Irland, England und die Isle of Man als Silhouette gegen die untergehende Sonne ausmachen. Die Region bietet 200 Meilen Küste gespickt mit kleinen Buchten, Sandstränden und Fischerdörfern. Dumfries und Galloway wird mit seiner Vielzahl an Gärten auch die Schottische Riviera genannt. Aber auch keltische Steinkreise, Klöster und Schlösser können besichtigt werden. Kunstinteressierte sollten einen Abstecher nach Kirkcudbright machen, einer ehemaligen Künstlerkolonie mit einer großen Auswahl an Galerien, Studios und Ausstellungen.
Ullswater
Fischen und Segeln auf dem zweitgrößten See Englands
Viele betrachten Ullswater als den schönsten See Englands und vergleichen ihn mit dem Vierwaldstättersee in der Schweiz. Seine langgezogene Form ist typisch für die Seen des Lake Districts, die durch rutschende Gletscher am Ende der letzten Eiszeit entstanden. Durch das Schmelzwasser der Gletscher füllte sich die entstandene Höhlung mit Wasser. Das Dorf Glennridding liegt am südlichen Ende des Sees. Es dient als Ausgangspunkt für Wanderungen auf Englands dritthöchsten Berg, den Helvellyn, und viele andere lohnende Gipfel. Das Dorf Pooley Bridge liegt am nördlichen Ende des Sees. Seine schmale Brücke aus dem 16. Jahrhundert über den Eamont, der aus dem Ullswater fließt, wurde 2010 durch ein Hochwasser weggerissen.
Castlerigg
Steinkreis aus der Jungsteinzeit
Der Steinkreis von Castlerigg gehört zu den größten in England. Er liegt im östlichen Lake District inmitten grasbewachsener Hügel. Die 42 Steine wurden in einem 70 Meter langen Oval von einer unbekannten Kultur der Jungsteinzeit vor 5000 Jahren angeordnet. Der Zweck der Anlage ist unbekannt und gibt Archäologen und Prähistorikern bis heute Rätsel auf. Der Ort hat eine magische Ausstrahlung, vor allem wenn Nebelschwaden oder tiefe Wolken die Sonne verhüllen.
Enthalten im:
English Heritage Overseas Visitor Pass
Mirehouse & Gardens
Herrenhaus der Earls of Derby
Die Geschichte des Herrenhaus reicht ins 16. Jahrhundert zurück. Es wurde für den Earl of Derby gebaut, der für seine Besuche auf seinen Ländereien in Cumberland ein repräsentatives Anwesen benötigte. Im 18. und 19. Jahrhundert kamen ein paar Anbauten hinzu, bevor im 20. Jahrhundert der Verfall einsetzte. 1961 wurde das Haus verkauft und vom Vater des heutigen Besitzers gründlich renoviert. Alle Zimmer wurden nacheinander hergerichtet: Die Bibliothek, das Musikzimmer, das Schul- und Kinderzimmer. Heute sind alle Räume im Erdgeschoss zu besichtigen – ebenso der Garten, der einen Preis gewonnen hat als Visitor Attraction of the Year 2017.
Mit dem Steam Boat auf Ullswater
Kombinierte Schiffs- und Wandertour
Eine der größten Attraktionen von Ullswater sind die „Lake Steamer“, die Ausflugsfahrten zwischen Pooley Bridge, Glenridding und Howtown im Sommer durchführen. Diese Dampfschiffe sind original Post- Transport- und Passagierschiffe aus den 1850er Jahren die die Greenside Bleimine belieferten, die 1962 den Betrieb einstellte. Heutzutage fahren drei Dampfer auf dem Ullswater: die „Raven“, die „Lady of the Lake“ und die „Lady Dorothy“. Im Sommer ist es sehr beliebt, die Fähre von Pooley Bridge nach Glenridding und Howtown zu nehmen und dann am Seeufers auf einem der beliebtesten und landschaftlich reizvollsten Wanderwege des Lake Districts zurückzukehren. (Wanderung von Howtown nach Pooley Bridge: 6,9 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 110 Meter)
Hutton-in-the-Forest Hall
Vom Wachturm zur repräsentativen Schlossanlage
Das Schloss bei Skelton in Cumbria war ursprünglich ein Pele Tower im Forest of Inglewood. Die „Pfostentürme“ waren im Mittelalter auf beiden Seiten der schottisch-englischen Grenze verbreitet. Sie erinnern an Bergfriede und dienten dem Schutz vor wechselseitigen Überfällen. Als die Grenze schließlich befriedet war, kamen andere Bauten hinzu, die eher der Repräsentation dienten als der Verteidigung. 1730 kam ein eingefriedeter Garten hinzu, der heute viele Besucher anzieht.
Askham Hall Gardens
Netter Stopp für Lunch oder Tea
Unweit der Autobahnausfahrt von Penrith liegt das Herrenhaus mit Ursprüngen im 13. Jahrhundert. Haus und Garten stehen beide unter Denkmalschutz. Im Kitchen Garden Café kann man vom späten Frühstück über das Lunch bis zum Afternoon Tea alles bekommen. Anschließend kann man sich auf dem Garden and Animal Trail die Beine vertreten. Der kurze Weg führt durch den traditionellen Kräutergarten, an der Grashecke und subtropischen Pflanzen vorbei. Etwas außerhalb laufen Schafe, Ziegen, Hühner und Enten über die Wiese. Besonderer Stolz des kleinen Tierhofs sind die Schweine aus einer altenglischen Rasse.
Lowther Castle
Sinnbild für Vergänglichkeit
John Lowther, der Ende des 17. Jahrhundert Viscount of Lonsdale war, muss schwerreich gewesen sein, denn er ließ einen prunkvollen Familiensitz bauen, von dem Zeitgenossen meinten, dass es nur noch mit dem Palast des chinesischen Kaiser zu vergleichen sei. Leider neigte einer seiner Nachfahren zu kostspieligen Extravaganzen, so dass das gesamte Familienvermögen eingezogen wurde. Das Landhaus wurde 1937 geschlossen und beherbergte im Zweiten Weltkrieg ein Panzerregiment, das offenbar wenig pfleglich mit dem ehrwürdigen Anwesen umgegangen ist. Ende der 1940er Jahre war Lowther Castle so weit heruntergekommen, dass das Dach abgedeckt wurde. Heute stehen nur noch die Wände in einem gepflegten Landschaftspark. Sie sind ein beeindruckendes Sinnbild für die Vergänglichkeit von Ruhm und Reichtum.
Carlisle
Grenzstadt mit Militärfestung
Die Stadt kurz vor der schottischen Grenze ist aus einer römischen Grenzfestung am Hadrian's Wall hervorgegangen. 1541, als England und Schottland noch verfeindete Königreiche waren wurde nach den Plänen eines deutschen Militärplaners eine Burg gebaut, in der später Maria Stuart gefangen gehalten wurden. Das Tullie Museum ist ein preisgekröntes Heimatmuseum, das die wechselvolle Geschichte des Grenzlandes seit dem Bau des Hadrian's Wall erzählt.
Enthalten im:
English Heritage Overseas Visitor Pass (Carlisle Castle)
Gretna Green
Die Heiratsschmiede
1753 beschloss das britische Parlament, dass Minderjährige nur mit Einwilligung ihrer Eltern heiraten durften. Dieses Gesetz galt allerdings nur für England. In Schottland durften weiterhin Jungen mit 14 und Mädchen mit 12 Jahren ohne elterliche Zustimmung heiraten. In der Folge flohen zahllose Kinderpaare von England nach Schottland. In Gretna Green, dem ersten Dorf hinter der Grenze, war der Standesbeamte zugleich Schmied, weshalb die Hochzeiten in seiner Schmiede stattfanden. Über 200 Jahre lang wurden Minderjährige in der „Heiratsschmiede“ getraut. Immer wieder kam es zu dramatischen Szenen, wenn Väter ihre Kinder verfolgten und versuchten, die Hochzeiten in letzter Minute zu verhindern.
Heute ist die Schmiede ein Museum. Getraut wird aber immer noch – über 5.000 Mal im Jahr.
Borderlands
Neblige Heidelandschaft an der Grenze zu England
Küste, Hügel und Moorlandschaften prägen dieses ländliche, sanfte Schottland südlich und östlich von Edinburgh. Die vielfach noch unberührte Natur rund um den Tweed River ist durchzogen von Pfaden und Flüssen. Die meisten der Border Towns reihen sich an seinen Ufern auf wie an einer Kette. Das Grenzland zwischen England und Schottland ist unter anderem für die Ruinen seiner vier mittelalterlichen Abteien bekannt: Melrose, Kelso, Jedburgh und Dryburgh. Sir Walter Scott liebte diese Region. Der berühmteste aller schottischen Dichter besang in seinen Balladen Nebelschwaden, die Heidelandschaft, Dudelsäcke und die Highland Chieftains in Kilts und prägte damit unser heutiges Schottlandbild.
Aufenthalt
Wer eine Nacht in diesem typischen Country House verbringt, das im 19. Jahrhundert für die Herzogin von Sutherland erbaut wurde, bekommt einen Vorgeschmack auf das schottische Landleben. Die großzügigen und mit allen Annehmlichkeiten ausgestatteten Zimmer im Landhausstil blicken weit in die hügelige Landschaft der Scottish Borders. Außerdem haben die Gäste Zugang zum Drawing Room, wo man auch bei kühlerem Wetter in gemütlichen Sesseln am prasselnden Kaminfeuer seinen Tag planen oder einfach eine Tasse Tee genießen kann. Auf Wunsch gibt es Dinner auch im Haus. Angela ist gelernte Köchin und wurde für ihre einfallsreiche, gesunde Küche bereits mit dem „Healthy Living Award“ ausgezeichnet.
Sehenswertes
Schottland
Whisky, Karos und Seeungeheuer
Im Nordwesten des Great Glen die sagenumwobenen Highlands, im Südosten die geschichtsträchtigen Lowlands. Dazwischen schaurige Burgen, guter Whisky, farbenfrohe Karos und liebenswerte Seeungeheuer. Auf einer Fläche von fast 78.000 Quadratkilometern hat Schottland rund 5,4 Millionen Einwohner. Während die Lowlands, vor allem das Grenzgebiet – die sogenannten „Borders“ – seit jeher stärker unter englischem Einfluss stehen, hat sich in den wilderen Highlands das urtümlichere Schottland bewahrt. Noch heute halten die schottischen Clans hier die Erinnerung an ihre Geschichten und ihre Helden lebendig.
Die Landschaft Schottlands zeigt sich vielfältig. Schroffe Hügel und karge Hochebenen prägen das Landschaftsbild in den Northwest Highlands. Auf der Hochebene des Cairngorms Nationalparks, in den zentralen Highlands, bestimmen Seen, Hochmoore und Heidekraut die Szenerie. Einst von ausgedehnten Mischwäldern bedeckt, überwiegen in der Hügellandschaft der tieferen Lagen heute Wiesen und Felder. Die Abholzung des heimischen Waldes durch den Menschen, die während der Industrialisierung ihren traurigen Höhepunkt erreichte, hinterließ nur etwa 1% der ursprünglichen Wadfläche. Die Überreste des Caledonian Forest, wie der Naturwald Schottlands genannt wird, wurden mittlerweile unter Naturschutz gestellt.
Smailholm Tower
Ehemaliger Wachturm mit Museum
Smailholm Tower, ein sogenannter Peel Tower, befindet sich auf der Spitze des Lady Hills in der Nähe von Kelso. Ein Peel Tower ist ein Turm, der als Wach- oder Signalturm für eine kleinere, in der Regel befestigte Anlage genutzt wurde. Von diesem aus bietet sich eine weite Aussicht auf die umliegende Landschaft der Borders, die schon Sir Walter Scott immer wieder schwärmen ließ. Gebaut wurde er wahrscheinlich im frühen 16. Jahrhundert von den Pringles, Gefolgsleute des Earl of Douglas. Nachdem er im 17. Jahrhundert im Besitz der Scotts of Harden – Vorfahren von Scott – war, verfiel der Turm. Heute ist er nach umfangreichen Renovierungen ein Scheduled Ancient Monument und wird von Historic Scotland verwaltet. Er ist zugleich ein Museum, das über die Geschichte der Region und Sir Walter Scotts berichtet.
Smailholm Pottery
Keramik, Schmuck und Holzlöffel in Handarbeit
Smailholm Pottery, besser bekannt als Kinsman-Blake Ceramics & Gallery, ist ein familienbetriebenes Künstleratelier nahe Kelso in den Scottish Borders. Seit 1979 beschäftigen sich Rankin und Linda mit der Herstellung von handgefertigter Keramik, Fliesen, Gemälden, Schmuck, Holzlöffeln und Möbeln. Alle Tone, Glasuren und Farben werden vor Ort aus natürlich vorkommenden Rohstoffen formuliert und gemischt, verarbeitet und später dann gebrannt. Inzwischen sind auch die beiden Töchter von Linda und Rankin am Familienbetrieb beteiligt: Robyn ist eine zeitgenössische Juwelierin und Silberschmiedin und Lillias stellt Siebdrucke mit Poesie her.
Scott's View
Lieblingsplatz des berühmten Dichters
Der Aussichtspunkt in Bermersyde nahe Melrose liegt auf einem Hügel, von dem man einen weiten Blick auf den Fluss Tweed und die Eildon Hills genießen kann. Entstanden sind diese Hügel durch vulkanische Aktivität. Das flache Stück Land, das in einer Schleife des Flusses liegt, war einst der Standort der ersten Melrose Abbey. Benannt ist der Aussichtspunkt nach Sir Walter Scott, der oft und gerne zum Nachdenken hierher kam, dass dem Volksmund nach seine Pferde hier schon von selbst anhielten.
Floors Castle
Sitz des Duke of Roxcburghe
Das Schloss nahe der Kleinstadt Kelso wurde auf den Ländereien einer Abtei errichtet, das im Zuge der schottischen Reformation säkularisiert wurde und in den Besitz des Duke of Roxburghe gelangte. Der Manor House wurde 1721 begonnen und groß angelegt: In flankierenden Pavillons waren Stallungen und Wirtschaftsbereiche untergebracht. Heute umfasst das Anwesen, das weiterhin Sitz des Dukes of Roxburghe ist, einen Golfplatz, ein Terrassencafé und ein Hotel.
Melrose Abbey
Romantische Ruine und Königsgrab
Theodor Fontane hat sie einmal die „die schönste und fesselndste unter allen Ruinen überhaupt“ genannt. Kloster Melrose wurde um 1136 von Zisterziensermönchen in Form eines St. Johns Kreuzes gebaut. Heute stehen nur noch Ruinen, aber es sind noch Steinornamente erhalten, die Heilige, Drachen, Wasserspeier und Pflanzen darstellen. Ein Gebäude von 1590 dient als Museum. Alexander II. und andere schottische Könige sind hier beerdigt. Das Herz des Kreuzritters, Robert the Bruce, soll auch auf dem Gelände begraben sein, nachdem man es einbalsamiert und aus Jerusalem zurückgebracht hatte. 1812 wurde ein Steinsarg entdeckt, der die Gebeine des Philosophen und „Zauberers“ Michael Scotus enthalten soll. Auf einer der Treppen prangt die Inschrift: „Be halde to ye hende“ (Denk an dein Ende!), was heute das Motto der Stadt Melrose ist. Ein schöner Wanderweg führt auf die charakteristischen Aussichtshügel.
Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass
Scottish Heritage Pass
Jedburgh
Klosterruine und Festung
Jedburgh, eine Stadt in den Scottish Borders, war früher eine Royal Burgh in der traditionellen Grafschaft Roxburghshire. Zwei imposante Bauwerke dominieren das Stadtbild: die Ruine des Augustinerklosters Jedburgh Abbey und die ehemalige Festung Jedburgh Castle. Jedburgh Abbey ist eine von vier großen Klosterkirchen in den schottischen Borders, dem historisch oft umkämpften Gebiet an der Grenze zu England. König David I. von Schottland gründete hier im Jahr 1138 das Kloster, das bald zu einer Klosterkirche aufstieg. Im Jedburgh Castle befand sich seit den 1820er Jahren ein Gefängnis. Besucher können sich u. a. die Zellen ansehen und einen Eindruck davon erlangen, wie das Gefängnisleben im 19. Jahrhundert ausgesehen hat. Im Haus des Kerkermeisters ist heute das Stadtmuseum von Jedburgh untergebracht, das die Geschichte der Burg zeigt.
Abbotsford House
Romantisches Landschloss von Sir Walter Scot
Das prachtvolle Landschloss wurde für den schottischen Nationaldichter, Sir Walter Scot, im romantischen-historisierenden Stil gebaut, nachdem dieser im Jahr 1811 den ehemaligen Bauernhof mit einem Areal von 400 Hektar gekauft hatte. Er richtete eine Bibliothek ein und sammelte zeitlebens Antiquitäten und Waffen, Relikte und Kuriositäten, die besonders mit der schottischen Geschichte verbunden waren. Theodor Fontane, eigentlich ein Verehrer von Scot, notierte über seinen Besuch auf Abbotsford 1858, dass „die Wiederbelebung des Vergangenen, das Ausschmücken einer modernen Schöpfung mit den reichen poetischen Details des Mittelalters auf einem Gebiete bezaubern und hinreißen und auf dem andern zu einer bloßen Schnurre und Absonderlichkeit werden kann“, wenn der Geistesblitz fehle, die widerstrebenden Element zu etwas Einheitlichem zusammenzuschmelzen. Heute werden Haus und Park vom Abbotsford Trust verwaltet und können besucht werden.
Lammermuir Hills
Tragische Liebesgeschichte im „Lämmermoor“
Die heidebewachsenen Hügel des „Lämmermoors“ sind Schauplatz von „the Bride of Lammermoor“, einem historischen Roman von Sir Walter Scott. Die junge Lucie Ashton liebt Edgar Ravenswood, der allerdings ein Feind der Familie ist. Wie bei Romeo und Julia endet auch diese Liebe tragisch. Obwohl die Lammermuir Hills nicht besonders hoch sind, nämlich niedriger als 600 Meter, gibt es ein paar steile Abschnitte. Wanderwege gibt es keine, die offene Landschaft eignet sich jedoch zum Querfeldein-Wandern.
Traquair
Königliches Jadgschloss mit eigener Brauerei
Das königliche Jagdschloss aus dem 12. Jahrhundert, von dem gelegentlich behauptet wird, es handele sich um das älteste bewohnte Anwesen in ganz Schottland, liegt auf einem etwa 1.600 Hektar großen Gut, das sich bis zum River Tweed erstreckt. Zahlreiche Ausstellungsstücke sowie ein Archiv mit Schriftstücken, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen, dokumentieren das Leben vorangegangener Generationen und erhalten die Historie dieses besonderen Ortes lebendig. Wer möchte, kann sich auch der Herausforderung des Heckenlabyrinths stellen. Eine weitere Besonderheit ist die hauseigene Brauerei aus dem 18. Jahrhundert, die seit Mitte der 1960er Jahre wieder in Betrieb genommen wurde. Zwischen 11 und 17 Uhr ist das Haus für Besucher zugänglich.
Vogelklippen bei St. Abb's Head
Seevögelkolonien und Meeresrauschen
Wahrzeichen der Küste von Berwickshire ist St Abb's Head, berühmt für seine Seevogelkolonie. Bis zu 60.000 Möwen nisten in den 100 Meter hohen Klippen. Auch Sturmvögel und Papageitaucher werden am Nunnery Point gesichtet. Oberhalb der Klippen führt ein herrlicher Weg mit Fernblick über die Nordsee. (2 Stunden, 6 Kilometer, auf und ab: 90 Meter)
Preston Mill
Wassermühle aus dem Märchenbuch
Die alte Wassermühle von Preston geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das heutige, märchenhaft anmutende Gebäude wurde im 17. Jahrhunderts zur Versorgung eines nahegelegenen herrschaftlichen Anwesen erbaut. Die wuchtige Balkenkonstruktion und das Mauerwerk aus Bruchsteinen sind noch original. Bis 1959 wurde die Mühle betrieben, dann ging sie in die Hände des National Trust for Scotland statt. Die Anlage wurde restauriert und ist heute Besuchern zugänglich. Führungen sind im Eintrittspreis enthalten.
Enthalten im:
Scottish Heritage Pass
Grey Mare's Tail Nature Reserve
Wanderungen rund um einen Wasserfall
Das knapp tausend Hektar große Naturreservat ist nach einem der schönsten Wasserfälle Schottlands benannt, der durch eine dramatische Felslandschaft vom Loch Skeen 60 Meter in die Tiefe stürzt. Ein Rundweg zu den schönsten Aussichtspunkten dauert etwa zehn Minuten. Wer mehr Zeit hat, kann bachaufwärts bis zum Loch Skeen wandern.
Lindisfarne
Vogelparadies auf Gezeiteninsel
Die Gezeiteninsel an der Nordostküste von Northumberland ist ein einzigartiges Vogelparadies. Über 300 Arten sind auf der Insel und im Gezeitenbereich registriert. Erreichbar ist die Insel auf dem Landweg nur bei Ebbe. Sie wird auch Holy Island genannt, weil irische Mönche im 7. Jahrhundert dort ein Kloster gründeten. Im Jahr 793 wurde Lindisfarne von Wikingern überfallen, was gemeinhin als Beginn der Wikingerzeit gilt. Die Ruine, die heute noch auf der Insel zu sehen ist, stammt allerdings aus dem 16. Jahrhundert. Der wuchtige Bau diente dem Schutz vor den Schotten.
Enthalten im:
English Heritage Overseas Visitor Pass (Lindisfarne Priory)
National Trust Touring Pass (Lindisfarne Castle)
Craigmillar Castle
Zufluchtsort von Maria Stuart
Die Ursprünge des Schlosses stammen aus dem späten 14. Jahrhundert. Den Kern der Anlage bildet ein einfacher Wohnturm, der im Laufe der Zeit durch weitere Gebäude ergänzt wurde. So wuchs Craigmillar Castle zu einem Komplex von Strukturen und Räumen heran, wobei jeder Besitzer seine eigenen Vorstellungen verwirklichte. Der Wohnturm ist bis zu seinen Zinnen 17 Meter hoch und hat fast drei Meter dicke Mauern. Er beherbergt ein Labyrinth von Räumen, darunter eine schöne große Halle im ersten Stock. Die um 1400 errichtete Hofmauer ist gut erhalten und weist Schießscharten in Form von umgekehrten Schlüssellöchern auf. Innerhalb der Mauer befinden sich eine Familienkapelle und andere Gebäude. Im Queen Mary's Room im ersten Stock des Turmhauses soll Maria, Königin der Schotten, im Jahr 1566 geschlafen haben, bevor sie gefangengenommen wurde. Auch die Gärten und die Parkanlage lohnen einen Besuch: Auf dem Gelände stehen einige alte Bäume; eine alte Platane ist um einen Trockenmauerdamm herum gewachsen.
Hareshaw Linn
Malerischer Kurzwanderweg zum Wasserfall
Einer der schönsten Kurzwanderwege in Northumberland führt zum Wasserfall Hareshaw. Der Weg mit der Nummer 11 beginnt in Bellingham, das im 19. Jahrhundert ein Zentrum der Kohle- und Stahlindiustrie war. Heute ist davon nichts mehr zu spüren. Bald nachdem man die Stadt um die mittelalterliche Kirche in nördlicher Richtung verlassen hat, wandert man durch Wälder immer am Fluss entlang. Vorsicht: Am Wasserfall kann es glitschig sein. Über 300 verschiedene Moosarten wachsen dort.
Edinburgh
Mietwagenabgabe
Vermieter: Keddy by Europcar
Abgabestation: Edinburgh Flughafen (Desk at Airport)
Vauxhall Astra o.ä.
Eigenschaften: 4 Türen, Klimaanlage
Geeignet für: 4 Erwachsene, 2 große Koffer
Zusätzliche Kosten vor Ort:
- Ggf. Einwegmiete
Edinburgh
Schottlands stolze Hauptstadt im Schatten der Burg
Die Hauptstadt Schottlands gehört zu den schönsten Städten der Welt. Von der majestätischen Burg aus hat man den besten Blick über die Stadt, die im Schatten der Festung heranwuchs und nach blutigen Machtkämpfen und katastrophalen Niederlagen gegen England mit einer Stadtmauer (Flodden) geschützt wurde. Noch heute befindet sich hier die Altstadt, die mit ihren verwinkelten Gassen, mittelalterlichen Häuserzeilen und Hinterhöfen ein wahres Labyrinth darstellt. Im 18. Jahrhundert wurde die Neustadt um die Princess Street angelegt – ein Meisterwerk des Städtebaus. Hier befinden sich zahlreiche Galerien und Museen, die der Kulturhauptstadt Schottlands den Namen „Athen des Nordens“ eingebracht haben. Die politische Geschichte der Stadt ist wechselhaft und von der Rivalität mit England geprägt. Heute befindet sich hier wieder das schottische Parlament.
Aufenthalt
Etwas außerhalb der Innenstadt gelegen, nördlich des Calton Hills, bietet dieses Haus seinen Gästen vier stilvoll eingerichtete Zimmer in einem historischen Gebäude. Nach vielen Jahren im Ausland ist Gastgeberin Hilary in ihre Heimatstadt Edinburgh zurückgekehrt und hat das bereits bestehende B&B übernommen. Das Frühstück wird im gemütlichen Frühstücksraum mit hohen Decken und Stuck serviert, der auch als Aufenthaltsraum genutzt wird. Die Princess Street ist ca. 20 Minuten entfernt, das Edinburgh Castle erreicht man zu Fuß in ca. 30 Minuten.
Sehenswertes
Schottland
Whisky, Karos und Seeungeheuer
Im Nordwesten des Great Glen die sagenumwobenen Highlands, im Südosten die geschichtsträchtigen Lowlands. Dazwischen schaurige Burgen, guter Whisky, farbenfrohe Karos und liebenswerte Seeungeheuer. Auf einer Fläche von fast 78.000 Quadratkilometern hat Schottland rund 5,4 Millionen Einwohner. Während die Lowlands, vor allem das Grenzgebiet – die sogenannten „Borders“ – seit jeher stärker unter englischem Einfluss stehen, hat sich in den wilderen Highlands das urtümlichere Schottland bewahrt. Noch heute halten die schottischen Clans hier die Erinnerung an ihre Geschichten und ihre Helden lebendig.
Die Landschaft Schottlands zeigt sich vielfältig. Schroffe Hügel und karge Hochebenen prägen das Landschaftsbild in den Northwest Highlands. Auf der Hochebene des Cairngorms Nationalparks, in den zentralen Highlands, bestimmen Seen, Hochmoore und Heidekraut die Szenerie. Einst von ausgedehnten Mischwäldern bedeckt, überwiegen in der Hügellandschaft der tieferen Lagen heute Wiesen und Felder. Die Abholzung des heimischen Waldes durch den Menschen, die während der Industrialisierung ihren traurigen Höhepunkt erreichte, hinterließ nur etwa 1% der ursprünglichen Wadfläche. Die Überreste des Caledonian Forest, wie der Naturwald Schottlands genannt wird, wurden mittlerweile unter Naturschutz gestellt.
Lowlands
Grüne Hügel und prachtvolle Castles
Die Lowlands liegen südlich der Highland Boundary Fault. Geografisch unterscheidet man zwischen den Central Lowlands und den Southern Uplands. Traditionell spricht man bei den Lowlands jedoch von jenem Gebiet, das nicht zu den Highlands zählt. Ausgedehnte Hügellandschaften bestimmen das Erscheinungsbild. Während sich die Highlands mit einer wilden, urwüchsigen Natur zeigen, sind die Lowlands deutlich sanfter und durch landwirtschaftliche Nutzung kultiviert. So finden sich zwischen grünen Wisen, naturbelassenen Mooren und ginsterbewachsenen Hängen immer wieder Felder und Ackerland.
Mit dem sogenannten Central Belt, der sich zwischen Edinburgh, Glasgow und Stirling erstreckt, umfassen die Lowlands auch das am dichtesten besiedelte Gebiet Schottlands. Neben den großen Städten gibt es aber auch zahlreiche kleinere Ortschaften, die mit ihrem eigenen Charme bezaubern. Dazu kommen viele imposante Schlösser sowie nahezu mystisch anmutende Klosterruinen, die von der langen Geschichte des Landes erzählen.
Fife
Pittoreske Schlösser in anmutiger Landschaft
Die Halbinsel zwischen Edinburgh und Perth zeichnet sich durch ihr anmutiges Landschaftsbild, pittoreske Schlösser und historische Dörfer aus. Besonders schön ist Culross, ein Bilderbuchstädtchen aus der Zeit zwischen 1600 und 1800. Aus St. Monans, einem früheren Fischerdorf mit gotischer Kirche hat sich ein Künstlerdorf entwickelt. Bemerkenswert ist auch Loch Leven. Auf einer Seeinsel steht das Loch Leven Castle, in dem Maria Stuart ein Jahr lang gefangen gehalten wurde. Die dramatischen Umstände ihrer nächtlichen Flucht schildert Sir Walter Scott in seinem romantischen Roman „Der Abt“. Seit 2008 gibt es den Loch Leven Heritage Trail, einen Wanderweg um den See und durch das Naturschutzgebiet.
Royal Mile of Edinburgh
Herz der Altstadt zwischen High Street und Castlehill
Zwischen dem Canongate, der High Street und dem Castlehill liegt das Herz der Altstadt, die Royal Mile. Sie hat mit 1,8 Kilometern tatsächlich die Länge einer (schottischen) Meile. Hier stehen die Highland Tolbooth Church, die heute eine Mehrzweckhalle ist, die St. Giles Cathedral, das People’s Story Museum, das Museum of Edinburgh und das John Knox-Haus sowie das schottische Parlament. Quer zur Royal Mile verlaufen im Fischgrätenmuster kleine, steile Gassen, die closes, courts oder auch wynds genannt werden. In der Altstadt befinden sich außerdem mehrere große Marktplätze.
Edinburgh Castle
Festung auf dem erloschenen Vulkan
Hoch über Edinburgh thront die Festung auf dem Castle Rock, einem erloschenen Vulkan. Wahrscheinlich stand an derselben Stelle schon im 7. Jahrhundert eine Burg. 1093 wird die schottische Königsburg zum ersten mal erwähnt – im Zusammenhang mit einer der vielen Belagerungen und Zerstörungen durch die Engländer. Die berühmteste Schlossbewohnerin war Maria Stuart, ehe sie gefangen und enthauptet wurde. Von der Esplanade, dem Vorplatz der Burg, hat man den besten Blick über die Dächer der Altstadt.
Enthalten im:
Historic Scotland Explorer Pass
Scottish Heritage Pass
Royal Botanic Garden Edinburgh
Abwechslungsreiche Flora
Der Garten liegt in einer über 70 Hektar großen, wunderschönen Landschaft nur eine Meile nördlich des Stadtzentrums und bietet einen herrlichen Panoramablick auf die Skyline der Stadt mit dem Edinburgh Castle. The Botanics, wie der Garten von den Einheimischen genannt wird, ist zu jeder Jahreszeit ein lohnenswertes Ziel. Zu den Höhepunkten des Gartens gehören der Felsengarten, die Alpenhäuser, der Waldgarten, der Teich, das Arboretum oder die Baumsammlung, die chinesische Hügellandschaft, die Rhododendronsammlung und die Sammlung einheimischer schottischer Pflanzen im Heath Garden.
Dean Village
Romantisches Mühlendorf bei Edinburgh
Das kleine Dorf in einer tief eingeschnittenen Schlucht war die Kornkammer von Edinburgh. Nicht weniger als elf Getreidemühlen waren zu den besten Zeiten im 19. Jahrhundert in Betrieb. Die nötige Antriebsenergie lieferte der Fluss Water of Leith, der hier ein großes Gefälle hatte. Im Jahr 1833 baute man eine spektakuläre Brücke über das Tal, dann aber begann der Niedergang. Elektrische und dampfbetriebene Mühlen lösten die Wassermühlen ab. In Dean zogen Armut und Arbeitslosigkeit ein. In den 1970ger Jahren entdeckten Städter aus Edinburgh den billigen Wohnraum in der beschaulichen Umgebung. Heute ist Dean ein angesagter Vorort der schottischen Hauptstadt.
Craigmillar Castle
Zufluchtsort von Maria Stuart
Die Ursprünge des Schlosses stammen aus dem späten 14. Jahrhundert. Den Kern der Anlage bildet ein einfacher Wohnturm, der im Laufe der Zeit durch weitere Gebäude ergänzt wurde. So wuchs Craigmillar Castle zu einem Komplex von Strukturen und Räumen heran, wobei jeder Besitzer seine eigenen Vorstellungen verwirklichte. Der Wohnturm ist bis zu seinen Zinnen 17 Meter hoch und hat fast drei Meter dicke Mauern. Er beherbergt ein Labyrinth von Räumen, darunter eine schöne große Halle im ersten Stock. Die um 1400 errichtete Hofmauer ist gut erhalten und weist Schießscharten in Form von umgekehrten Schlüssellöchern auf. Innerhalb der Mauer befinden sich eine Familienkapelle und andere Gebäude. Im Queen Mary's Room im ersten Stock des Turmhauses soll Maria, Königin der Schotten, im Jahr 1566 geschlafen haben, bevor sie gefangengenommen wurde. Auch die Gärten und die Parkanlage lohnen einen Besuch: Auf dem Gelände stehen einige alte Bäume; eine alte Platane ist um einen Trockenmauerdamm herum gewachsen.
Water of Leith Walkway
Beschauliche Uferpromenade durch Edinburgh
Das Flüsschen Water of Leith fließt durch ein Tal quer durch Edinburgh und mündet nordöstlich bei Leith in die Nordsee. An seinem Ufer ist ein Wanderweg eingerichtet, der an der Schule von Balerno beginnt und teilweise über stillgelegte Gleise führt. Obwohl man mitten durch die City wandert, muss man kaum über Teer gehen und kommt trotzdem an bedeutenden Sehenswürdigkeiten, etwa der Scottish National Gallery of Modern Art oder der Dean Gallery, vorbei. Der Weg endet an der Mündung des Fluses in Leith, (nur hin: 20 Kilometer, 5 Stunden, auf: 60 Meter, ab: 210 Meter)
Forth Road Bridge
2,5 Kilometer lange Hängebrücke
Die Autobahnbrücke über den Firth of Forth wurde als Hängebrücke zwischen 1958 und 1964 erbaut und war damals die größte ihrer Art in Europa. Sie ist gut 2,5 Kilometer lang und besteht aus insgesamt fast 47.000 Tonnen Stahl. Die Drahtseile sind zusammen fast 50.000 Kilometer lang. Seit April 2001 steht die Forth Road Bridge unter Denkmalschutz. Eine neue Brücke ist allerdings in Planung. Die bisherige Brücke soll für Busse, Taxis und Radfahrer befahrbar bleiben. Parallel verläuft die Forth Rail Bridge, eine Stahlbrücke von 1890, die Alfred Hitchcock mit einer Gruselszene in seinem Spionage Thriller, Die neunundreißig Stufen, weltbekannt gemacht hat.
Hopetoun House
Georgianisches Landschloss und Filmkulisse
Das Schloss in den schottischen Lowlands wurde Anfang des 17. Jahrhunderts für den Earl of Hopetoun gebaut. Bis heute wird das georgianische Landhaus von seinen Nachfahren bewohnt. In der ersten Bauphase entstand der Zentralbau mit repräsentativem Treppenhaus und zahlreichen Deckenmalereien, in der zweiten Bauphase die heutige Fassade, die Kolonnaden die Pavillons im Süden und Norden. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Innere des Schlosses umgestaltet. Als innenarchitektonisches Meisterwerk entstand damals der State Dining Room. Das heutige Oberhaupt des Hope-Clans, der vierte Marquess of Linithgow, hat sein Domizil für Besucher geöffnet. Teile der Serie „Outlander“ wurden vor Ort gedreht.
Leistungsübersicht
Unsere Reiseempfehlung beinhaltet folgende Leistungen. Flüge können, falls gewünscht, passend dazu gebucht werden.
1. Tag |
Manchester
Mietwagenannahme
(9 Tage)
|
1.–3. Tag |
Chester
Zu Gast in einem B&B in Guilden Sutton
(2 Nächte)
2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast
|
3.–5. Tag |
Lake District
Zu Gast in einem Hotel in Keswick
(2 Nächte)
2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Ohne Verpflegung
|
5.–7. Tag |
Von Keswick nach Roxburghshire
Zu Gast in einem B&B in Matterdale
(2 Nächte)
2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast
|
7.–9. Tag |
Borderlands
Zu Gast in einem Dower House in den Scottish Borders
(2 Nächte)
2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast
|
9. Tag |
Edinburgh
Mietwagenabgabe
|
9.–11. Tag |
Edinburgh
Zu Gast in einem B&B nahe des Calton Hill
(2 Nächte)
2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast
|
zzgl. Flug
Info zum Preis
Dieser Preis wurde beispielhaft für eine Reise im Mai berechnet. Je nach Reisezeit sowie in Abhängigkeit zum Buchungszeitpunkt verändert sich der Preis. Wir achten bei Auswahl der Zimmer auf eine komfortable Zimmergröße sowie angenehme Lage und guten Ausblick.

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