04.08.2015

USA Reise von Monika und Jan

Die Quartiere hatten alle einen besonderen Charme und wären in einem „normalen“ Reisebüro vermutlich nicht angeboten worden.

Familienurlaub Hawaii, 3 Wochen Sommer 2015

Wir waren in diesem Sommer für gut 3 Wochen auf Hawaii. Wir, das sind unsere beiden Kinder, 12 und 16 Jahre mit ihren Eltern. Es war die zweite Familien-Fernreise nach einem Urlaub mit Wohnmobil durch den Südwesten der USA (2011). Gemeinsame Vorfreude, Planung im Familienkreis und mit Umfulana (Frau Metternich, besten Dank) sowie die Reise selbst mit spontanen Überlegungen, was man tatsächlich vor Ort unternimmt, war für alle eine tolle Sache.

Anreise mit der DB nach Frankfurt, Vorabend-Check-In, Übernachtung am Flughafen (Meininger, gute Empfehlung von Frau Metternich), stressfreier Abflug am nächsten Morgen, waren eine gute Idee.
Der Flug ist lang, die Zeitverschiebung maximal (12 h), aber es lohnt sich.

Wir waren 3 Nächte auf Oahu im Beachfront Cottage bei Haleiwa an der North Shore, einem "Ferienhaus" direkt am Strand, perfekt zum Ankommen und Erholen nach dem Flug. Abgesehen davon, dass man sich um sein Frühstück selbst kümmern musste (aber auch da hatten wir einen guten Tipp von Frau Metternich), war es für uns das ideale Quartier. Das Polynesian Cultural Center, quasi ein "Freilichtmuseum" über die Südseeinseln und Hawaii mit Show am Abend war Ziel für einen Tagesausflug, der sich aus unserer Sicht sehr gelohnt hat (es stand allerdings nicht in unserem Reiseführer).

Dann ging es weiter nach Maui, 5 Nächte zur Residenz eines Plantagenbesitzers in Lahaina, tolle Lage, schöner Pool, etwas bescheidenes Frühstück (zumindest im Vergleich zur Ankündigung). Für uns war es die richtige Beratung, wir wussten vorher schon, dass alle Ausflüge auf Maui durch die Lage etwas länger dauerten. Die längste Fahrt war die von Lahaina über die Road to Hana bis zum Oheo Gulch. Wir waren unserem Reiseführer sehr dankbar, der uns den Weg zu einem versteckten Wasserfall nah bei der Straße mit Pool gewiesen hat (Haipua’ena Falls).
Erwähnens- und lohnenswert war die Besichtigung einer Ananas-Plantage (Maui Gold) und eine Fahrt vorbei an den Tedeschi Vineyards. Von Maui aus haben wir einen Ausflug nach Molokai unternommen (mit Muleride nach und Besichtigung von Kalaupapa), wir hatten Glück, dass zwei Plätze frei geworden sind, aufgrund des Mindestalters von 16 Jahren für uns gerade passend, ansonsten sollte man einmal googeln und ggf. bereits im Vorfeld buchen.

Die nächste Insel, die wir besucht haben, war Kauai, dort hatten wir zwei Quartiere für je 3 Nächte, in Wainiha, noch „hinter“ Hanalei (Haus über der Wainiha Bucht), und bei Koloa (in einem Gästehaus bei Lawai), in beiden B+B fühlten wir uns sehr wohl, Blick und Pool im zweiten Quartier waren wunderbar. Neben Fahrten über die Insel und kleineren Wanderungen an der Napali-Küste und im Waimea Canyon haben wir uns größere Ausflüge gegönnt, die man unbedingt empfehlen kann: Kajak-Tour auf dem Wailua River, Sunset-Dinner-Cruise (Lucky Lady, Kauai-Sea-Tours) entlang der Napali-Küste und Helikopterflug (Jack Harter, ohne Türen, Tipp und Buchung mit Hilfe von Kirby, unserer Gastgeberin in Wainiha) und – ebenfalls ein sehr guter Tipp von Kirby - die Führung durch die Princeville Botanical Gardens mit „cholcolate tasting“. Erwähnenswert ist sicher auch unser Abendessen im Tahiti Nui in Hanalei, wo wir abgesehen von angenehmer Atmosphäre und gutem Essen auch noch in den Genuss von Livemusik kamen.

Als letzte Insel haben wir Big Island besucht, dort haben wir für drei Nächte in einer Lodge im Regenwald gewohnt, einem sehr schönen Quartier, das auch als Ausgangspunkt für ausführliche Besichtigungen von Vulkan und Lava ideal war.
Dann sind wir in eine Residenz auf einer Plantage bei Kailua-Kona umgezogen, eigentlich wollten wir in der Nähe von Kona 4 Nächte verbringen, um noch etwas mehr von der Insel zu sehen, aber vor allem auch, um etwas Strandurlaub und Erholung am Ende unseres Urlaubs zu haben. Es war auf seine Weise ein Quartier mit besonderer Atmosphäre, wunderschönem Garten und einfacheren, aber tauglichen Zimmern. Dennoch waren wir etwas enttäuscht, weil es zwar einen wunderbaren Blick auf die Küste bot, aber die nächste Bademöglichkeit mehrere Kilometer Autofahrt entfernt lag. Hier hatten wir wohl unsere Vorstellungen nicht optimal kommuniziert.
Besondere Ausflüge auf Big Island waren neben den Trails im Hawai’i Vocanoes Nationalpark (informative Broschüren zu den Trails – auch in Deutsch – gibt es im Visitor Center) ein weiterer Helikopterflug (Paradise Helicopters, wieder ohne Türen, wieder sehr lohnend) und ein Ritt durchs Waipio Valley (waipioonhorseback.com). Wir hätten gern den Summit des Mauna Kea zum Sonnenuntergang und anschließender Sternenbeobachtung besucht, aber die Tour, die wir uns ausgesucht hatten, war weit im Voraus ausgebucht und kam aufgrund des Mindestalters leider für unseren Astronomie-begeisterten Sohn nicht in Frage, so dass wir darauf verzichtet haben. Aber allein die Fahrt zur Maunakea Visitior Information Station (ohne ersichtlichen Grund geschlossen) am Abend bot schon tolle Ausblicke auf Berg. Landschaft und Sonnenuntergang oberhalb der Wolken.

Zusammenfassend fühlten wir uns von Frau Metternich (Umfulana) sehr gut beraten, wir haben mit ihr lang bei Umfulana in Kürten zusammengesessen. Die Feinabstimmung lief dann per E-Mail. Die Quartiere hatten alle einen besonderen Charme und wären in einem „normalen“ Reisebüro vermutlich nicht angeboten worden.

P.S.: Der Hinflug mit der Lufthansa war sehr komfortabel, die Rückflüge (United) deutlich weniger.



Nach Oben