S. Teichmann und H.-J. Wernsdorf | Großbritannien
August 2007
Liebes Umfulana Team,
Nun sind wir schon wieder 2 Wochen in Deutschland und der Alltag hat uns wieder.
Wir haben wunderschöne Tage in Schottland erlebt und die Eindrücke müssen erst mal verarbeitet werden, ebenso das Foto- und Filmmaterial.
Wir waren sehr beeindruckt von der Herzlichkeit unserer Gastgeber und der Schönheit des Landes. Eine gute Planung der Routen und der Unterkünfte taten ein Übriges für einen tollen, erlebnisreichen Urlaub.
In einem alten Farmhaus in Argyll wurde uns ein sehr herzlicher Empfang mit Tee und Gebäck bereitet. Obwohl wir nicht vorbestellt hatten, gab es am Abend ein wundervolles Dinner. Als wir uns in unser Zimmer zurückzogen, brannten die Lampen, die Vorhänge waren schon zugezogen und Wärmflaschen lagen im Bett.
Liebevoll kümmerte sich der Hausherr um unsere nassen Sachen.
Einen besseren Beginn der Reise hätten wir nicht haben können.
Das kleine Hotel auf der Insel Skye ist stilvoll mit antiken Möbeln eingerichtet.
Auch hier wurden wir freundlich empfangen.
Von dort haben wir bei schönem Wetter eine wunderbare Rundreise über die Insel gemacht, das Skye Museum, das Dunvegan Castle und den Kilt Rock besichtigt. Alles sehr empfehlenswert.
Das B&B in Ullapool war nur eine Zwischenstation auf dem Weg durch die nördlichen Highlands. Aber auch dort wurden wir herzlich empfangen. Ein Höhepunkt war eine Gruppe von Dudelsackspielern, die abends spielend durch die kleine Hafenstadt zogen. Hier haben wir uns entschlossen abweichend von der Reiseroute (Küste) quer durch die nördlichen Highlands zu fahren. Die Schönheit der Landschaft hat uns für die endlosen Single Track Roads mehr als entschädigt. Es war eine wunderbare Fahrt.
Bei einem unserer Stopps auf der Fahrt nach Thrumster sind wir mit den Füssen in ein Schlammloch geraten und waren bis zu den Knien voller Schlamm.
Als wir dies unserer Gastgeberin im Country House in Caithness erzählten, war sie sofort bereit, Hosen und Strümpfe zu waschen. Selbst die Schuhe wurden gereinigt und wir haben alles sauber und trocken am Morgen unserer Abreise wiederbekommen.
Hier haben wir die beste Gastfreundschaft unserer Reise genossen, mit Dinner by Candlelight mit der Familie, Whisky am Kamin und sehr netten Gesprächen mit unserer Gastgeberin und ihren Töchtern. Wir fühlten uns, als würden wir zur Familie dazugehören.
Es war einfach fantastisch!
Die Fahrt nach Milton Brodie führte uns an der Küste entlang. Nach der Besichtigung des Dunrobin Castles begegneten wir noch einer Oldtimer Ralley, ein absoluter Höhepunkt.
Die Anreise zum Brough House gestaltete sich auf Grund schlechter Wegbeschreibung sehr problematisch.
Niemand kannte die Gastgeber oder das Haus. Wir haben einen Polizisten, eine Mitarbeiterin einer Tankstelle, eine Taxifahrerin und private Personen gefragt.
Jeder hat uns in eine andere Richtung geschickt.
Das Haus selbst war mit der rückwärtigen Ansicht in unserer Wegbeschreibung abgebildet. Wir sind etwa eineinhalb Stunden umhergefahren, haben wertvolle Zeit verloren und Benzin vergeudet.
Aber auch hier wurden wir freundlich mit Tee und Gebäck empfangen.
Die ansonsten schöne Lage des Anwesens wurde leider beeinträchtigt durch startende und landende Düsenjäger der Royal Airforce (ca. 1,5 Meilen entfernt) und dem entsprechenden Gestank nach Cherosin im Garten.
Von hier aus haben wir das Schlachtfeld von Culloden und eine Ansammlung von prähistorischen Steinkreisen besichtigt.
Die wohl schönste Unterkunft war das Jagdschloss in Dinnet, welches wir nach einer Fahrt über den Whisky Trail erreichten. Hier wurde uns ein sehr warmherziger Empfang durch die Gastgeberin zuteil. Wir hatten ein wunderschönes großes Zimmer mit Blick auf eine wunderbare Heidelandschaft. Wir haben uns in diesem Castle sehr wohl gefühlt. Auf unsere Nachfrage durften wir sogar mit dem Gastgeber den Turm besteigen.
Die Aussicht war atemberaubend schön.
Auf der Fahrt nach Edinburgh besuchten wir den Scone Palace bei Perth.
Die Anfahrt zum Arisaig House gestaltete sich recht schwierig, da zahlreiche Baustellen und Kreisverkehre uns verwirrten.
Als wir die Unterkunft erreichten, wurden wir zwar freundlich empfangen,
aber gleich mit diversen Verboten zugetextet.
Einen Hausschlüssel haben wir auch nur auf Nachfrage erhalten. Das Zimmer war klein und mit einer Alarmanlage ausgestattet, die auch nachts die ganze Zeit blinkte.
Wir haben auch keinen Weg in den Garten gefunden, der angeblich auch den Gästen zur Verfügung stehen sollte. Fragen mochten wir nicht.
Wir fühlten uns ohnehin ständig vom Hausherren beobachtet. Bei mehreren Gästen ist auch das Parken ein Problem. Der Hausherr belehrte uns, wie das Auto zu stehen hätte. Das Frühstück war gut, nur wer Porridge wollte, hatte am aufgebauten Buffet mit den Cerialien nichts zu suchen. Das wurde auch ganz schnell wieder abgeräumt.
Am Ankunftstag gab auch keinen Tee, wie sonst üblich. Uns wurde ein Busfahrplan in die Hand gedrückt, aber die preiswerteste Linie ins Stadtzentrum „vergaß“ man uns zu sagen. Ein Fotoalbum mit Speisekarte und mit Sehenswürdigkeiten sowie Veranstaltungen fanden wir in einem Schubfach der Kommode erst am letzten Tag, zusammen mit einer alten Herrenunterhose.
Auf dieses Buch wurden wir nicht hingewiesen. Fazit: dieses Haus ließ uns die gewohnte Gastfreundschaft der Schotten sehr vermissen.
Die Gastgeber waren zwar freundlich, aber es entstand der Eindruck, dass dies nur aufgesetzte Freundlichkeit war.
Wir waren froh, dass wir abreisen konnten. Ein Tag in Edinburgh hätte gereicht, zumal wir auch keine Karten mehr für das Tatoo bekommen konnten.
Vorschlag: Umfulana könnte seine Urlauber fragen, ob sie eine Vorbestellung für die Veranstaltung wünschen, wenn die Reise in die Zeit des Festivals fällt.
Unsere letzte Station war das Landhaus bei Glasgow. Hier wurden wir wieder sehr herzlich von der Hausherrin empfangen. Bei einem Glas Bier kamen wir ins Gespräch. Nach einem kurzen Ausflug in die Umgebung saßen wir abends noch mit ihr und ihrem Gatten bei einem Whisky zusammen. Das Zimmer war ein Traum.
Wir haben es sehr bedauert, dass wir am nächsten Morgen schon wieder abreisen mussten, aber unser Urlaub war zu Ende. Gerne wären wir hier noch einen Tag geblieben.
Caroline bereitete uns liebevoll das Frühstück schon zu sieben Uhr morgens zu.
Sie hat uns auch noch einen Plan mit der günstigsten Straßenverbindung zum
Flughafen Glasgow mitgegeben, damit wir auch ja das Flugzeug nicht verpassen.
Der Bericht ist nun doch sehr lang geworden, aber es war ja auch eine lange Reise. Wir hatten wunderschöne Erlebnisse, großartige Eindrücke, kurz gesagt, es war ein perfekter Urlaub, der uns die persönlichen Nicklichkeiten (z.B. zu schmale Betten mit nur einer Decke, schlechtes Wetter,…) schnell vergessen lässt.
Unser Dank an Frau Janisch und ihr Team.
Wir werden Umfulana weiter empfehlen.
Herzliche Grüße
S. Teichmann und H.-J. Wernsdorf