Cobh: Letzte Station der irischen Auswanderer
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Cobh

Hafen für zahllose Auswanderer: Cobh

Hafen für zahllose Auswanderer: Cobh

Letzte Station der irischen Auswanderer

Südöstlich von Cork, der drittgrößten Stadt Irlands, liegt die Great Island, die inzwischen durch Brücken mit dem Festland verbunden ist. An ihrer Südseite liegt die kleine Hafenstadt Cobh, von der während der großen Hungersnot (1845–51) rund zwei Millionen Iren nach Amerika aufgebrochen sind. Dominiert wird die Stadt von der Kathedrale St. Colman’s Church mit ihrem über 90 Meter hohen Turm. Im alten Bahnhof ist ein Heritage Centre eingerichtet worden, das über die Hungerzeit, die Auswanderung und die Titanic informiert, die in Cobh das letzte Mal vor ihrem Untergang angelegt hat.

Nähere Informationen:
www.visitcobh.com



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Sehenswürdigkeiten Cobh

Blarney Castle

Geheimnisvoller Stein in Burgruine

Ursprünglich stand eine Holzburg nahe dem Dorf Blarney. Sie wurde 1210 durch einen Steinbau ersetzt, was sie allerdings auch nicht vor Zerstörung bewahrte. Im Jahr 1446 wurde die dritte Burg von Dermot McCarthy, dem König von Munster, erbaut, von der heute noch der Bergfried vorhanden ist. An der Außenseite des oberen Wehrgangs ruht der Stone of Eloquence. Angeblich ist er die andere Hälfte des Stone of Scone, den Kreuzritter aus dem Heiligen Land mitbrachten und auf dem die schottischen Könige fortan gekrönt wurden. Der Legende nach erlangt derjenige, der den Blarney-Stein küsst, die Gabe einer blumigen, leichten Sprache. Zurück geht die Legende auf den einstigen Schlossherrn MacCarthy, der es wohl verstand, mit vielen Worten auf charmante Weise nichts zu sagen. „Blarney“ ist im Irischen daher gleichbedeutend mit hohlen Floskeln oder unüberlegtem Blabla.

Zur Website:
www.blarneycastle.ie

Charles Fort

Festung mit irisch-britischer Geschichte

Die sternförmige Festung am südlichen Ende von Summer Cove liegt direkt an der Kinsale Bucht und somit in strategisch guter Lage, um den Hafen zu schützen. Bevor das Fort zwischen 1678 und 1681 gebaut wurde, stand hier die Festung Ringcurran Castle. Ende des 17. Jahrhunderts wurde Charles Fort von den Engländern besetzt und mehrere Jahrhunderte lang als Basis für britische Truppen genutzt. Im Jahr 1922 wurde es während des Irischen Bürgerkriegs von Rebellen beschlagnahmt und teilweise niedergebrannt. Heute stehen die Reste unter Denkmalschutz. Ein Museum informiert über die unerfreuliche Geschichte irisch-britischer Nachbarschaft. Der Aussichtspunkt ist ein Mekka für Fotografen. Im nahe gelegenen Kinsale gibt es Fischrestaurants und Kunstgalerien.

Cobh Heritage Centre

Emigration, Titanic und andere historische Ereignisse

Im restaurierten viktorianischen Bahnhof von Cobh befindet sich das Cobh Heritage Centre, eine umfassende Ausstellung über historische Ereignisse. Der beschwerliche Weg der über drei Millionen Iren, die in den 1600er Jahren von diesem Hafen aus nach Virginia, den Carolinas und Kanada ausgewandert sind, wird anhand der Schicksale einzelner Familien ebenso authentisch dargestellt wie die Tragödien der Titanic und der Lusitania anhand von Anschauungsmaterial mehrerer Zeitzeugen. Auch die Seefahrts-, Marine- und Militärgeschichte der Region wird umfassend behandelt.

Kathedrale von Cobh

Ausdruck irischen Nationalgefühls

Die neugotische Bischofskirche von Cobh liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe. Sie wurde im 19. Jahrhundert errichtet, da die alten Kathedralen der anglikanischen Staatskirche zugefallen waren und die Katholiken keine Gotteshäuser in ausreichender Größe hatten. Heute ist sie die zweitgrößte Kirche Irlands und gilt als Ausdruck des damals wiedererstarkten irischen Nationalismus. 1916 wurde im Glockenturm ein Glockenspiel mit 42 Bronzeglocken installiert, die zusammen über 25 Tonnen wiegen. Die Tonlagen reichen über vier Oktaven. Die größte davon, zugleich die größte Glocke in ganz Irland, wiegt 3,6 Tonnen und ist nach dem heiligen Colman benannt.

Kinsale

Gourmethaupstadt an der Südküste

Einst war der Hafen an der Südküste Schauplatz blutiger Schlachten zwischen Irland und England, wovon noch das wuchtige Desmond Castle zeugt. Heute landen im Hafen nur noch Makrelenfänger und Yachten, weshalb Kinsale vor allem Touristen und Gourmets anzieht. In den Straßen um die Main Street, die sich ein wenig vom Charme des 18. Jahrhunderts bewahren konnten, gibt es heute Galerien, gute Restaurants und Winebars. Den schönsten Blick hat man vom Compass Hill südwestlich des Stadtkerns.

St. Mary's Shandon

Wahrzeichen von Cork

Die Dominikanerkirche am Nordufer des Lee hat einen prächtigen Eingang mit Ionischen Säulen und eine flämische Elfenbein-Madonna auf dem Altar. Die Kirche steht dort, wo früher der Buttermarkt stattfand und heute ein Künstlerviertel ist. Bemerkenswert ist der Kirchturm mit einer drei Meter langen Wetterfahne in Form eines Lachses. Damit haben die Mönche einst ihren Anspruch auf die Angelrechte im Fluss bekräftigt. Das Glockenspiel im Turm ist bekannt geworden durch die Ballade „The Bells of Shandon“. Wer hinaufsteigt, darf es selbst bedienen und hat zudem eine schöne Aussicht über die Stadt.

Titanic Experience Cobh

Vom Schicksal der irischen Passagiere

Die Hafenstadt Cobh an der Südküste des County Cork war der letzte Hafen, den die Titanic auf ihrer verhängnisvollen Jungfernfahrt anlief. Dort nahm sie Post und die letzten 123 Passagiere auf. Sie hatte nun knapp 2.200 Personen an Bord. In den ehemaligen Büroräumen der White Star Line informiert die Ausstellung „Titanic Experience“ anhand von Touch Screens, Filmausschnitten und holografischen Projektionen über das Schicksal der in Queenstown zugestiegenen Passagiere – von ihrer Aufregung vor und während der Reise bis hin zu ihrem Verbleib nach dem Untergang.

Zur Website:
www.titanicexperiencecobh.ie

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