Cobh

Hafen für zahllose Auswanderer: Cobh

Hafen für zahllose Auswanderer: Cobh

Letzte Station der irischen Auswanderer

Südöstlich von Cork, der drittgrößten Stadt Irlands, liegt die Great Island, die inzwischen durch Brücken mit dem Festland verbunden ist. An ihrer Südseite liegt die kleine Hafenstadt Cobh, von der früher zahllose Iren nach Amerika aufgebrochen sind. Im alten Bahnhof ist ein Heritage Centre eingerichtet worden, das über die Hungerzeit, die Auswanderung und die Titanic informiert, die in Cobh das letze Mal vor ihrem Untergang angelegt hat.

Nähere Informationen:
www.visitcobh.com



Sehenswürdigkeiten Cobh


Blarney Castle

Geheimnisvoller Stein in Burgruine

Ursprünglich stand eine Holzburg nahe dem dem Dorf Blarney. Sie wurde 1210 durch einen Steinbau ersetzt, was sie allerdings auch nicht vor Zerstörung bewahrte. Der König von Munster eroberte die Burg  und machte sie später zu seinem Familiensitz. Heute steht nur noch der Bergfried. An der Außenseite des oberen Wehrgangs ruht der Stone of Eloquence. Angeblich ist er die andere Hälfte des Stone of Scone, den Kreuzritter aus dem Heiligen Land mitbrachten und auf dem die schottischen Könige fortan gekrönt wurden. Der Legende nach erlangt derjenige, der den Blarney-Stein küsst, die Gabe des freien Sprechens. „Blarney“ ist im Irischen daher gleichbedeutend mit hohlen Floskeln oder unüberlegtem Blabla.

Zur Website:
www.blarneycastle.ie


Charles Fort

Festung mit irisch-britischer Geschichte

Die sternförmige Festung am südlichen Ende von Summer Cove liegt direkt am Wasser der Kinsale Bucht. Gegenüber liegt das James Fort. Bevor das Fort in den 1670ger Jahren gebaut wurde, stand hier die Festung Ringcurran Castle, das Kinsale 1601 vor den Engländern schützen sollte. Ende 17. Jahrhunderts wurde Charles schließlich von den Engländern besetzt und mehrere Jahrhunderte lang als Kaserne benutzt. Nach dem Anglo-Irischen Vertrag wurde das Fort aufgegeben und 1922 während des Irischen Bürgerkriegs niedergebrannt. Heute stehen die Reste unter Denkmalschutz. Ein Museum informiert über die unerfreuliche Geschichte irisch-britischer Nachbarschaft. Der Aussichtspunkt ist ein Mekka für Fotografen. Im nahegelegenen Kinsale gibt es Fischrestaurants und Kunstgalerien.


Kathedrale von Cobh

Ausdruck irischen Nationalgefühls

Die neugotische Bischofskirche von Cobh liegt weithin sichtbar auf einer Anhöhe. Sie  wurde im 19. Jahrhundert errichtet, da die alten Kathedralen der anglikanischen Staatskirche zugefallen waren und die Katholiken keine Gotteshäuser in ausreichende Größe hatten. Heute ist sie die zweitgrößte Kirche Irlands und gilt als Ausdruck des damals wiederstarkten irischen Nationalismus. 1916 wurde im Glockenturm ein Glockenspiel mit 49 Bronze-Glocken installiert, die zusammen über 25 Tonnen wiegen. Die Tonlagen reichen über vier Oktaven. Die größte davon, zugleich die größte Glocke in ganz Irland, wiegt 3,6 Tonnen und ist nach dem heiligen Colman benannt.


Kinsale

Gourmethaupstadt an der Südküste

Einst war der Hafen an der Südküste Schauplatz blutiger Schlachten zwischen Irland und England, wovon noch das wuchtige Desmond Castle zeugt. Heute landen im Hafen nur noch Makrelenfänger und Yachten, weshalb Kinsale vor allem Touristen und Gourmets anzieht. In den Straßen um die Main Street, die sich ein wenig vom Charme des 18. Jahrhunderts bewahren konnten, gibt es heute Galerien, gute Restaurants und Winebars. Den schönsten Blick hat man vom Compass Hill südwestlich des Stadtkerns.


St. Mary's Shandon

Wahrzeichen von Cork

Die Dominikanerkirche hat einen prächtigen Eingang zwischen Ionischen Säulen und eine flämische Elfenbein-Madonna auf dem Altar. Sie steht am Nordufer des Lee, wo früher der Buttermarkt stattfand und heute ein Künstlerviertel ist. Bemerkenswert ist der Kirchturm mit einer drei Meter langen Wetterfahne in Form eines Lachses. Damit haben die Mönche einst ihren Anspruch auf die Angelrechte im Fluss bekräftigt. Das Glockenspiel im Turm ist bekannt geworden durch die Ballade „Bells of Shandon“. Wer hinaufsteigt, darf es selbst bedienen und hat zudem eine schöne Aussicht über die Stadt.


Titanic Experience Cobh

Vom Schicksal der irischen Passagiere

Die Hafenstadt Cobh an der Südküste des County Cork war der letzte Hafen, den die Titanic auf ihrer verhängnisvollen Jungfernfahrt anlief. Dort nahm sie Post und die letzten 123 Passagiere auf. Sie hatte nun knapp 2.200 Seelen an Bord. In den ehemaligen Büroräumen der White Star Line informiert die Ausstellung „Titanic Experience“ anhand von Touch Screens, Filmausschnitten und holografischen Projektionen über das Schicksal der in Queenstown zugestiegenen Passagiere – von ihrer Aufregung vor und während der Reise bis hin zu ihrem Verbleib nach dem Untergang – aufgearbeitet.

Nähere Informationen:
www.titanicexperiencecobh.ie




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