Basilikata

Basilikata: lukanische Dolomiten

Basilikata: lukanische Dolomiten

Armes, wildes, trockenes Land

Arm und wild: auf diese Eigenschaften kann man die Region zwischen Apulien, dem Golf von Tarent und dem Tyrhennischen Meer bringen. Sie ist touristisch so gut wie unerschlossen und gehört zu den am dünnsten besiedelten Regionen Europas. Das liegt auch an der Trockenheit. Während in den Bergen hinter der Westküste noch über 2.000 Millimeter Regen im Jahr fällt, herrschen um Matera im Osten wüstenhafte Bedingungen. Wer nicht abgeschreckt ist von der Kargheit des Landes, kann viele spannende Entdeckungen machen.



Sehenswürdigkeiten Basilikata


Castelmezzano

Bergdorf, in dem die Zeit stehen geblieben ist.

Am Westrand des Parco Gallipolli Cognato liegt Castelmezzano, ein Bergdorf, das sich an einen imposanten Felsen schmiegt und wo die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus gründeten griechische Kolonisten die Stadt Maudoron. Als die Sarazenen die Küstenstadt 1.500 Jahre später überfielen und plünderten, ließen sich die vertriebenen Einwohner am Fels nieder und gründeten um 1.000 nach Christus das heutige Castelmezzano.


Matera

Uralte Höhlenstadt in der Basilikata

Seit 1993 ist die Hauptstadt der östlichen Basilikata Weltkulturerbe. Dazu verholfen haben ihr die Sassi, eigentümliche Höhlenbehausungen, die tief in den Kalktuff eingeschnitten sind. Jahrhundertelang lebten hier Bauern mit ihrem Vieh zusammen, bis dies in den 1950iger Jahren des 20. Jahrhunderts zur nationalen Schande erklärt wurde und die Bewohner in die umliegenden Plattensilos umgesiedelt wurden. In den 1970iger Jahren wurden die bereits verfallenden Höhlen restauriert und zur Touristenattraktion. Matera ist auch ein Schauplatz in Carlos Levis Roman „Christus kam nur bis Eboli“. Dort wird das Fest der Madonna della Bruna am 2. Juli geschildert, das auch heute noch vom Morgengrauen bis in die tiefste Nacht dauert. Unbedingt sollte man sich auch einige der Höhlenkirchen anschauen, die seit dem 8. Jahrhundert gebaut und gegraben wurden.


Monte Pollino

Uhus, Geier und Wölfe

Der Nationalpark Pollino ist mit knapp 2.000 Quadratkilometern der größte Italiens und einer der größten in Europa. Er umfasst die südlichsten Ausläufer der Apennin-Bergkette, das Pollino- und das Orsomarso-Massiv. Im Osten reicht er vom Tyrrhenischen Meer bis zum Ionischen Meer im Westen. Zwischen den Bergrücken haben Wildwasser grandiose Schluchten geschaffen. In den Buchenwäldern sind Geier, Uhus und Wölfe heimisch. Höchster Berg ist der Monte Pollino mit 2.248 Metern. Wanderwege führen zum Gipfel mit wunderbarer Aussicht über die weite Bergwildnis.




Reisebeispiele Basilikata

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