Horst Kolvenbach | Namibia
Mai 2007
Hallo Frau Tiemann,
hier kommt – wenn auch mit etwas Verspätung – unser Bericht über die Namibia-Reise. Um es gleich vorweg zu nehmen: wir haben seit langem nicht so einen schönen Urlaub verlebt. Und das ist ja zu einem wesentlichen Teil auch Ihr Verdienst; denn die Vorbereitung der Reise war wirklich sehr gut. Wir könnten fast zu Umfulana-Fans werden, wenn es nicht auch etwas zu meckern gäbe. Die Entfernungsangaben in der Reisebeschreibung wichen in mehreren Fällen deutlich von den tatsächlichen Entfernungen ab, und es gab manchmal auch Verwechslungen zwischen links und rechts. Nun gut!
Hier einige Kurzkommentare zu den Unterkünften:
- Villa in Windhoek: schöne Anlage mit bemühtem Service; eine Renovierung täte aber gut (abgegriffene Möbel mit Macken, Löcher in den Wänden des Restaurants...)
- Lodge in der Kalahari: wirklich schön als erster Zwischenstop in Richtung Süden; sehr freundliches Personal, gutes Essen...)
- Fish River Canyon: trotz der relativ großen Anlage sehr ruhig; insgesamt sehr angenehm mit toller Lage
- Aus: guter Standard
- Wolvedans: absoluter Höhepunkt der gesamten Reise! Lage und Natur, Ausstattung, Betreuung,... Wir wollten gar nicht mehr weg!
- Lodge am Sossusvlei: auch sehr schön mit äußerst freundlichen und bemühten Besitzern. Originell gestaltete Cottages; die Warmwasserversorgung müßte allerdings verbessert werden: kaltes Wasser bei Morgentemperaturen von ca. 5 Grad ist nicht besonders toll.
- BB in Swakopmund: sehr deutsch (sehr sauber, alles funktioniert), prima Frühstück; die Gehzeit zum Stadtzentrum aus dem Prospekt kann allerdings nur von geübten 3000 m-Läufern erreicht werden.
- Gästefarm: sehr überraschend, ein Schlößchen mitten in der Buschlandschaft zu finden; insgesamt sehr schöne Anlage zum Entspannen; der familiäre Kontakt mit den deutschstämmigen Eigentümern gibt tiefe Eindrücke über die Verhältnisse in Namibia; viel Stoff zum Lernen und Verstehen!
- Twyfelfontein Lodge: eindeutig zu groß und zu unruhig (mehrere Busladungen gleichzeitig); aber Sie hatten ja eigentlich auch eine andere Unterkunft vorgesehen, die leider belegt war.
- Lodge am Etosha: sehr schöne Lage, sehr schöne Cottages; die Besitzer trotz der angekündigten familiären Atmosphäre etwas cool; Preis-Leistungs-Verhältnis beim Essen nicht angemessen.
- Lodge im Osten Etoshas: ein weiterer Höhepunkt; sehr großzügige Anlage mit wunderschönem Restaurantgebäude, perfektem Service und richtig tollem Essen; prima Weinkarte!
- Africat Projekt: der krönende Abschluss! Die schönsten Cottages der ganzen Reise, schönes Restaurant, netter Service, gutes Essen, tolle Game-Drives; auch hier könnte man gern noch mehr Zeit verbringen.
Ein Tip zum Abschluß: Besuch des Restaurants NICE in Windhoek. Das ist ein Ausbildungsprojekt für Mitarbeiter in der Gastronomie, das von den Betreibern der Wolwedans-Lodge gemanagt wird. Das beste, was wir gastronomisch in Namibia gesehen haben; und das zu absolut irdischen Preisen!
Das alles hört sich fast so an, als wenn Unterkünfte und Essen im Vordergrund der Reise gestanden hätten. Keineswegs: das Land ist wirklich eine Reise wert, und wer vier Wochen Zeit hat, wird sicher keine Langeweile erleben. Landschaften und Tierwelt sind einfach überwältigend.