Costa Verde

Grüne Küste, weiße Strände: Costa Verde

Grüne Küste, weiße Strände: Costa Verde

Grüne, ursprüngliche Küste Nordspaniens

„Grüne Küste“ nennt man den Küstenabschnitt Nordspaniens zwischen Galicien und Kantabrien entlang des Golfs von Biskaya. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vegetation oft bis ans Meer heran. Obwohl die Costa Verde zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es keinen Massentourismus wie am Mittelmeer. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Überlieferungen der ursprünglichen keltischen Bevölkerung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volksmusik, die an bretonische, ja sogar irische Folklore erinnert. Zu den wichtigsten kulinarischen Spezialitäten zählen die Fabada, ein Bohneneintopf und der Apfelwein Sidra.



Sehenswürdigkeiten Costa Verde


Cabo Vidio

Leuchtturm mit toller Aussicht

Das Kap zwischen Luarca und Cudillero eröffnet einen sensationellen Weitblick: Im Osten sieht man bis zum 20 Kilometer entfernten Cabo de Peñas, im Westen bis zum  Kap Estaca de Bares, das 60 Kilometer entfernt ist und schon in Galicien liegt. Dazwischen ziehen Riffe und gezackte Steilküsten weit in Meer hinaus. Am Rande des Hochplateaus steht ein Leuchtturm, dessen Leuchtfeuer eine Reichweite von 35 Seemeilen hat. Ein Kilometer südlich vom Turm führt ein Fußpfad von der Straße hinab zum Badestrand Playa Peña Doria.


Cangas de Onís

Romanische Baudenkmäler und ein bunter Markt

Die Kleinstadt mit 6.000 Einwohnern im Tal von Sella und Güeña war bis 774 Sitz der Herrscher über das Königreich Asturien. Von der früheren Bedeutung zeugen die romanische Brücke und die Iglesia de la Santa Cruz de Cangas de Onís. Die Kapelle von 737 steht auf einer prähistorischen Megalithanlage. Sonntags hat man die Gelegenheit, über den bunten Markt zu bummeln. Ein schönes Erlebnis für alle Sinne.


Cudillero

Fischerdorf an der Costa Verde mit Wikingertradition

Der stimmungsvolle Fischerort liegt in einem schluchtartigen Taleinschnitt hinter der Costa Verde. Die Häuser mit bunten Traufen und Fenstern klammern sich an den Hang. In Cudillero ist noch ein eigenständiger Dialekt lebendig, das Pixueto. Einer örtlichen Legende zufolge wurde die Stadt von den Wikingern gegründet. Tatsächlich hat man Reste von keltischen Wallburgen gefunden. Eine Panoramaroute verbindet verschiedene Aussichtspunkte, unter anderem die Leuchttürme, La Garita, La Atalaya oder El Pico. Die beiden wichtigsten Bauten sind die gotische Pfarrkirche aus dem 16. Jahrhundert, in der man barocke Schnitzwerke bewundern kann und die Humilladero-Kapelle, das älteste Gebäude im Ort. In den Fischertavernen an einem gepflasterten Platz am Meer gibt es frisches Sea Food.
 


Oviedo

Christliche Bastion gegen die Mauren

Oviedo war im Mittelalter die Hauptstadt des selbständigen Königreichs Asturien, dem letzten Bollwerk der Christentums gegen den Ansturm der Mauren. Der historische Teil der Altstadt auf einen Hügel ist von einer Ringstraße umgeben. Den Mittelpunkt bildet die Kathedrale San Salvador von Oviedo, deren Bau im 14. Jahrhundert begann und sich bis ins 16. Jahrhundert hinzog. Der Turm der Kirche ist  82 Meter hoch und dominiert die Plaza de la Catedral. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kathedrale zählen der große Hauptaltar sowie Krypta mit den Gräbern asturischer Könige. Durch die Kathedrale führt der Weg zum Kreuzgang und der Cámara Santa (Heilige Kammer). Sie beherbergt Reliquien und sakrale Schätze, deren ältesten Teile aus dem 11. Jahrhundert stammen.


Santa María del Naranco

Präromanischer Königsbau

Das präromanische Bauwerk am Fuß des Monte Naranco wurde schon Mitte des neunten Jahrhunderts als Teil eines Palastes erbaut. Später wurde es dann als Kirche genutzt. Das Gebäude ist ein rechtwinkliger Bau aus Quader und Bruchsteinen. Es ist mit einem Satteldach gedeckt und in zwei Stockwerke gegliedert, die in einen Mittelraum und zwei, im Osten und Westen anschließende Seitenräume unterteilt sind. Das Untergeschoss, auch als Krypta bezeichnet, besitzt im Mittelraum ein von Gurtbögen gestütztes, tief ansetzendes Tonnengewölbe. Gemeinsam mit der Nachbarkirche San Miguel de Lillo gehört sie heute zum Welterbe der UNESCO.




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