Outback

Fernab der Zivilisation: Outback

Fernab der Zivilisation: Outback

Fernab der Zivilisation im Inneren Australiens

Als Outback ("Hintendraußen") werden die Gebiete im Inneren Australiens bezeichnet, die fernab der Zivilisation liegen. Es umfasst beinahe drei Viertel der Fläche Australiens und erstreckt sich hauptsächlich über das Northern Territory und Western Australia sowie Teile von Queensland, New South Wales und South Australia. Das Outback umfasst verschiedene Landschaftsformationen und Klimazonen. Im Westen liegt das extrem trockene Outback, wo manchmal jahrelang kein Regen fällt und im Sommer Temperaturen über 50 °C herrschen. Diese Gebiete sind völlig unzugänglich. Das Outback von Queensland hingegen besteht zum Teil aus unberührtem tropischen Regenwald. Touristisch gut erschlossen sind die Regenwälder des Top End, der Kakadu-Nationalpark und die Wüsten des Red Centre mit dem Uluru–Kata-Tjuta-Nationalpark, in dessen Zentrum sich der berühmte Monolith Uluru, auch Ayers Rock genannt, befindet.



Sehenswürdigkeiten Outback


Mount Conner

Kleiner Bruder von Uluru

Der markante Tafelberg, der seine Umgebung um 300 Meter überragt ist schon von weitem sichtbar. Er ist über  2800 Meter lang und 1300 Meter breit. Den Vorbeireisenden gibt er einen Vorgeschmack auf den 100 Kilometer westlich liegenden Uluru. Sein Alter wird auf 700 Millionen Jahre geschätzt. Seine Nordflanke setzt sich scharfkantig vom umgebenden Outbackland ab, während seine Südseite durch viele Verwitterungsrinnen zerfurcht ist. Geologisch gibt es keine direkte Verbindung zur Sandsteinformation des nahegelegenen Ayers-Rock-Gebietes. Er wird jedoch oft mit dem Uluṟu verwechselt, da er vom Lasseter Highway aus sichtbar ist.


Witjira Nationalpark

Heiße Quellen im Land der Aborigines

Der knapp 8.000 Quadratkilometer große Nationalpark im Westen der Simpsonwüste bietet einige biologische und geologische Sehenswürdigkeiten. In Dalhousie Mound Springs gibt es 70 Thermalquellen, die endemische Fische und andere seltene Lebewesen beheimaten. Im Park leben die Aboriginesvölker der Lower Southern Arrernte, die Wangkangurru und Arabunnal. Sie haben sich in der Irrwanyere Aboriginal Corporation organisiert und bewirtschaften den Park. Die Einnahmen aus dem Tourismus ermöglichen es ihnen, bestimmte Elemente ihres traditionellen Lebens beizubehalten.


Kings Canyon

Australiens Grand Canyon

Der kleine „Grand Canyon“ Australiens ist eine ein Kilometer lange imposante Schlucht  mit über hundert Meter hohen Felswänden, die in allen Gelb-, Grau- und Rottönen schillern. Er ist die Hauptattraktion des Watarrka-Nationalparks 250 Kilometer südwestlich von Alice Springs. Auf dem Boden des Canyons wachsen mächtige Fluss-Eukalypten im Trockental. Besonders eindrucksvoll ist ein Rundflug über den Canyon, der sich auch mit Flügen zum Ayers Rock verbinden lässt. Einen halben Tag sollte man mindestens für die Besichtigung einplanen. Morgens und abends gibt es im Canyon die besten Möglichkeiten zur Tierbeobachtung. Eine vierstündige Wanderung um den Kings Canyon führt zum Garden Eden, der seinen Namen den grünen Pflanzen im Schatten der Felswände verdankt.


Ayers Rock

Zweitgrößter Monolith der Erde

Uluru, oder auch Ayers Rock, gehört zu den berühmtesten Attraktionen Australiens. Der zweitgrößte Monolith der Erde, der 348 Meter aus der sandigen Ebene herausragt, ist die Spitze eines unterirdischen Sockels. Für die Aborigines ist Uluru ein heiliger Ort. In den Höhlen und Schluchten findet man noch zahlreiche Felsmalereien. Heute gehört das Gebiet um den Ayers Rock wieder den Aborigines. Allerdings haben diese das Land zur touristischen Nutzung an den National Park und Wildlife Service verpachtet. Seither wird es von Vertretern des Parks und den Ureinwohnern gemeinsam verwaltet. Möchte man mehr über die Schöpfungsgeschichte der Aborigines lernen empfiehlt sich eine geführte Umwanderung (9,5 km) des Uluru. Das Besteigen des heiligen Felsen ist für die Ureinwohner Tabu. Wer also den Aborigines Respekt erweisen möchte, sieht vom Aufstieg ab.


Kata Tjuta

Wandern am heiligen Ort der Anangu

Die Kata Tjuta sind vor 550 Millionen Jahren gleichzeitig mit dem Uluru entstanden. Sie sind Teil einer unterirdischen Gesteinsschicht und bestehen aus 36 Kuppeln, die mindestens ebenso spektakulär wie der Ayers Rock sind. Die Kata Tjuta befinden sich im Besitz der Anangu. Da laut deren Mythologie die Kata Tjuta mit der Traumzeit verbunden sind, nutzen die Anangu sie als Ort für Rituale. Ein Wanderweg im Valley of the Winds ist öffentlich zugänglich, man geht je nach Wandertempo drei bis fünf Stunden. Auf dem Wanderweg gibt es zwei Aussichtspunkte und nur an einer Stelle Trinkwasser, daher wird das Mitnehmen von ausreichend Trinkwasser empfohlen.


Coober Pedy

Welthauptstadt des Opal-Abbaus

Die Ortschaft mit etwa 1.700 Einwohnern nennt sich selbst „Opal-Hauptstadt der Welt“. Etwa drei Viertel aller weißen Opale weltweit werden in der näheren Umgebung gefunden. Heute ist es verboten, innerhalb der Stadtgrenzen nach den Edelsteinen zu schürfen. Im südlichen Teil des australischen Outback gelegen, ist es Hunderte von Kilometern von der nächsten Ansiedlung entfernt. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogenannten dugouts, leben. Ursprünglich noch von Hand in die tonige Erde gegraben oder auch in den Fels gesprengt, werden diese Wohnhöhlen inzwischen von sogenannten tunneling machines binnen kürzester Zeit aus der Erde gefräst oder auch räumlich erweitert. Vor dem örtlichen Kinosaal warnt eine Aufschrift aus der Pionierzeit: „Das Mitbringen von Dynamitstangen in den Vorführraum ist strengstens untersagt!“

www.cooberpedy.net




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