Ódáðahraun

Schwarze Lavawüste: Ódáðahraun mit Vulkan Herðubreið

Schwarze Lavawüste: Ódáðahraun mit Vulkan Herðubreið

Die Lavawüste der Geächteten

Die „Wüste der Missetäter“ ist ein Lavafeld, das bis zum Horizont reicht. Mit einer Fläche von 5.000 Quadratkilometern ist es doppelt so groß wie das Saarland. Wegen der Trockenheit ist es fast vegetationslos. Nur an den wenigen Flüssen, die vom größten Gletscher Europas, dem Vatnajöküll, herabströmen, ist es grün. Ansonsten dominieren gelb, braun und schwarz – je nach Alter und Konsistenz der Lava, die sich seit über 10.000 Jahren immer wieder ergießt. In diese furchterregende Einöde flüchteten sich in vergangenen Jahrhunderten die Missetäter. Statt sie – wie in anderen Kulturen – mit dem Tod zu bestrafen wurden sie auf Island geächtet und konnten als Vogelfreie von jedem getötet werden. Die Gisli Saga, die in den 1980er Jahren verfilmt wurde, erzählt davon.



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Sehenswürdigkeiten Ódáðahraun

Dettifoss

Europas mächtigster Wasserfall

Der „stürzende Wasserfall“ ist der größte im Nordosten Islands und sicher einer der eindrucksvollsten Europas. Was seine Leistung angeht (Produkt aus Volumen und Fallhöhe) ist er sogar größer als der Rheinfall. Der Fluss Jökulsá á Fjöllum stürzt zunächst über den Selfoss und einen Kilometer weiter unten über den Dettifoss, wo sich die grau-braunen Wassermassen über eine Breite von hundert Metern ergießen und 45 Meter in die Tiefe stürzen. Wer möchte, kann vom Parkplatz aus auch noch in 20 bis 30 Minuten zum Selfoss laufen. Dieser ist zwar nur ca. zehn Meter hoch, man kommt aber näher ans Wasser als beim Dettifoss und hat die Form eines Hufeisens.

Hljóðaklettar

Die flüsternden Felsen

Die skurrilen Felsen von Hljóðaklettar liegen im Norden Islands, am Westufer der Jökulsácanyon. Die besondere Landschaft entstand vor rund 8.000 Jahren, als der unter dem Flussbett liegende Vulkan ausbrach und glühendes Gestein an die Oberfläche spuckte. Das Gemisch aus Wasser, Gas und Feuer sorgte zunächst für gewaltige Explosionen. Als das Magma schließlich anfing zu erstarren, bildeten sich Tuffstein und jene Basaltformationen, die die Gegend heute prägen. Im Laufe der Jahrtausende wurde der Tuffstein durch den Lauf des Wassers abgetragen, sodass die Basaltsäulen freigelegt wurden. In ihren unterschiedlichen Formern erinnern sie an Tiere, Gebäude und Fabelwesen. Einige Felsen sind auch geformt wie eine Hörmuschel, sodass sie die Geräusche ihrer Umgebung widerhallen lassen. Dieses spezielle Merkmal hat ihnen auch ihren Namen eingebracht, der übersetzte „Echofelsen“ bedeutet. Ein Fußweg führt von einem kleinen Wanderparkplatz zum Ufer des Jökulsá á Fjöllum Fluss, entlang der Lavaformationen und wieder zurück. Wer möchte, kann die Wanderung mit einem Besuch des Rauðhólar verbinden; insgesamt dauert der Rundweg dann ca. zwei Stunden.

Rauðhólar

Zwischen mächtigen Vulkanschloten

Rauðhólar besteht aus einer Reihe von Kratern im Nationalpark Jökulsárgljúfur. Die 6.000 Jahre alte Bergkette leuchtet in prächtigen Farbtönen. Rotgefärbte Vulkanschlacke kontrastiert mit blauem Rhyolith. Der faszinierende Wanderweg windet sich vom Parkplatz Vesturdalur hinauf und führt zwischen gewaltigen Vulkanschloten entlang. (hin und zurück: 1:30 Stunden, 5 Kilometer, auf und ab: 130 Meter). Wer möchte, kann die Wanderung mit einem Besuch des Hljóðaklettar verbinden; insgesamt dauert der Rundweg dann ca. zwei Stunden.



Weitere Sehenswürdigkeiten Ódáðahraun

Mývatn

Geothermalgebiete und Krater am Mückensee

Der „Mückensee“ hat seinen Namen von den großen Schwärmen Zuckmücken, die im Sommer in schwarzen Säulenformationen tanzen. Doch sollte man sich nicht abschrecken lassen. Sie (...)

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