Von Barcelona nach Santiago: Reisen auf dem Jakobsweg - Spanien
Ziel des Jakobswegs: Santiago di Compostela

Reisen auf dem Jakobsweg

Von Barcelona nach Santiago

Die Reise vom Nordosten in den Nordwesten Spaniens führt an Orte von aufregender Schönheit, grandioser Weite und majestätischer Stille – und in einige der interessantesten Städte Spaniens. Dabei folgt sie dem Jahrhunderte alten Pilgerweg nach Santiago de Compstela.

Diese Reise wird nach Ihren Wünschen individuell angepasst.

Barcelona

Barcelona

16 km | 19 Minuten
A

Barcelona

Kataloniens glänzende Hauptstadt

Die Haupt­stadt Katalo­niens liegt am Mittelmeer, 120 Kilometer südlich der franzö­si­schen Grenze, und ist nach Madrid mit 1,6 Millionen Einwoh­nern die zweitgrößte Stadt Spaniens.

Seit den olym­pi­schen Spielen 1992 findet man im Zentrum avant­gardis­ti­sche Bauten und schi­ckes Design. Mit Madrid, der Haupt­stadt Kastiliens, verbindet die Metro­pole eine innige Feindschaft. Sie entbrennt in aller Leiden­schaft, wenn der FC Barcelona gegen Real Madrid spielt. Die ursprüng­lich karthagi­sche Gründung erhielt unter den Römern eine impo­sante Stadt­mauer, deren Reste heute noch zu sehen sind. Im Barri Gòtic, dem goti­schen Viertel und histo­ri­schen Stadt­kern sind La Catedral, die Kathedrale der heiligen Eulàlia, der Königs­platz (Plaça del Rei) und das Rathaus (Ajun­ta­ment) sehens­wert. Auf den Ramblas, der Flaniermeile der Stadt, spielt sich das urbane Leben ab.

Zu Gast in einem Hotel im Gotischen Viertel

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das histo­ri­sche Gebäude erfreut sich der besten Lage in Barcelona: im Goti­schen Viertel, in der Nähe der Ramblas und des Hafens.

Die Panora­ma­sicht vom Hotel reicht vom Berg Montjuic über das Kolumbusdenkmal bis zum Port Olimpic. Während die neoklas­sizis­ti­sche Fassade aus dem Jahr 1850 stammt, entspre­chen die Innenräume nach der völligen Renovie­rung den Stan­dards eines modernen Luxus­ho­tels. Gäste können sich bei einem Drink auf der Terrasse entspannen oder ein kurzes Bad im kleinen Dachpool genießen. Neben den Ramblas und dem goti­schen Viertel sind viele der wich­tigsten Attrak­tionen Barcelonas in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, darunter La Catedral, Bade­strände, der alte Hafen mit Fisch­re­stau­rants, das Museu Picasso, das histo­ri­sche Museum der Stadt Barcelona und das Museu Marítim.

Ausflug (OPTIONAL)

Historisches Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Die Führung durch das histo­ri­sche Barcelona kann in der Rambla oder an der Kathedrale beginnen. Sie führt an der römi­schen Stadt­mauer entlang.

Goti­sche Innenhöfe und die Kathedrale werden besich­tigt, samt Chor und Dachter­rasse mit tollem Blick über die Stadt. Anschließend geht es zum ­Platz des Königs (Plaça del Rei) und zum histo­ri­schen Museum, das die römi­schen und westgo­ti­schen Epochen wie auch die goti­sche Zeit präsen­tiert. Zum Abschluss bummeln wir durch­ das Ribera-Viertel zur Kirche „Santa María del Mar“.

Führung (OPTIONAL)

Jugendstilbauten in Barcelona (4 Stunden, deutsch)

Zwischen 1885 und 1920 hat sich in Barcelona eine eigen­stän­dige Architektur entwi­ckelt, die dem euro­päi­schen Jugend­stil zuge­rechnet wird.  Der soge­nannte kata­la­ni­sche Jugend­stil ist vor allem im manzana de la disd­ordia, dem "Viertel der Zwie­tracht“, zu bestaunen, weshalb die Führung dort beiginnt.

Zu den schönsten Häusern, die von außen besich­tigt werden, gehören die Lleó Morera und die Casa Amatller. Die Casa Milá kann von innen besich­tigt werden; der Eintritt wird vor Ort gezahlt, mit einem offi­zi­ellen Stadt­führer braucht man nicht anzu­stehen. Danach fährt man mit dem Taxi (wird von den Gästen direkt bezahlt) zum Kran­ken­haus „Hospital de Sant Pau“, dessen Gebäude heute zu den wich­tigsten Zeug­nissen des ka­ta­la­ni­schen Jugend­stils zählen und auch zum UNESCO Kultur­erbe gehören. Anschließend kann man noch eigen­ständig die Sagrada Familia besich­tigen, wobei man darauf achten muss, die Zeiten aufein­ander abzu­stimmen.

Führung (OPTIONAL)

Tapas und zwei Markthallen, (4 Stunden, deutsch)

Der geführte Stadt­bummel beginnt an der Plaza Cata­lunya und führt vorbei am Musik­pa­last im Jugend­stil bis zur Markt­halle „Santa Cata­rina“.

Nach dem Besuch der ­Markt­halle geht es gemüt­lich weiter durch das Ribera-Viertel, vorbei an der Kirche „Santa María del Mar“, über den Platz „Sant Jaume“ und durch enge Gassen bis zur La Rambla, wo sich auch die berühmte Markt­halle „Mercado de la Boquería“ mit ihrem großen gastro­no­mi­schen Angebot befindet. Spätes­tens hier kann man während einer Pause typi­sche Tapas und Getränke probieren (im Preis nicht einge­schlossen). Der Rundgang dauert 3-4 Stunden und findet diens­tags bis sams­tags am Vormittag statt.

Katalo­nien

Stolze Region zwischen Mittelmeer und Pyre­näen
Die auto­nome spani­sche Region im Nord­osten der Iberi­schen Halb­insel reicht bis an die Grenze von Frank­reich, von dem sie nur durch die Pyre­näen getrennt ist. Mit einer Fläche von knapp 32.000 Quad­ratki­lome­tern ist die Region etwas größer als Belgien. Gut sieben Millionen Menschen leben dort, davon über 1,6 Millionen in der Haupt­stadt Barcelona, die zu den dynamischsten Städten Europas gehört. Katalo­nien ist die abwechs­lungs­reichste Provinz des spani­schen Fest­landes. Von den hoch­alpinen Pyre­näen über ausge­dehnte Wälder in den Mittelgebirgen und land­wirt­schaft­lich genutzte Ebenen bis hin zu steilen Felsküsten und breiten Sand­stränden findet man die unter­schied­lichsten Landschaft­stypen und Klimazonen. Die tradi­tionelle Sprache ist Kata­la­nisch – eine Brücken­sprache zwischen Franzö­sisch und Spanisch. Sie war in der Franco-Diktatur verboten, heute gewinnt sie zuneh­mend an Bedeu­tung.

Mietwagenannahme

Anbieter: Sunny Cars GmbH
Vermieter: ALAMO
Fahrzeug: Opel Astra o.ä. (CDMR)
Station: Barcelona Flughafen (Desk at Airport)

Von Barcelona nach Ainsa

275 km | 3:30 h
Auf halbem Weg nach Lleida liegt Monts­errat, eine unge­heure Felsenburg mit einem der bedeu­ten­dsten Klöster Spaniens.

Arago­nien

Menschenleere Weiten zwischen Pyre­näen und Ebro
Aragon oder Arago­nien ist eine auto­nome Gemeinschaft und entspricht dem früheren König­reich Arago­nien, das nach dem Fluss Aragón benannt ist. Der Norden wird von den Pyre­näen geprägt, die die Grenze zu Frank­reich bilden. Südlich davon verläuft der Ebro durch eine weite Ebene. Mit knapp 50.000 Quad­ratki­lome­tern ist Arago­nien etwa so groß wie Estland und ist ebenso wenig bevöl­kert. Von den 1,3 Millionen Einwoh­nern lebt etwa die Hälfte in der Haupt­stadt Zaragoza. Damit gehört Aragon zu den am dünnsten besiedelten Regionen Spaniens und Europas. Neben dem Spani­schen wird in einigen Tälern der Pyre­näen noch die autocht­hone arago­ne­si­sche Sprache gespro­chen, die aber nicht den Rang einer Amts­sprache hat.

Codorníu

Führungen und Verkos­tungen in Spaniens ältester Sektkellerei
Der welt­weit größte Produ­zent von Sekt, der nach der tradi­tionellen Champa­gner-Methode in der Flasche vergoren wird, wur­de schon im Jahre 1551 gegründet. 1872 produ­zierte Josep Raventós zum ersten Mal in Spanien durch die Tradi­tionelle Methode Cava und etab­lierte so eine völlig neue Indu­s­trie in der Region Alt Penedès. Heute werden jähr­lich 60 Millionen Flaschen produ­ziert. Spani­scher Schaumwein aus der Region Katalo­nien wird Cava genannt. Man kann die Sektkellerei besu­chen und das mit einem Lunch verbinden. Führungen auf Deutsch werden ange­boten.

Monts­errat

Felsenkloster mit Ausblick
Der „gesägte Berg“ ragt wie eine gewal­tige Burg aus Fels über das kata­la­ni­sche Hügel­land. Am Ende eines Spalts liegt abenteuer­lich auf einem Felsvor­sprung Monts­errat, eines der bedeu­ten­ds­ten Klöster Spaniens. In der Basilika aus dem 16. Jahr­hun­dert hängt über dem Altar ein Madon­nenbild, zu dem Katholiken aus der ganzen Welt pilgern. Auf den Berg gelangt man mit einer Seil­bahn. Von der Berg­sta­tion Sant Joan führt eine Wande­rung auf den höchsten Gipfel, den Sant Jeroni (1237 m), wo man mit einem grandiosen Rund­um­blick belohnt wird.
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Aragonische Pyrenäen

Malerische Dörfer, einsame Wildnis

Nörd­lich des in Ost-West-Rich­tung verlau­fenden Tal des Rio Aragon erstre­cken sich die arago­ni­schen Pyre­näen bis nach Andorra.

Kleine Seiten­straßen führen in eine kaum besiedelte Bergwelt, wo male­ri­sche, Dörfer zu entde­cken sind und Almen von der Wildnis zurückge­holt werden. Die höchsten Berge liegen im Parc Natural Posets-Mala­deta; einige von ihnen, etwa der Aneto, Posets oder Madaleta sind etwa 3.000 Meter hoch. Dort finden sich vereiste Seen, eindrucksvolle Wasser­fälle, Seen, und Wild­was­ser­bäche.

Zu Gast in einer ehemaligen Familienresidenz in Ainsa

3 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das Hotel mit rustikalem Charme und modernem Komfort liegt im mittel­alter­li­chen Orts­kern von Ainsa, in Sichtweite des Monte Perdido und des Ordesa Natio­nalparks.

Familie Bérgua hat vor einigen Jahren ein Patri­zi­er­haus am Markt­platz aufge­kauft, umsichtig renoviert und zu einem kleinen Hotel mit sechs Zimmern umge­staltet. Während sich außen fast nichts verändert hat, wurden die Zimmer mit großzügigen Bädern, Klima­anlage und Heizung ausge­stattet – eine harmo­ni­sche Verbindung aus altem Mauer­werk und modernem Raumde­sign.

Parque Nacional de Ordesa y Monte Perdido

Wildnis in den arago­ni­schen Pyre­näen
Landschaft­li­cher Höhe­punkt ist der Parque Nacional de Ordes y Monte Perdido. In ungezählten Schluchten gedeiht eine vielfäl­tige Pflanzenwelt. Der Park ist Heimat für seltene Tiere wie die pyrenäi­sche Berg­ziege, den Bartgeier oder das Schnee­rebhuhn. Klare Wasser­fälle stürzen vom Monte Perdido, dem dritt­höchsten Berg Spaniens, herab. Der Eingang zum Park befindet sich bei Torla. Dort ist auch ein Informa­ti­ons­zentrum, wo man sich mit Karten und Informa­tionen über die zahlrei­chen Wander­wege versorgen kann.

Pico de Santa Marina

Kleiner Berg mit großer Aussicht
Der Pico de Santa Marina ist zwar nur 1796 Meter hoch, dafür bietet er einen Pa­no­ra­ma­blick über die Hügel der Vorpy­re­näen bis zum maje­s­tä­ti­schen Monte Perdido im Hoch­ge­birge. Die Wande­rung beginnt im kleinen Berg­dorf Ascaso, wo man sich eine Sonnenuhr anschauen sollte. vom Dorf aus ist der Weg zum Gipfel mit Stein­männ­chen bezeichnet. (hin und zurück: 5,5 Kilometer, 4:Stunden, auf und ab: 790 Meter)

Sierra de Guara

Natur­schätze und uralte Kunst­werke
Im Norden Arago­niens, haben Wind und Wasser im Laufe der Jahr­tausende tiefe Schluchten in die Land­schaft gehöhlt. Das Gebiet ist kaum noch besiedelt, viele der Dörfer sind heutzu­tage überwiegend verlassen. Durch­zogen von sieben Flüssen bietet die ursprüng­l­iche Natur der Sierra de Guara mit ihren schroffen Kalk­steinklippen und -grotten einen Lebens­raum für Steinböcke, Stein­adler und Gänsegeier. Besu­cher zieht es vor allem zum Wandern und Klettern in die Canyons, von denen aus sich bei schönem Wetter ein Blick bis auf die schnee­be­deckten Gipfel der Pyre­näen bietet. Neben der eindrucksvollen Natur lassen sich in den Höhlen um den Río Vero auch Kunst­werke bestaunen, die Tausende von Jahren alt sind: aufgrund ihrer Höhlenma­le­reien wur­de die Gegend 1998 als UNESCO-Welt­kultur­erbe ausgewiesen. Ein geeig­neter Ausgangs­punkt, um sich auf Erkundung entlang der labyrinth­ar­tigen Wander­wege durch die Schluchten zu begeben, ist das kleine Dorf Rodellar, am Eingang der Mascún-Schlucht.

Cañón de Añisclo

Duch die Selva Plana-Schlucht
Die Wande­rung führt durch eine Schlucht mit hohen Felswänden. Teilweise ist es sehr schattig, aber es gibt auch sonnige Abschnitte, herr­liche Ausblicke, Wasser­fälle und Fluss­be­cken. Steile Abschnitte und felsiger Unter­grund erfordern gutes Schuh­werk und etwas Kondi­tion. (Hin und zurück: 8,8 Kilometer, 5 Stunden, auf und ab: 850 Meter)

Sestrales Alto

Leichte Wande­rung durch wilde Land­schaft
Obwohl die Wande­rung leicht ist, führt sie durch eine höchst drama­ti­sche Land­schaft: Man sie von oben den wilden Canyon von Anisclo hinein – und das alles vor der großen Kulisse des Perdido-Massivs. Der Weg vom Park­platz bei Collado ist durch Stein­männ­chen markiert. Anschließend kann man in einer Bar in Escalona einkehren. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 3:30 Stunden, auf und ab: 350 Meter)

Faja Racón

Spekta­kuläre Rundwande­rung im Valle de Ordesa
Die Tour ist eine einfache Vari­ante zu den Faja de las Flores. Sie verläuft unter­halb der steil aufra­genden Felswand. Die Ausblicke sind dennoch spekta­kulär, diverse Wasser­fälle inklusive. Der Aufstieg geht durch dichten Wald, weshalb es auch bei warmen Sommerwetter nicht zu heiß wird. Der Weg ist gut und an den entschei­denden Stellen ausge­schildert. Verlaufen ist prak­tisch nicht möglich. Auch der Abstieg geht durch den Wald. Die Anfahrt (ca. 25 Minuten) geht nur per Bus vom großen Park­platz in Torla aus, dort lässt man sein eigenes Auto stehen. Busse fahren alle 15 Minuten, auch der Rück­transport ist so orga­ni­siert. (hin und zurück: 8,9 Kilometer, 4:30 Stunden, auf und ab: 1.652 Meter)

Von Ainsa nach Pamplona

184 km | 3:00 h

Foz de Arbayun

Spekta­kuläre Naturkulisse
Mit einer länge von über fünf Kilome­tern und steilen Felswänden, die bis zu 300 Meter in die Höhe ragen, ist die Arbayun-Schlucht, am Eingang des Salazar-Tals, die größte und wohl impo­san­teste Schlucht Navarras. Im Laufe der Zeit hat der Fluss das Gestein ausgehöhlt und hier einen einzig­ar­tigen Lebens­raum geschaffen. So wur­de die Schlucht aufgrund ihrer enormen Viel­falt in Flora und Fauna zum Natur- und Vogel­schutzgebiet erklärt. Am Aussichts­punkt „Mirador de Iso“ bietet sich ein beein­dru­ckender Blick in die Tiefe der Kluft, wo eine üppige Vege­ta­tion die sonnen­be­schienen Hänge erobert hat und wo sich auf den Felsvor­sprüngen die Horste von Gänsegeiern ausma­chen lassen, deren Bewohner in der Luft ihre Kreise über die Schlucht ziehen.
C

Navarra

Grünes Spanien zwischen Pyrenäen und Rioja

Die nordspa­ni­sche Region hat eine abwechs­lungs­reiche Geografie mit vielen mittel­alter­li­chen, entlegenen Dörfern.

Es reicht vom Pyre­näen­hauptkamm im Norden bis zum Weinbau­gebiet Rioja im Süden. Navarra war ein baski­sches König­reich, das im 16. Jahr­hun­dert von Kastilien annek­tiert wur­de. Haupt­stadt und größter Ort ist Pamplona, das für seinen jähr­li­chen Stier­lauf berühmt ist. Hier gibt es Befes­tigungs­anlagen aus dem 16. Jahr­hun­dert und die goti­sche Kathedrale. Etwa 50 Natur­parks befinden sich in der Region Navarra. Die bekann­testen sind der Parque Natural de las Bardenas Reales, der Parque Natural de Urbasa y Andía und der Parque Natural del Senorio del Bértiz.

Zu Gast in einem Palast in Pamplona

1 Nacht | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Der Palast im Herzen der Altstadt von Pamplona wur­de im 18. Jahr­hun­dert vom dama­ligen Vizekönig D. Sebas­tian de Eslava erbaut und diente über zwei Jahrhunderte lang als Famili­enresidenz.

Heute befindet sich in dem architek­to­nisch anspre­chenden Gebäude ein elegantes Hotel mit 23 Zimmern und zwei Suiten im klas­si­schen Stil, die sich auf die oberen Stock­werke verteilen und Fenster zum Innenhof oder zur Plaza de Consejo haben. Blickfang im Erdge­schoss sind sicher­lich die impo­sante Treppe, die in die oberen Etagen führt, sowie eine prachtvolle Pferdekut­sche. Morgens wird ein reichhal­tiges Früh­stück serviert; im Hotel gibt es zudem ein Restau­rant und eine Bar mit Terrasse.

Estella

Reizvolles Städt­chen am Jakobsweg
Die kleine Stadt liegt von Hügeln umgeben an einer Schleife des Flüs­sc­hens Ega. Ihre Geschichte von Estella ist eng mit dem Jakobsweg verbunden. 1090 siedelte der König von Aragón Franzosen aus Südwest­frank­reich in der menschenleeren Gegend an. In Estella wurden Pilger­un­terkünfte einge­richtet, Hand­werker und Händler ließen sich hier nieder. Der Ort wur­de so zu einer geschäf­tigen und geschätzten Station auf dem Pilgerweg. Dazu trugen auch einige Legenden bei, die sich in Estella abge­spielt haben sollen. So soll ein grie­chi­scher Bischof als unerkannter Pilger in Estella vers­torben sein. Sein Leichnam wur­de später auf wunder­same Weise mit einer Reli­quie des Apos­tels Andreas aufge­funden, die der Bischof in Santiago stiften wollte. Seine sterb­li­chen Reste wurden im Kreuzgang der Kirche San Pedro de la Rúa beige­setzt.

Pamplona

Wett­rennen mit Stieren und histo­ri­scher Altstadt
Als Ernest Hemmingway 1923 die Stadt besuchte, gab es nur wenige Touristen. Doch dann erlebte er die Encierros und schrieb in seinem Roman Fiesta über sie. Heute kommen Tausende, vor allem junge Amerikaner, die an den berühmt-berüc­h­tigten Wett­rennen mit den Kampf­stieren teil­nehmen wollen. Ab dem 6. Juli rasen für eine Woche ab acht Uhr sechs wilde Stiere durch die Stadt, vor ihnen die „Mozos“, wie man die Männer nennt, die mit Zeitungen nach ihnen schlagen. Doch auch außer­halb der Fiesta San Fermin hat die Haupt­stadt von Navarra einiges zu bieten. Es sind vor allen Dingen die Kathedrale aus dem 15. Jahr­hun­dert und die Festung aus dem 14. Jahr­hun­dert, die das Stadt­bild prägen.

Puerto de Ibañeta

Moderne Kapelle am Jakobsweg
Der Pass in den spani­schen Pyre­näen liegt auf 1.057 Metern Höhe und verbindet über die Natio­nal­straße N 135 Valcarlos mit Roncesvalles. Auf der Pass­höhe steht die moderne Kapelle San Salvador. Dort kommen drei der vier franzö­si­schen Pilger­wege nach Santiago de Compo­s­tela zusammen: der erste von Puy und Conques, der zweite von Paris und der dritte von Vezelay. Schon in präh­is­to­ri­schen Zeiten wur­de der Pass begangen; die Römer bauten eine Pass­sta­tion, später kam ein Kloster mit Herberge für Jakobs­pilger hinzu. Karl der Große passierte 778 den Pass im Rahmen seines Spani­enfeldzugs zweimal, beim Rückzug geriet seine Nachhut in einen Hinter­halt. Diese Ausein­ander­setzung wur­de als Schlacht von Roncesvalles bekannt.

Von Pamplona nach San Sebas­tian

85 km | 1:30 h

Basken­land

Das Euskal Herria, wie die Basken ihr Land nennen, erstreckt sich am Golf von Biskaya west­lich der Pyre­näen. Es ist nicht gleichbedeu­tend mit dem Basken­land im kulturellen Sinn, das weit nach Navarra und bis nach Frank­reich reicht. Über die Jahrhunderte haben die Bewohner ihre uralte, eigene Kultur erhalten. Baskisch ist eine früh-indo-euro­päi­sche Sprache, die sich stark vom Spani­schen unter­scheidet. Ihr Ursprung konnte bis heute nicht erforscht werden. Das Gebiet rund um den Fluss Guer­nica und die Ausläufer der Pyre­näen sind im Sommer beliebte Wandergebiete. Die Küste zieht wegen des Wellen­gangs viele Surfer an.
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Biskaya

Atlantischer Golf zwischen Frankreich und Spanien

Die Biskaya oder der Golf de Gascongne, wie die Franzosen ihn nennen, ist der größte Golf Europas und öffnet sich zum Atlantik.

Er reicht von Finistère, tief im Westen der Bretagne bis nach Gijon in Spanien.  An der Taktung der Wellen erkennt man die Größe des Gewäs­sers. Die anbranden Wogen und die Höhe der Gezeiten sind besonders im franzö­si­schen Teil gewaltig. So groß die Biskaya ist, so unter­schied­lich sind die Küsten. Es gibt breite Fluss­mündungen, mondäne Bade­orte und tradi­tionelle Fischer­dörfer. Sand­strände und seichte Buchten wech­seln mit schroffen Klippen. Bereits im 19. Jahr­hun­dert hat der euro­päi­sche Adel die Strände von Biarritz entdeckt. Auf spani­scher Seite liegt San Sebas­tián, das die Basken Donostia nennen.

Zu Gast in einer Stadtresidenz in San Sebastián

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die denkmalge­schützte Villa aus dem 19. Jahr­hun­dert liegt im Stadt­zentrum, ca. zehn Minuten vom Strand La Zurriola und 20 Minuten von der Altstadt entfernt.

Ursprüng­lich ein Verlo­bungs­ge­schenk von Don Ramon Londaiz an seine Tochter, ist es heute – nach sorgfäl­tiger Restau­rie­rung – ein stil­volles Boutique-Hotel mit insge­samt 25 Zimmern, von denen sich einige im benach­barten Wagen­haus befinden. Gute Restau­rants sind in der Nähe; Fahr­räder können kostenfrei aus­ge­liehen werden.

Führung (OPTIONAL)

San Sebastian (2 Stunden, deutsch)

Die deutsch­spra­chige Führung konzen­triert sich auf die Altstadt, das „parte vieja“, den Fischer­hafen und das roman­ti­sche Viertel.

So bekommt man einen guten Über­blick über das „Marbella des Nordens“, seine Kultur, Geschichte und Bräuche.
Die engen Altstadt­gassen sind gesäumt von zahl­losen Pintxo-Bars und Restau­rants. Aber nicht nur der Gastro­nomie wegen kommen viele Besu­cher. Es befinden sich auch zwei bedeu­tende Kirchen in der Altstadt, die goti­sche Kirche San Vicente und die barocke Basilika Santa Maria del Coro. Tritt man aus der Enge der Altstadt hinaus auf den Boulevard am Rathaus und den „schönen Gärten“, spürt man sofort den Geist der Belle Epoque. 
Da es sich um eine individu­elle Stadt­füh­rung handelt, kann das Programm abge­ändert werden.

Donostia

Baski­sches Seebad mit Geschichte
Das Seebad nahe der franzö­si­schen Grenze ist eines der ältesten in Spanien. Der baski­sche Name „Donostia“ ist ebenso wie der spani­sche „San Sebas­tián“ aus dem Namen des Heiligen Sebas­tian entstanden. Der Aufstieg des Ortes begann im 19. Jahr­hun­dert, als die spani­sche Königin die Stadt zu ihrer Sommer­residenz erkor. 1914 entwi­ckelte sich San Sebas­tián zum kosmo­poli­ti­schen Zentrum Europas. Im damals welt­be­rühmten Casino verkehrten Persön­lichkeiten wie Mata Hari, Leo Trotzki und Maurice Ravel. Von 1940 bis 1975 war San Sebas­tián die Sommer­residenz des spani­schen Dikta­tors Franco. Bis heute fliehen viele hitzege­plagte Städter aus Kastilien in den mondänen Ort, wovon die präch­tigen Villen unter­halb des Monte Igueldo zeugen. Von hier hat man den besten Blick auf die Stadt.

Côte Basque

Bade­strände, Steilklippen und mäch­tige Brandung
Sie ist zwar nur 30 Kilometer lang, doch voll wilder Schön­heit: Die Côte Basque mit ihren steilen Klippen und zerklüf­teten Felsen, die der mäch­tigen Brandung trotzen, bildet bis hinunter zur spani­schen Grenze einen reizvollen Gegen­satz zu den endlosen Sand­streifen ihrer nörd­li­chen Nach­barin, der Cote d'Argent. Bis Mitte des 17. Jahrhunderts lebten die baski­schen Küsten­be­wohner vom Walfang, dann zogen sich die Riesen­säuger immer weiter zurück und zwangen die Fischer, auf Sardinen-, Sardellen- und Thun­fischfang umzu­stellen. Zur glei­chen Zeit wurden die Fischer­dörfer an der Côte Basque als Bade­orte entdeckt – allen voran Biarritz.

Pasaia Doni­bane

Tradi­tionelles Fischerdorf mit mittel­alter­li­chem Kern und guten Restau­rants
Das tradi­tionelle Fischerdorf hat einen Hafen an der Mündung des Flusses Oiartzun. Die Haupt­straße führt vom Bizkaia-Viertel bis zur Bucht von Alab­ortza. Die Altstadt weist noch zahlreiche mittel­alter­liche Gebäude auf. Dort gibt es Geschäfte, Cafés und gute Fisch­re­stau­rants.

Drei-Strände-Wande­rung in San Sebas­tián

Bade- und Kultur­spa­ziergang
Neben dem berühm­testen Strand von San Sebas­tian, der Playa de la Concha, lohnen sich auch zwei weitere Strände, die Playa de Ondarreta und die Playa de Zurriola. Alle drei lassen sich durch einen Spaziergang mitein­ander verbinden – direkt am Strand oder an der Strand­straße entlang. Anfang und Ende des Weges sind von Skulpturen gesäumt. (hin: 6,8 Kilometer, 2 Stunden, auf und ab: 60 Meter)

Auf den Monte Igueldo

Tolle Aussicht von einem Turm
Der Vergnügungs­park auf dem Monte Igueldo star­tete seinen Weg im Jahre 1912. Heute bietet er eine Kombi­na­tion aus ursprüng­l­i­chen und modernen Fahrge­schäften. Er liegt auf einer Anhöhe, die man mit der Standseil­bahn erreicht und von wo aus man eine Aussicht auf die gesamte Stadt genießen kann. Dort stößt man auf El Torreón, einen alten aus Brenn­holz beste­henden Leucht­turm, in dem sich eine Ausstel­lung über die Lebens­weise und Bräuche der Basken befindet. Alter­nativ kann man vom Strand aus zu Fuß nach oben gehen. (hin und zurück: 4,3 Kilometer, 1:20 Stunden, auf und ab 150 Meter)

Von San Sebas­tian nach Ribade­sella

309 km | 3:30 h
Man folgt der Küste am Golf von Biskaya von Ost nach West. 25 km nach Santander sollte man einen Abste­cher nach Santil­lana machen. Das bezau­bernde Städtchen gilt als mittel­alter­li­ches Gesamtkunst­werk.

Astu­rien

Grüne Küste und grüne Berge
Die auto­nome Gemeinschaft und Provinz im Nordwesten Spaniens erstreckt sich vom Golf von Biskaya bis zum Kantab­ri­schen Gebirge. Im Westen grenzt sie an Gali­cien, im Süden an Kastilien und Leon und im Osten an Kantabrien. Astu­rien ist vor allem bekannt für seine feinen und traumhaften Sand­strände, aber auch für die eindrucksvollen Gebirgs­landschaften und pittoresken Flus­stäler. Hier und da erblickt man einen idylli­schen Fischer­hafen, der zum Verweilen einlädt. Die Bevöl­ke­rung konzen­triert sich an den Küsten rings um die urbanen Regionen von Gijón und Avilés. Im Hinter­land locken grüne Natur­parks und menschenleere Gebirgsketten Wanderer und andere Outdoor-Enthusi­asten an.

Kantabrien

Grüne Region zwischen Meer und Hoch­ge­birge
Kantabrien ist eine auto­nome Region an der Nordküste Spaniens. Haupt­stadt ist die Hafen­stadt Santander am Golf von Biskaya, die für ihren langen, gekrümmten Strand El Sardinero und den Leucht­turm Cabo Mayor bekannt ist. Im bewal­deten Kantab­ri­schen Gebirge liegt der Natio­nal­park Picos de Europa mit Wander­wegen und Skigebieten. Eine der Tausenden Höhlen in Kantabrien ist El Soplao mit seinen ungewöhn­li­chen Stalak­titen und von der Decke hängenden Calcit­schichten.

Loyola

Geburtsort von Ignazio de Loyola
Der Stamm­sitz der Familie de Loyola (baskisch: Loiola) liegt zwischen Azpe­itia und Azko­itia in der baski­schen Provinz Gipuzkoa. In dem mittel­alter­li­chen Wohn­turm im Tal des Urola wur­de auch der bekann­teste derer von Loyola geboren, der Heilige Igna­tius von Loyola. Der Gründer des Jesui­ten­or­dens ist bis heute einer der berühm­testen Spanier – und vor allem unter Prote­s­tanten ebenso berüc­h­tigt.
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Costa Verde

Grüne, ursprüngliche Küste Nordspaniens

Obwohl die „Grüne Küste“ zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es hier keinen Massen­tou­rismus wie am Mittelmeer.

Sie grenzt an den Golf von Biskaya und umfasst den Küsten­ab­schnitt zwischen Gali­cien und Kantabrien. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vege­ta­tion oft bis ans Meer heran. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Über­liefe­rungen der ursprüng­l­i­chen kelti­schen Bevöl­ke­rung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volks­musik, die an breto­ni­sche, ja sogar irische Folk­lore erin­nert. Zu den wich­tigsten kuli­na­ri­schen Speziali­täten zählen die Fabada, ein Bohnen­ein­topf und der Apfelwein Sidra.

Zu Gast in einem historischen Bauernhaus in Ribadesella

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Im grünen Para­dies Spaniens, zwischen dunklen Wäldern und klaren Flüssen der Costa Verde liegt das 200 Jahre alte Bauern­haus, das nach seiner sorgfäl­tigen Restau­rie­rung als ein kleines, persön­li­ches Gäste­haus dient.

Im Erdge­schoss liegen die Rezep­tion und das Wohnzimmer mit offenem Kamin, im Oberge­schoss befinden sich die sechs individuell einge­rich­teten Zimmer. Alle sind in kräf­tigen Farben gehalten, haben wuch­tige Holz­balken und schöne Ausbllicke weit ins Land. In der Nähe gibt es mehrere gute Restau­rants. Ein einfa­ches Abend­essen mit frischem Gemüse, Fleisch oder Fisch und einem kräf­tigen Landwein wird auch vor Ort ange­boten.

Picos de Europa

Para­dies für Brau­n­bären, Geier und Bergwanderer
Gar nicht südeu­ro­päisch mutet das wilde Gebirge 20 Kilometer südlich der Costa Verde an, das über 2.000 Meter hoch aufragt. Wegen seiner Nähe zum Meer wird es von tiefen Tälern mit reißenden Gebirgs­bäche und fisch­rei­chen Flüsse zerfurcht. Die Torre de Cerredo ist mit 2.645 Metern der höchste Berg und zugleich der schönste Abschnitt des 40 Kilometer langen Faltengebirges. Der Natio­nal­park Picos de Europa ist mit fast 70.000 Hektar der größte in Spanien. Ein Para­dies für Brau­n­bären, Auer­hähne, seltene Bartgeier und verschiedene Adler­arten, ebenso wie für Bergwanderer,

Cangas de Onís

Roma­ni­sche Baudenkmäler und ein bunter Markt
Die Klein­stadt mit 6.000 Einwoh­nern im Tal von Sella und Güeña war bis 774 Sitz der Herr­scher über das König­reich Astu­rien. Von der früheren Bedeu­tung zeugen die roma­ni­sche Brücke und die Iglesia de la Santa Cruz de Cangas de Onís. Die Kapelle von 737 steht auf einer präh­is­to­ri­schen Mega­lit­h­anlage. Sonn­tags hat man die Gelegen­heit, über den bunten Markt zu bummeln. Ein schönes Erlebnis für alle Sinne.

Covadonga

Ein winziger Ort als Wiege Spaniens
Der winzige Ort in den Picos de Europa gilt als die Wiege Spaniens. In der unweg­samen Wildnis versteckten sich eine Handvoll westgo­ti­scher Krieger, nachdem ihr Reich von den Mauren zerstört wur­de. In der Felsenhöhle von Covadonga errich­teten sie ein Mari­en­hei­ligtum. 722 fand dort die Schlacht von Covadonga statt, in welcher Pelayo, der Anführer einer christ­li­chen Streitmacht, einen ersten Sieg über muslimi­sche Truppen errang. Dieser Erfolg gilt als Beginn der Reconquista. Zu sehen sind dort heute die Basilika und das Kloster mit Ausblick auf die Picos de Europa sowie die Grotte mit der „Virgen de Covadonga“ (Jungfrau von Covadonga) und den Gebeinen König Pelayos. Wer auf der CO-4 zehn Kilometer weiter nach Südosten fährt, kommt an zwei idylli­sche Seen.

von Carreña nach Asiegu

Allwetter-Spaziergang mit Pick­nick­einlage
Diese Tour erlaubt zwei Vari­anten: eine kurze bis zum lauschigen Pick­nick­platz Llanu del Molín und zurück. Wer Lust auf mehr hat, wandert weiter durch das idylli­sche, üppig grüne Tal, steigt auf bis Asiegu und kehrt über einen bequemen Feldweg, mit herr­li­chen Ausbli­cken auf das Zentral­massiv und den Picu Urri­ellu/Naranjo de Bulnes, nach Carreña zurück. (hin und zurück: 7,6 Kilometer, 2:45 Stunden, auf und ab 316 Meter)

Von Ribade­sella nach Cudil­lero

113 km | 1:30 h
Die Route führt an Spaniens grüner Küste entlang, die weniger bevölkert ist als die südlichen Strände, jedoch ebenso schön. Eine Pause am Cabo de la Penas lohnt sich wegen der herr­li­chen Aussicht auf das Meer.
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Costa Verde

Grüne, ursprüngliche Küste Nordspaniens

Obwohl die „Grüne Küste“ zu den schönsten Küsten Spaniens gezählt wird, gibt es hier keinen Massen­tou­rismus wie am Mittelmeer.

Sie grenzt an den Golf von Biskaya und umfasst den Küsten­ab­schnitt zwischen Gali­cien und Kantabrien. Bedingt durch den Regenreichtum reicht grüne, üppige Vege­ta­tion oft bis ans Meer heran. Meist kommen die Urlauber aus dem eigenen Land, sodass in der Region noch kulturelle Über­liefe­rungen der ursprüng­l­i­chen kelti­schen Bevöl­ke­rung lebendig sind. Das gilt vor allem für die Volks­musik, die an breto­ni­sche, ja sogar irische Folk­lore erin­nert. Zu den wich­tigsten kuli­na­ri­schen Speziali­täten zählen die Fabada, ein Bohnen­ein­topf und der Apfelwein Sidra.

Zu Gast in einem Herrenhaus bei Cudilliero

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Das astu­ri­sche Herren­haus in der Nähe des Fischerdorfs Cudil­liero wur­de 1877 für eine Familie erbaut, die in Übersee ein Vermögen gemacht hatte und nach Spanien zurückkehrte.

So wachsen bis heute im Park rund um das Haus tropi­sche Pflanzen. Im Inneren hat sich der Charme des 19. Jahrhunderts erhalten, obwohl das Anwesen mehr­fach moder­ni­siert wur­de. Bade­strände sind 2,5 Kilometer entfernt, wo verschiedene Wassersport­arten ange­boten werden. Wandern kann man im Natur­park Somiedo. Wer lieber Städte besucht, kann Oviedo, Gijón oder Aviés besich­tigen.

La Quinta de Selgas

Neoklas­sizis­ti­sches Schlös­schen mit drei Gärten
Das neoklas­sizis­ti­sche Anwesen bei Cudil­lero gehört zu den schönsten kleinen Palästen in Spanien. Es wird von drei unter­schied­li­chen Gärten umgeben, einem franzö­si­schen, einem italie­ni­schen und einem großen engli­schen Garten. Gründer waren die Brüder Ezequiel und Fort­u­nato de Selgas. Ezequiel war ein erfolg­rei­cher Geschäfts­mann in Madrid; Fort­u­nato kümmerte sich als Histo­riker und Kunst­liebhaber um den Bau. Heute beherbergt die Quinta ein Kunst­museum, unter anderem mit Werken von Goya und El Greco. Daneben gibt es eine Samm­lung antiker Möbel und Spiegel. Die über neuen Hektar großen Gärten gehören zu den schönsten in Spanien.

Cudil­lero

Fischerdorf an der Costa Verde mit Wikingertra­di­tion
Der stim­mungs­volle Fischerort liegt in einem schlucht­ar­tigen Taleinschnitt hinter der Costa Verde. Die Häuser mit bunten Traufen und Fenstern klammern sich an den Hang. In Cudil­lero ist noch ein eigen­stän­diger Dialekt lebendig, das Pixueto. Einer örtli­chen Legende zufolge wur­de die Stadt von den Wikingern gegründet. Tatsäch­lich hat man Reste von kelti­schen Wall­burgen gefunden. Eine Panorama­route verbindet verschiedene Aussichts­punkte, unter anderem die Leucht­türme La Garita, La Atalaya oder El Pico. Die beiden wich­tigsten Bauten sind die goti­sche Pfarr­kirche aus dem 16. Jahr­hun­dert, in der man barocke Schnitz­werke bewundern kann, und die Humil­ladero-Kapelle, das älteste Gebäude im Ort. In den Fischer­tavernen an einem gepflas­terten Platz am Meer gibt es frisches Sea Food.

Cabo Vidio

Leucht­turm mit toller Aussicht
Das Kap zwischen Luarca und Cudil­lero eröffnet einen sensa­tionellen Weit­blick: Im Osten sieht man bis zum 20 Kilometer entfernten Cabo de Peñas, im Westen bis zum Kap Estaca de Bares, das 60 Kilometer entfernt ist und schon in Gali­cien liegt. Dazwi­schen ziehen Riffe und gezackte Steil­küsten weit ins Meer hinaus. Am Rande des Hoch­pla­teaus steht ein Leucht­turm, dessen Leuchtfeuer eine Reich­weite von 35 Seemeilen hat. Ein Kilometer südlich vom Turm führt ein Fußpfad von der Straße hinab zum Bade­strand Playa Peña Doria.

Von Cudil­lero nach Laxe

358 km | 5:30 h
Man folgt der schönen Strecke nach Westen bis Orte­gueira. Danach sollte man unbedingt die kleine Straße auf die nordwest­lich gelegene Halb­insel nehmen. Sie führt durch die atembe­rau­bende Steil­küs­ten­landschaft der Sierra de Cape­lada.

Gali­cien

Grüner Nord­osten Spaniens
Im Nordwesten Spaniens lebte vor über 2.000 Jahren das kelti­sche Volk der Gallaeker, nach dem das Gebiet bis heute benannt ist. Hohe Berge (bis 2.100 Meter) schotten es vom Rest Spaniens und von Portugal ab. Stark zergliedert ist die Küste, die mit einer Gesamtlänge von fast 1.700 Kilome­tern rund ein Drittel der gesamten spani­schen Atlan­tikküste ausmacht. An der Mündung der Flüsse haben sich trichterför­mige Rias gebildet – ähnlich den Fjorden in Norwegen, nur dass sie insge­samt kürzer sind. Das Klima wird vom Atlantik geprägt. Die Winter sind mild, die Sommer nicht allzu heiß. Dafür sorgt die hohe Luftfeuch­tigkeit. Nebel, Winde und die grüne Berg­landschaft wecken mitunter Asso­zia­tionen mit Irland oder der Bretagne.

Luarca

Weiße Häuser, bunter Hafen
Das ehema­lige Fischerdorf liegt eingezwängt zwischen Steilklippen an einer S-förmi­schen Bucht an der astu­ri­schen Küste. Mit seinen fröh­li­chen weißen Häusern, lebhaften Gassen und Fußgänger­brü­cken über einen Bach hat es seinen alten Charme erhalten können. Strand­pro­me­nade und Hafen lohnen einen Besuch. Die charak­te­ris­tischsten Bauten sind der Leucht­turm, die Kapelle La Atalaya und der Friedhof, der ober­halb einer Steil­küste liegt. Eine Besonder­heit sind die Chigres , wie man die Tavernen von Luarca nennt. Sie schenken vor allem Apfelwein (Sidra) aus.

Mondoñedo

Histo­ri­sches Städt­chen am Jakobsweg
Das galizi­sche Provinz­städt­chen liegt an der Route Camino de la Costa, einer Vari­ante des des Jakobs­wegs. Von hier aus sind es noch 160 Kilometer nach Santiago de Compo­s­tela. Mittel­punkt der Altstadt, die als Conj­unto histórico-artístico klas­si­fi­ziert ist, ist die Kathedrale aus dem 12. Jahr­hun­dert mit baro­cken Türmen. Im Inneren steht am Hoch­altar eine Mari­en­statue aus der St. Pauls Kathedrale in London. La Nuestra Señora la Inglesa, wur­de während der Reforma­tion vor den engli­schen Bilder­stürmern hier in Sicher­heit gebracht.
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Rias Gallegas

Einsamen Strände, verschlafene Fischerdörfer

Mit ihren weit ins Land reichenden Fjorden, herben Landschaften, einsamen Stränden und verschlafenen Fischer­dörfern gehört die Küste im äußersten Nordwesten zu den eindrucksvollsten Landschaften Spaniens.

Noch spielt der Tourismus eine unter­ge­ord­nete Rolle, was für Natur- und Invidual­tou­risten ideal ist. Ein landschaft­li­cher Höhe­punkt sind die Vixia de Herbeira, die mit über 600 Höhenme­tern höchsten Klippen Europas, die man auf einer Rundfahrt entlang der Küste nörd­lich von Ferrol bestaunen kann.

Zu Gast in einem Hotel in Laxe

2 Nächte | 1x Doppelzimmer | Bed & Breakfast

Die Anlage liegt an der galizi­schen Costa da Morte auf einem 13.000 Quad­r­at­meter großen Grund­stück.

Das Haupt­haus des Hotels stammt aus dem Jahr 1934 und besticht durch seine präch­tige Fassade, im Inneren befindet sich eine impo­sante Marmortreppe. Alle Zimmer und Apart­ments sind individuell mit Möbeln aus dem 18. und 19. Jahr­hun­dert einge­richtet; die separat liegenden Apart­ments zur Selbst­ver­pfle­gung haben eine moderne Küche. Im großen, schön ange­legten Garten gibt es einen Pool. Mor­gens wird im Spei­se­saal ein gutes Früh­stück serviert – im Sommer auch auf der großen Terrasse mit Blick auf die Bucht. Direkt am Grund­stück beginnen mehrere Wander­wege, der Strand ist ca. zwei Kilometer entfernt.

Costa da Morte

Spaniens abge­legene Westküste
Spaniens west­lichste Küste zieht sich zwischen dem Kap Finisterre und A Coruna entlang und ist eine der abge­le­gensten Regionen Europas. Trotz Chris­tia­ni­sie­rung durch das nahe gelegene Santiago halten sich vorchrist­liche Mythen beharr­lich, etwa dass Wind Albträume hervor­ruft oder in den wilden Wäldern im Hinter­land der Riese Pedras de Abalar lebt. Ihren Namen erhielt die „Todes­küste“ wegen der vielen Schiffbrüche, zuletzt 2002, als ein Öltanker kenterte und das Ökosystem schä­d­igte. Heute, nachdem die Folgen weitge­hend besei­tigt sind, kann man eine ursprüng­l­iche Küste entde­cken und ein faszi­nierendes Hinter­land.

Von Laxe nach Santiago

Mietwagenabgabe

Von Laxe nach Santiago

154 km | 3:00 h
Die Strecke gibt Gelegen­heit, die wilde Westküste Nordspa­niens zu erkunden.

Mirador de Paxareiras

Ausblick auf den Atlantik
Die dünnen gelben Äste des Stechg­ins­ters biegen sich im Wind fast bis zum Boden, die Haare wehen ins Gesicht. Immer wieder halten vorbei­fah­rende Autos und Motor­räder auf dem stürmi­schen Plateau west­lich von Santiago di Compe­s­tela an. Denn nicht nur der Wind, sondern vor allem der Blick vom Aussichts­punkt Mirador de Paxareiras ist atembe­rau­bend. Hinter der Halb­insel von Monarzo türmt sich der schier unend­liche Atlantik auf.

Cabo Fisterra

Grandioser Blick vom „Ende der Erde“
Der Name des Kaps stammt aus dem latei­ni­schen: „Finis Terrae“ heißt „Ende der Erde“. Vielen Jakobs­pilgern gilt das Kap als das eigent­liche Ende des Jakobs­wegs – der Camino a Fisterra endet hier. Wer vom Ort Fisterra zur roma­ni­schen Kirche Santa Maria das Areas und weiter zum Leucht­turm wandert, hat vom Monte de Facho einen grandiosen Blick über den Atlantik.

Hórreo de Carnota

Kapel­le­n­ähn­li­cher Korn­spei­cher kelti­scher Herkunft
Das grüne Gali­zien erin­nert eher an Irland als an Anda­lu­sien. Und ähnlich wie in Irland lassen sich auch in Gali­cien Spuren der einst kelti­schen Besied­lung finden: Kirchen, Kreuze und die Hórreos. Sie stehen fast in jedem Garten und dienten der Korn­spei­che­rung. Wegen der hohen Luftfeuch­tigkeit musste das Getreide gut belüftet werden. Gleichzeitig durften aber keine Mäuse und Ratten eindringen. Böse Geister wurden durch Kreuze und Obelisken abge­halten, mit denen die Bauwerke oft verziert sind. Der längste Hórreo gleicht mit etwa 35 Metern Länge  einer Kapelle und befindet sich in Carnota.

Mietwagenabgabe

Station: Santiago de Compo­stella Flughafen (Desk at Airport)

15 Tage
ab 1.569,00 €
pro Person bei zwei Personen im Doppelzimmer
Leistungen
  • Übernachtung im Doppelzimmer
  • Mahlzeiten (wie oben aufgeführt)
  • Mietwagen (wie oben aufgeführt)

An- und Abreise: Flüge zum Selberbuchen finden Sie im Internet. Falls Sie mit der Bahn anreisen möchten, buchen wir gern das Ticket für Sie.
Diese Reise kann jederzeit beginnen.
Empfohlene Reisezeit: April–Oktober

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Alina Frielingsdorf

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