Marrakesch

Am Fuß des Atlas: Marrakesch

Am Fuß des Atlas: Marrakesch

Rote Perle am Fuß des Atlas

Wie eine Fata Morgana erscheint die „rote Perle“ vor der Kulisse des schneebedeckten Atlasgebirges: Hinter der mächtigen zwölf Kilometer langen Stadtmauer wogt ein Meer von Palmen. Zwar ist Marrakesch mit knapp einer Millionen Einwohner nur die drittgrößte Stadt Marokkos, was aber ihre Bedeutung für das Land angeht, steht sie unangefochten an erster Stelle. Ihr Name (Mraksch) bedeutet: Stadt der Städte und hat dem ganzen Land seinen Namen gegeben. 

Schon im 11. Jahrhundert wurde der Ort zur Hauptstadt einer Berberdynastie und erlebte nach hundert Jahren eine erste Blüte des Geistes. In dieser Zeit entstanden die Stadtmauer und viele Paläste und Moscheen. Eine zweite Blüte folgte im 16. Jahrhundert. Erst während der französischen Kolonialherrschaft stagnierte die Entwicklung im Vergleich zu den Küstenstädten. 



Sehenswürdigkeiten Marrakesch


Djemaa el Fna

Schlangenbeschwörer und Geschichtenerzähler auf dem Platz der Toten

„Platz der Toten“ heißt der rechtwinklige Platz, seitdem die Sultane ihn als Hinrichtungsstätte nutzten und aufgespießte Köpfe hier zu Schau stellten. Heute ist der Platz ein magischer Anziehungspunkt für Touristen und Einheimische gleichermaßen. Abends herrscht ein buntes Treiben von Gauklern und Schlangenbeschwörern, Geschichtenerzählern und Wahrsagerinnen sowie Künstlern und Musikern. Ferner gibt es Verkaufsstände, an denen kulinarische Spezialitäten der Region gereicht werden. Der Kulturraum des Djemaa-el-Fna wurde 2001 als erster Ort in die neu geschaffene UNESCO-Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.


Jardin Majorelle

Schönster Garten von Marrakesch

Im Norden der Stadt liegt wohl der schönste Garten von Marrakesch, der Jardin Majorelle. Er wurde 1947 von dem französischen Maler, Jacques Majorelle, angelegt, dessen Kunst heute vergessen ist – bis auf seinen Garten. Dort findet man Pflanzen aller fünf Kontinente, neben einem Bambuswäldchen hauptsächlich Kakteen und Bougainvillea. 20 Gärtner und Angestellte kümmern sich täglich um den Garten und die Bassins. Die Flora umfasst 300 Arten, darunter besonders viele Kakteen. Heute gehört der Garten dem französischen Modedesigner Yves Saint Laurent. Der Garten beherbergt auch das Islamische Kunstmuseum von Marrakesch, dessen Sammlung nordafrikanische Textilien aus Saint-Laurents persönlicher Kollektion umfasst.


Koutoubia-Moschee

Perle der maurischen Architektur

Was für die Kölner der Dom ist, ist die Koutoubia für Marrakesch.  Mit ihrem 77 Meter hohen Minarett beherrscht die Moschee die ganze Stadt. Ihr Minarett gibt Orientierung in den unübersichtlichen Gassen. Allabendlich wird es beleuchtet und ist dann bis in 30 Kilometer Entfernung sichtbar. Der 25.000 Personen fassende Bau aus dem 12. Jahrhundert ist größtenteils aus Strampflehm errichtet. Die Koutoubia gilt als eines der schönsten Zeugnisse des maurischen Stils. Besonders das Minarett wurde zum Vorbild für alle späteren im westislamischen Bereich. Leider dürfen weder Minarett noch Moschee von Nicht-Muslimen betreten werden.

Mehr Info:
www.marrakesch.com


Medina von Marrakesch

Märchen aus Tausend und einer Nacht

Die Medina ist nach wie vor die größte unter den Altstädten Marokkos. Sie ist vollständig von der Stadtmauer umgeben wirkt wie ein Märchen aus Tausend und Einer Nacht. In dem exotischen Labyrinth aus kleinen Gassen kann man sich leicht verirren. Etwas Orientierung verschaffen die große Hauptgasse, der Gauklerplatz und das 77 Meter hohe Minarett der Koutoubia-Moschee aus dem mittleren 12. Jahrhundert, das weit über die Dächer von Marrakesch aufragt. 


Souks

Erlebnis für alles Sinne

Die Souks von Marrakesch sind vermutlich der größte Basar Afrikas. Zwei Haupteingänge führen in den verwirrenden Irrgarten aus kleinen und kleinsten Gassen, von denen viele als Sackgasse auf einem Hof enden. Die traditionelle Einteilung der Gassen in verschiedene Gewerbe­zweige, z.B. Le­der­waren, Holzschnitzereien, Messing, Textilien, Wollfärber und viele andere wird durch die zahllosen Souvenirläden leider etwas zerstört. Um sich nicht zu verlaufen, kann man der Rue Souk Semarine bis zur Gabelung in die beiden Gassen Souk Atta­rine und Souk el Kebir folgen. Wenn man von diesen breiten Hauptwegen jeweils die Seiten­wege erkundet und wieder zu­rückgeht, ist ein Verirren nicht möglich. 




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