Masurische Seenplatte

Masuren: Abendstille über dem Laschmiedensee

Masuren: Abendstille über dem Laschmiedensee

Wälder und Seen, Bären und Elche

Die Masurische Seenplatte gehört zu den schönsten Gebieten Nordpolens. Die hügelige Landschaft, die zu einem Fünftel von Seen bedeckt ist, ist von der Eiszeit geprägt worden. Die ursprünglich hier lebenden baltischen Stämme wurden im 13. Jahrhundert von Kreuzrittern besiegt, die deutsche Siedler ins Land holten. Später wurde der Ordensstaat in das weltliche Preußen umgewandelt, dass 1701 Königreich wurde und sich zusehends nach Westen ausdehnte. Für den ursprünglichen Teil zwischen Königsberg und Masuren bürgerte sich der Name Ostpreußen ein. Wanderer, Segler und Kanu-Fahrer kommen in dieser Idyllischen Landschaft auf ihre Kosten.



Sehenswürdigkeiten Masurische Seenplatte


Wolfsschanze

Führerhauptquartier im Zweiten Weltkrieg

Wolfsschanze war der Tarnname für das Führerhauptquartier während des Zweiten Weltkrieges in der Nähe von Rastenburg (heute Kętrzyn). Die Wahl des Ortes in der Nähe der russischen Grenze war nicht zufällig. Oberirdisch war sie in einen dichten Wald gebaut und durch Tarnnetze und Flakstellungen gegen Luftangriffe geschützt. Seit 1941, dem Beginn des Krieges gegen die Sowjetunion (Unternehmen Barbarossa), war die Wolfsschanze der Hauptaufenthaltsort von Hitler. Das Attentat vom 20. Juli 1944 auf Hitler wurde hier verübt. Nach mehreren erfolglosen Versuchen die monströse Anlage zu sprengen, wird sie nun langsam von der Natur zurückerobert und wird so ungewollt zum Sinnbild menschlicher Hybris. Vom Besucherzentrum führen mehrere Wege zu den Bunkern.


Olsztyn

Mittelalterliche Stadtgründung in eiszeitlicher Seenplatte

Die Stadt mit dem deutschen Namen Allenstein liegt an der Alle im historischen Ostpreußen. Wie die meisten Städte in Ostpreußen entstand sie im Schutz einer Burg. Seit ihrer Gründung 1353 wetteiferten polnische und preußisch-deutsche Einflüsse. Im 16. Jahrhundert kam Olsztyn mit dem gesamten Ermland zu Polen, nach der ersten Teilung zu Preußen. Im 20. Jahrhundert kam eine starke polnische Bewegung auf. Als nach dem 1. Weltkrieg eine Volksabstimmung über die Staatszugehörigkeit stattfand, stimmten die Bürger jedoch mehrheitlich für das Deutsche Reich. Sehenswert sind die gotische Burg, in der auch Nikolaus Kopernikus gewohnt hat, die Altstadt und vor allem die Kirche St. Jakobus aus dem 14. Jahrhundert. Von besonderer Schönheit ist die Umgebung, die Allensteiner Seenplatte.




Reisebeispiele Masurische Seenplatte

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