Vancouver Island: Kanadas Vielfalt auf einer einzigen Insel
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Vancouver Island

Vielfältige Natur, zahllose Seen: Vancouver Island

Vielfältige Natur, zahllose Seen: Vancouver Island

Kanadas Vielfalt auf einer einzigen Insel

Die 450 Kilometer lange Insel vor der Stadt Vancouver ist die größte der amerikanischen Westküste. Sie ist eines der wichtigsten Reiseziele in Kanada und extrem vielseitig: Im Inneren türmen sich schneebedeckte Gebirge auf, an deren Hängen Regenwälder wachsen. An den Küsten wechseln Steilklippen und Sandstrände einander ab. Auch wenn man in der Hauptstadt Victoria weltstädtisches Flair und eine erstklassige Küche genießen kann, steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Mehr als 400 Vogelarten bevölkern die Insel, darunter der seltene Goldadler. Von Mai bis Oktober können Killerwale gesichtet werden, während im März und im Mai etwa 20.000 Grauwale vor der Küste entlangwandern.


Vancouver Island: gefilmt auf einer Umfulana Reise


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Sehenswürdigkeiten Vancouver Island

Campbell River

Lachs-Hauptstadt Kanadas

Die 30.000-Einwohner-Stadt im Osten von Vancouver Island gilt als die Lachs-Hauptstadt Kanadas und zieht bis heute viele Sportangler an. 1792 erreichte Kapitän George Vancouver als erster Europäer das heutige Campbell River. Dabei traf er auf einen kleinen Indianerstamm von 350 Menschen. Der Ort entstand aber erst 70 Jahre später, als die Gegend mit europäischen Gewehren unter Kontrolle gebracht wurde. Das Klima ist mild. Die Temperaturen reichen von 0°C bis 32°C im Hochsommer. Verschiedene Wander- und Radwege erschließen die Küste und das Hinterland.

Canso Crash Trail

Durch Matsch und Sumpf zu einem Flugzeugwrack

Am 12. Februar stürzte ein Maschine der Royal Canadian Air Force kurz nach dem Start in den dichten Wald. Die Trümmer der Canso 110007 wurden nie weggeräumt und sind noch erstaunlich gut erhalten. Ein kurzer Wanderweg führt von der Pacific Rim Road zur Unglücksstelle. Vorsicht der Weg ist auch im Sommer äußerst matschig. (Hin und zurück: 3,2 Kilometer, 1 Stunde, auf und ab: 97 Meter)

Mehr Info:
www.tofinohiking.com

Comox-Tal

Idyllisches Tal der Ko'mocks

Das idyllische Tal liegt zwischen der Georgia Strait und den Beaufort Mountains. Es ist nach seinen Ureinwohnern, den Ko'mocks, benannt. Als die ersten europäischen Siedler kamen, wurden die meisten von den Pocken dahingerafft. Die wenigen Überlebenden wurden in die Lohnarbeit abgedrängt. Heute erinnert ein Museum an die Kultur der Indianer. Zu den Exponaten gehören ein Langhaus und die typischen Holzmasken.

Cormorant Island

Wandern und Radfahren in der Heimat der Namgi

Die Insel in der Queen Charlotte Strait ist die Heimat der Namgi First Nation, von denen noch etwa 450 rund um die Alert Bay leben. Die vier Quadratkilometer kleine Insel ist mit ihrer sanften Hügellandschaft ideal zum Wandern und Radfahren. Unterwegs kann man viele Totem-Pfähle entdecken, die zum Andenken an die Ahnen aufgestellt sind. Einen Ausflug auf der Insel beginnt man am Besucherzentrum. Von der Alert Bay führt ein Bohlenweg dorthin. Fähren gehen alle zweieinhalb Stunden ab Port McNeill.

Zum Fährplan:
www.bcferries.com

East Sooke Regional Park

Küstenwanderung durch dramatische Landschaften

Der Park liegt im Süden von Vancouver Island auf einer Halbinsel, die in die Strait of Juan de Fuca hineinragt. Durch die teilweise dramatische Landschaft führt ein Küstenwanderweg, der etwa drei Stunden dauert. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

Nähere Informationen:
www.eastsookepark.com

Fanny Bay

Austern, Seelöwen und ein Wildbach

Der 800-Seelen-Ort an der Ostküste von Vancouver Island ist vor allem für seine Austernzucht bekannt. Wer am Fanny Bay Dock anhält, wird wahrscheinlich Seelöwen sehen können. Mehr als 50 von ihnen leben sesshaft vor der Küste und tummeln sich in den Wellen.

Südlich von Fanny Bay führt ein kurzer Wanderweg am Rosewall Creek flussaufwärts. Wegen der Laub- und Nadelbäume ist er besonders eindrucksvoll im Herbst. (hin und zurück: 6,3 Kilometer, 1:30 Stunden, auf und ab: 80 Meter)

Floating Walkway

Bohlenweg über Lake Cowichan

Am Südufer des Lake Cowichan gibt es Wälder und ein paar schöne Badestrände. Einige sind durch einen Weg verbunden, der teilweise auf einem schwimmenden Holzsteg, dem Floating Walkway, übers Wasser führt.

Garibaldi Provincial Park

Von Eis und Feuer geprägtes Gebirge

Der knapp 2000 Quadratkilometer große Park schützt einen eindrucksvollen Abschnitt der Coast Mountains. Das Gebirge wurde durch vulkanische Aktivitäten und durch Gletscher geformt. Durch Erosion sind bizarre Berge und tiefe Schluchten entstanden. Der Mount Garibaldi selbst ist ein 2678 Meter hoher Vulkan. Besonders die Region zwischen dem Garibaldi-Gletscher und dem Cheakamus Lake wird vom Wechsel aus schwarzen Vulkanbergen, schneegleißenden Gletschern und tiefblauen Bergseen bestimmt. Abgesehen vom Sea-to-Sky Highway gibt es keine weiteren Straßen durch den Park, der ein beliebtes Ziel für Wanderer, Bergsteiger und Outdoor-Enthusiasten ist.

Holberg

Einsame Waldsiedlung im Norden von Vancouver Island

Norwegische Holzfäller nannten den Ort im Norden von Vancouver Island nach einem damals bekannten dänischen Baron. Heute hat Holberg nur noch 35 Einwohner. Dabei war dort Anfang des 20. Jahrhunderts einmal das größte Flößercamp der Welt. Bereits die Strecke dorthin ist märchenhaft: Man erreicht Holberg über eine einsame Straße von Port Hardy, die durch einen dichten Regenwald führt. Am Ziel kann man die Ronning Gardens, einen botanischen Garten, besichtigen oder wandern und sich im Scarlet Ibis Pub aufwärmen.

Lake Cowichan

Mit dem Rad auf stillgelegten Gleisen um den See

Im Süden von Vancouver Island liegt der Süßwassersee mit einer Länge von 30 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 160 Metern. Seinen Namen hat er von der indianischen Volksgruppe, die das Seeufer bewohnte. Bis heute gibt es am Nordufer ein Indianerreservat. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Lake Cowichan von der Holzindustrie mit Hilfe von Eisenbahngleisen erschlossen. Inzwischen íst die Bauholzindustrie weiter gezogen und hat erfreulicherweise große Waldgebiete ausgespart. Die Eisenbahntrassen sind inzwischen in Wander- und Radwege umgewandelt.

MacMillan Provincial Park

Durch einen Wald mit Riesenbäumen

Der 300 Hektar große Park wird auch Cathedral Grove genannt – wegen seines Douglasienwaldes mit turmhohen Urwaldgiganten. 800 Jahre sollen die Riesenbäume alt sein, von denen die großen einen Umfang von neun Metern erreichen. Mehrere Spazierwege führen durch den Wald, zum Teil auf Holzbohlen und -stiegen. Das Betreten des Parks soll bei starkem Wind gefährlich sein. 1997 fielen einem Sturm etwa zehn Prozent der Douglasien zum Opfer.

Pacific Rim National Park

Moose und Farne in einem Regenwald

Berge, Küstenregenwälder und einsame Strände: Der Nationalpark, der einen Teil der Westküste von Vancouver Island schützt, gehört zu den landschaftlich vielfältigsten in Nordamerika. Besonders attraktiv ist der Long Beach, ein Sandstrand, der sich unterbrochen von bewaldeten Kuppen kilometerlang zwischen Tofino und Ucluelet erstreckt. Aufgrund der recht kühlen Wassertemperaturen zwischen 6 und 15 Grad ist das Meer eher zum Surfen als zum Baden geeignet. Das Hinterland ist mit einem moos- und farndurchwachsenen Regenwald bedeckt, durch den viele Wanderwege führen. Von Tofino und Ucluelet aus werden je nach Jahreszeit Kajakausflüge, Whale-Watching und Bear-Watching Touren angeboten.

Port Alberni

Hafenstadt an langem Fjord

In der Mitte von Vancouver Island liegt die Hafenstadt, die durch einen extrem langen Fjord mit dem Pazifik verbunden ist. Der erste, der den Fjord erkundet hatte, war der andalusische Kapitän de Alberni. Heute gibt es eine große Lachsfangflotte im Hafen. Das andere wirtschaftliche Standbein war die Holzwirtschaft. Die einzige dampfgetriebene Sägemühle Kanadas, die McLean Mill, wurde bis 1965 betrieben und ist heute ein National Historic Site. Im Alberni Valley Museum wird die Geschichte der Region und ihrer Ureinwohner, der Nuu-chah-nulth, dargestellt.

Port Renfrew

Hafenstädtchen am Südende des West Coast Trails

Der Ort an der Westküste von Vancouver Island hat nur noch etwas mehr als hundert Einwohner. Er liegt am südlichen Ende des West Coast Trail. Der 75 Kilometer lange Pfad wurde 1907 angelegt, um schiffbrüchige Seefahrer zu bergen. Heute nutzen zahlreiche Wanderer den anspruchsvollen Weg, der entlang der Steilküste durch Regenwälder und teilweise sumpfiges Gelände zu immer neuen Aussichtspunkten führt.

Qualicum Beach

Sandstrände, bunte Wälder und ein mildes Klima

Die Gegend um die Kleinstadt an der Ostküste von Vancouver Island wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts besiedelt, als Pelzjäger eine Ausgangsbasis suchten, um an die tierreiche Westküste zu gelangen. Die erste Straße in den Westen wurde 1886 gebaut, die Eisenbahn folgte 1914. Heute zieht Qualicum Beach viele Besucher an, die das milde Klima, die goldenen Sandstrände und die herrlichen Mischwälder schätzen, durch die herrliche Wander- und Mountainbike-Wege führen.

Rainforest Trail

Spaziergang durch den Regenwald

Unmittelbar am Pacific Rim Highway, zwischen Long Beach und Ucluelet, liegt der Rainforest Trail. Zwei Pfade, jeweils rund zwei Kilometer lang, führen durch den naturbelassenen Küstenregenwald des Pacific Rim National Park.
Über Holzbohlenwege mit zahlreichen Stufen spaziert man vorbei an Riesen-Thujas, Purpur- und Hemlocktannen, die sich wie Riesen gen Himmel strecken. Schilder informieren über den Wald im Wandel der Jahreszeiten.

Salt Spring Island

Bären und Pumas an abwechslungsreicher Küste

Nanaimo ist eine ideale Basis für einen Tagesausflug nach Salt Spring Island. Auf der größten und vielseitigsten Insel im Golf östlich von Vancouver Island leben knapp 10.000 Menschen, aber mindestens ebenso viele Schafe und Damwild. Im gebirgigen Süden werden regelmäßig Bären und Pumas gesichtet, die von Vancouver Island herüberschwimmen. Die Küste ist besonders abwechslungsreich. Zwischen felsigen Abschnitten und Klippen finden Sie zahlreiche Sandstrände, von denen vier zum schwimmen freigegeben sind. In den 1960iger Jahren zog das milde Klima der Insel viele Hippies und Gegner des Vietnam Kriegs an. Heute gibt es eine große Gemeinde Künstlern und Musikern auf der Insel.

Schooner Cove Trail

Wanderung durch den Regenwald von Vancouver Island

Die kurze, aber erlebnisreiche Wanderung führt vom Schooner Trail Parkplatz am Pacific Rim Highway (Hwy.4) über einen Boardwalk bis zum Long Beach am Pazifischen Ozean. Der Trail führt mitten durch den Regenwald, für den Vancouver Island bekannt ist. Jahrhundertealte Urwaldriesen, vor allem Douglasien und Zedern, säumen den Pfad. (hin und zurück: 2 Kilometer, 30 Minuten, auf und ab: 48 Meter)

Sproat Lake

Warmer Badewassersee mit vielen Stränden

Der Süßwassersee 13 Kilometer östlich von Port Alberni hat viele Strände, die wegen ihres warmen Wassers bei Anglern, Schwimmern und Surfern beliebt sind. Gemeinsam mit dem Douglasienwald gehört der See zu einem Naturreservat, dem Sproat Lake Provincial Park. Am See sind mehrere Löschflugzeuge stationiert, die bei Waldbränden in der Gegend eingesetzt werden.

Stamp-River

Lachse in den Stromschnellen

Der Stamp River ist die mehr als hundert Kilometer lange Verbindung zwischen einem Fjord und dem Meer. Flussaufwärts nimmt der Salzgehalt des Wassers ab. Die Süßwasser-Gefilde sind das Ziel von jährlich mindestens vier Millionen Lachse, die dort ihre Eier ablegen. Auf dem Weg dorthin müssen die 60 bis 80 Zentimeter großen Tiere über Lachstreppen und durch Gitter, an manchen Stellen auch durch Stromschnellen oder meterhohe Wasserfälle. In der Saison kann man die Lachse dabei beobachten, wie sie sich vorwärts kämpfen – ein Schauspiel, das große Bewunderung für ihre Zähigkeit und Willenskraft abnötigt.

Strathcona Provincial Park

Der größte Park auf Vancouver Island schützt einen gemäßigten Regenwald von knapp 2.500 Quadratkilometern im Herzen der Insel. Nur die über 2000 Meter hohen Berge sind ganzjährig von Schnee bedeckt. Der Wald ist Lebensraum für Murmeltiere, Wölfe und Schwarzwild und sowie für seltene Vögel. Für Besucher zugänglich ist das Forbidden Plateau im Osten und der Buttle Lake. Der Rest des Parks ist nur zu Fuß und von geübten Wanderern zu erreichen.

Tofino

Beschauliches Fischerdörfchen am Clayoquot Sound

Das beschauliche Fischerdörfchen befindet sich an der entlegenen Westküste von Vancouver Island direkt am Pacific Rim Nationalpark und am Clayoquot Sound, welcher von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt wurde. Doch der Schein der unberührten Wildnis trügt, außerhalb der Grenzen des Pacific Rim Nationalparks ist das Ökosystem der Westküste teilweise von Abholzung, Kupferminen und Lachsfarmen bedroht. Während Tofino früher vor allem bei Hippies, Surfern und Aussteigern beliebt war, strömen heute im Sommer unzählige Erholungssuchende in den winzigen Hafenort.

Ucluelet

Küstenspaziergänge und Winterstürme

Der 30 Autominuten von Tofino entfernte Ort ist vor allem für den ‚Wild Pacific Trail‘ bekannt – ein kürzerer Küstenwanderweg, der auch nur etappenweise zu laufen ist. Auch die winterliche Sturmsaison, die von Dezember bis Februar dauert, zieht inzwischen Besucher aus aller Welt in ihren Bann.

West Coast Trail

Fernwanderweg an wilder Küste

Ein besonderes Erlebnis ist die Wanderung auf dem West Coast Trail. Der 75 Kilometer lange Wanderweg führt entlang der Küste zwischen Port Renfrew und Bamfield. Ursprünglich zur Rettung Schiffbrüchiger angelegt, erfreut er sich seit den 1980iger Jahren als siebentägiger Abenteuer- und Naturpfad zunehmender Beliebtheit. Unterwegs gibt es nur primitive Zeltplätze ohne sanitäre Einrichtung, und die Anzahl der Wanderer ist auf 52 pro Tag begrenzt.

West Coast Trail: Hike of a lifetime:
www.pc.gc.ca

Wild Pacific Hiking Trail

Küstenwanderung um eine Halbinsel

Der kurze Wanderweg umrundet eine kleine Halbinsel. Obwohl er meist an der Küste entlangführt, ist er abwechslungsreich. Am Rande der Riffs liegen mehrere Wracks und ein Leuchtturm. Außerdem sind viele Vögel und manchmal auch Wale zu sehen. Der insgesamt vier Kilometer lange Weg kann auch in zwei Teilabschnitten begangen werden.(1 Stunde, 4 Kilometer, bergauf: 40 Meter, bergab: 40 Meter)



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