Vancouver Island

Vielfältige Natur, zahllose Seen: Vancouver Island

Vielfältige Natur, zahllose Seen: Vancouver Island

Kanadas Vielfalt auf einer einzigen Insel

Die 450 Kilometer lange Insel vor der Stadt Vancouver ist die größte der amerikanischen Westküste. Sie ist eines der wichtigsten Reiseziele in Kanada und extrem vielseitig: Im Inneren türmen sich schneebedeckte Gebirge auf, an deren Hängen Regenwälder wachsen. An den Küsten wechseln Steilklippen und Sandstrände einander ab. Auch wenn man in der Hauptstadt Victoria weltstädtisches Flair und eine erstklassige Küche genießen kann, steht das Naturerlebnis im Vordergrund. Mehr als 400 Vogelarten bevölkern die Insel, darunter der seltene Goldadler. Von Mai bis Oktober können Killerwale gesichtet werden, während im März und im Mai etwa 20.000 Grauwale vor der Küste entlangwandern.



Sehenswürdigkeiten Vancouver Island


West Coast Trail

Fernwanderweg an wilder Küste

Ein besonderes Erlebnis ist die Wanderung auf dem West Coast Trail. Der 75 Kilometer lange Wanderweg führt entlang der Küste zwischen Port Renfrew und Bamfield. Ursprünglich zur Rettung Schiffbrüchiger angelegt, erfreut er sich seit den 1980iger Jahren als siebentägiger Abenteuer- und Naturpfad zunehmender Beliebtheit. Unterwegs gibt es nur primitive Zeltplätze ohne sanitäre Einrichtung, und die Anzahl der Wanderer ist auf 52 pro Tag begrenzt.


Pacific Rim National Park

Moose und Farne in einem Regenwald

Berge, Küstenregenwälder und einsame Strände: Der Nationalpark, der einen Teil der Westküste von Vancouver Island schützt, gehört zu den landschaftlich vielfältigsten in Nordamerika. Besonders attraktiv ist der Long Beach, ein Sandstrand, der sich unterbrochen von bewaldeten Kuppen kilometerlang zwischen Tofino und Ucluelet erstreckt. Aufgrund der recht kühlen Wassertemperaturen zwischen 6 und 15 Grad ist das Meer eher zum Surfen als zum Baden geeignet. Das Hinterland ist mit einem moos- und farndurchwachsenen Regenwald bedeckt, durch den viele Wanderwege führen. Von Tofino und Ucluelet aus werden je nach Jahreszeit Kajakausflüge, Whale-Watching und Bear-Watching Touren angeboten.


Port Alberni

Hafenstadt an langem Fjord

In der Mitte von Vancouver Island liegt die Hafenstadt, die durch einen extrem langen Fjord mit dem Pazifik verbunden ist. Der erste, der den Fjord erkundet hatte, war der andalusische Kapitän de Alberni. Heute gibt es eine große Lachsfangflotte im Hafen. Das andere wirtschaftliche Standbein war die Holzwirtschaft. Die einzige dampfgetriebene Sägemühle Kanadas, die McLean Mill, wurde  bis 1965 betrieben und ist heute ein National Historic Site. Im Alberni Valley Museum wird die Geschichte der Region und ihrer Ureinwohner, der Nuu-chah-nulth, dargestellt. 


Sproat Lake

Warmer Badewassersee mit vielen Stränden

Der Süßwassersee 13 Kilometer östlich von Port Alberni hat viele Strände, die wegen ihres warmen Wassers bei Anglern, Schwimmern und Surfern beliebt sind. Gemeinsam mit dem Douglasienwald gehört der See zu einem Naturreservat, dem Sproat Lake Provincial Park. Am See sind mehrere Löschflugzeuge stationiert, die bei Waldbränden in der Gegend eingesetzt werden.


Wild Pacific Hiking Trail

Küstenwanderung um eine Halbinsel

Der kure Wanderweg umrundet eine kleine Halbinsel. Obwohl er meist an der Küste entlangführt, ist er abwechslungsreich. Am Rande der Riffs liegen mehrere Wracks und ein Leuchtturm. Außerdem sind viele Vögel und manchmal auch Wale zu sehen. Der insgesamt vier Kilometer lange Weg kann auch in zwei Teilabschnitten begangen werden.

Umfulana Route


Ucluelet

Küstenspaziergänge und Winterstürme

Der 30 Autominuten von Tofino entfernte Ort ist vor allem für den ‚Wild Pacific Trail‘ bekannt – ein kürzerer Küstenwanderweg, der auch nur etappenweise zu laufen ist. Auch die winterliche Sturmsaison, die von Dezember bis Februar dauert, zieht inzwischen Besucher aus aller Welt in ihren Bann.


Port Renfrew

Hafenstädtchen am Südende des West Coast Trails

Der Ort an der Westküste von Vancouver Island hat nur noch etwas mehr als hundert Einwohner. Er liegt am südlichen Ende des West Coast Trail. Der 75 Kilometer lange Pfad wurde 1907 angelegt, um schiffbrüchige Seefahrer zu bergen. Heute nutzen zahlreiche Wanderer den anspruchsvollen Weg, der entlang der Steilküste durch Regenwälder und teilweise sumpfiges Gelände zu immer neuen Aussichtspunkten führt.


Floating Walkway

Bohlenweg über Lake Cowichan

Am Südufer des Lake Cowichan gibt es Wälder und ein paar schöne Badestrände. Einige sind durch einen Weg verbunden, der teilweise auf einem schwimmenden Holzsteg, dem Floating Walkway, übers Wasser führt. 


Tofino

Beschauliches Fischerdörfchen am Clayoquot Sound

Das beschauliche Fischerdörfchen befindet sich an der entlegenen Westküste von Vancouver Island direkt am Pacific Rim Nationalpark und am Clayoquot Sound, welcher von der UNESCO zum Biosphärenreservat ernannt wurde. Doch der Schein der unberührten Wildnis trügt, außerhalb der Grenzen des Pacific Rim Nationalparks ist das Ökosystem der Westküste teilweise von Abholzung, Kupferminen und Lachsfarmen bedroht. Während Tofino früher vor allem bei Hippies, Surfern und Aussteigern beliebt war, strömen heute im Sommer unzählige Erholungssuchende in den winzigen Hafenort. 


Lake Cowichan

Mit dem Rad auf stillgelegten Gleisen um den See

Im Süden von Vancouver Island liegt der Süßwassersee mit einer Länge von 30 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 160 Metern. Seinen Namen hat er von der indianischen Volksgruppe, die das Seeufer bewohnte. Bis heute gibt es am Nordufer ein Indianerreservat. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde der Lake Cowichan von der Holzindustrie mit Hilfe von Eisenbahngleisen erschlossen. Inzwischen íst die Bauholzindustrie weiter gezogen und hat erfreulicherweise große Waldgebiete ausgespart. Die Eisenbahntrassen sind inzwischen in Wander- und Radwege umgewandelt.


Pacific Nanaimo

Reizvoller Südosten von Vancouver Island

Bevor die Europäer Anfang des 19. Jahrhundert einen Handelsposten im reizvollen Südosten von Vancouver Island errichteten, lebte dort das Volk der Snunéymuxw (engl.: Nanaimo). Eine archäologische Grabung belegt, dass die Bucht bereits vor 2.000 Jahren besiedelt war. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Kohle entdeckt und etwa ein Jahrhundert lang gefördert. Nachdem der Bergbau eingestellt wurde, entwickelte sich Nanaimo zu einem Zentrum der Holzindustrie. Noch heute gibt es eine bedeutende chinesische Minderheit und mehrere Chinatowns. Ihre Vorfahren haben im Bergbau gearbeitet und wurden systematisch als Streikbrecher eingesetzt.

www.nanaimo.ca


Comox-Tal

Idyllisches Tal der Ko'mocks

Das idyllische Tal liegt zwischen der Georgia Strait und den Beaufort Mountains. Es ist nach seinen Ureinwohnern, den Ko'mocks, benannt. Als die ersten europäischen Siedler kamen, wurden die meisten von den Pocken dahingerafft. Die wenigen Überlebenden wurden in die Lohnarbeit abgedrängt. Heute erinnert ein Museum an die Kultur der Indianer. Zu den Exponaten gehören ein Langhaus und die typischen Holzmasken.


BC Forest Discovery Centre

Erlebnispark mit Dampflok und Holzfällerdorf

Der Erlebnispark richtet sich an Kinder, ist aber auch für Erwachsene interessant. Auf einer der historischen Bahngleise kann man mit einer Dampflok durch den Wald und zu einem Holzfällerdorf fahren.

www.bcforestdiscoverycentre.com


Sunshine Coast

Sonnenverwöhnte Küstenabschnitt zwischen Gibson und Sechelt

Der sonnenverwöhnte Küstenabschnitt liegt im Regenschatten von Vancouver Island zwischen Gibson im Süden und der Sechelt Halbinsel im Norden. Im südlich vom Ort gelegenen Indianerreservat der zu den Salish gehörenden Sechelt-Indianer können ein Museum und zahlreiche Totempfählen besichtigt werden. Außerdem gibt es einige idyllische Fischerorte wie Egmont im Norden der Halbinsel oder Ferienorte wie Gibson, wo sich Künstler und Schriftsteller niedergelassen haben. Schwimmen, Wandern und Tauchen sind ebenso möglich wie Golfen oder Tennis. Die Unterwasserwelt an der Sunshine Coast bietet meist eine extrem klare Sicht und die vielfältige Meeresflora und -fauna machen diese Region zum Eldorado der Taucher. Mit etwas Glück lassen sich gelegentlich sogar Killerwale von der Küste aus beobachten. Einige der Orcafamilien leben ganzjährig in den Gewässern der Strait of Georgia.


Salt Spring Island

Bären und Pumas an abwechslungsreicher Küste

Nanaimo ist eine ideale Basis für einen Tagesausflug nach Salt Spring Island. Auf der größten und vielseitigsten Insel im Golf östlich von Vancouver Island leben knapp 10.000 Menschen, aber mindestens ebenso viele Schafe und Damwild. Im gebirgigen Süden werden regelmäßig Bären und Pumas gesichtet, die von Vancouver Island herüberschwimmen. Die Küste ist besonders abwechslungsreich. Zwischen felsigen Abschnitten und Klippen finden Sie zahlreiche Sandstrände, von denen vier zum schwimmen freigegeben sind. In den 1960iger Jahren zog das milde Klima der Insel viele Hippies und Gegner des Vietnam Kriegs an. Heute gibt es eine große Gemeinde Künstlern und Musikern auf der Insel.


Campbell River

Lachs-Hauptstadt Kanadas

Die 30.000-Einwohner-Stadt im Osten von Vancouver Island gilt als die Lachs-Hauptstadt Kanadas und zieht bis heute viele Sportangler an. 1792 erreichte Kapitän George Vancouver als erster Europäer das heutige Campbell River. Dabei traf er auf einen kleinen Indianerstamm von 350 Menschen. Der Ort entstand aber erst 70 Jahre später, als die Gegend mit europäischen Gewehren unter Kontrolle gebracht wurde. Das Klima ist mild. Die Temperaturen reichen von 0°C bis 32°C im Hochsommer. Veschiedene Wander- und Radwege erschließen die Küste und das Hinterland.


East Sooke Regional Park

Küstenwanderung durch dramatische Landschaften

Der Park liegt im Süden von Vancouver Island auf einer Halbinsel, die in die Strait of Juan de Fuca hineinragt. Durch die teilweise dramatische Landschaft führt ein Küstenwanderweg, der etwa drei Stunden dauert. Festes Schuhwerk ist erforderlich.

www.eastsookepark.com


Museum of Anthropology

Geschichte der Urvölker Kanadas

Wer sich für die Geschichte Kanadas interessiert, sollte unbedingt das Museum an der University of British Columbia besuchen. Schon die Architektur ist bemerkenswert. Die Gebäude sind – obwohl aus Beton – den Holzbauten der Ureinwohner nachempfunden. Innen findet man eindrucksvolle Skulpturen, Totempfähle und andere Artefakte aus der präkolumbianischen Zeit. Daneben enthält die Sammlung auch Gegenstände aus dem pazifischen Raum und zeitgenössische Kunst. Eine besonders bekannte Skulptur ist die von Bill Reid namens The Raven and the First Men (der Rabe und die ersten Menschen), die auch auf der kanadischen 20-Dollar-Note abgebildet ist.


Victoria

Pelzjäger und Orca-Wale

Ursprünglich eine Siedlung von Pelzjägern wurde Victoria 1868 unter Queen Victoria Hauptstadt der damaligen Kronkolonie British Columbia. Die Gründerjahre waren turbulent. Als südlichster Hafen von Westkanada fielen Goldsucher in das Städtchen ein. Ihnen folgten die Holzfäller, die die Wälder der Umgebung rodeten. Ein Bauboom setzte ein, der nach dem Goldfieber endete, jedoch ein entzückendes Städtchen im viktorianischen Stil zurückließ. In der Folgezeit verlor Victoria gegenüber dem benachbarten Vancouver an Bedeutung, was wahrscheinlich der einzige Grund ist, warum der historische Stadtkern am Naturhafen erhalten blieb und heute mit gepflegten Parks die Hauptattraktion der 300.000-Einwohner-Stadt darstellt. Victoria ist ebenfalls bekannt für das ‚Royal British Colombia Museum‘ und seine gute Lage für Whale-Watching. Wer Orcas (Killer-Wale) sehen möchte, kann hier sein Glück versuchen.


Whale Watching in Victoria

Jagende Orcas

Ein Bootsausflug zur Walbeobachtung gehört zu den eindrucksvollsten Erlebnissen in Victoria. Vor der Küste des südlichen Vancouver Islands leben über 80 residente Orcas, die wegen ihrer mächtigen Rückenflosse (bis zu 1,8 m hoch) auch Großer Schwertwal oder Mörderwal genannt werden. Die zur Gattung der Delfine gehörenden Tiere können bis zu acht Metern lang und neun Tonnen schwer werden. Sie können bis zu 15 Minuten lang tauchen und erreichen eine Geschwindigkeit von 55 km/h. Mit etwas Glück kann man die Orcas beim Jagen beobachten. Dazu schließen sie sich in kleinen Gruppen unter der Führung eines weiblichen Tiers zusammen. Ihre Methoden variieren dabei beträchtlich: Fischschwärme werden durch das Ausstoßen von Luftblasen am Weiterschwimmen gehindert, Heringe mit einem Schlag der Fluke betäubt, während Delfine oder Wale zunächst bis zur Erschöpfung gejagt und dann erlegt werden.
In Victoria gibt es zahlreiche Anbieter die zur Walbeobachtung einladen. Am besten wendet man sich am Vorabend an die Gastgeber, die bei der Auswahl und der Buchung behilflich sind.




Reisebeispiele Vancouver Island

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