Kalifornien

Anything goes: Sehnsuchtsziel Kalifornien

Anything goes: Sehnsuchtsziel Kalifornien

Sehnsuchtsziel für Menschen aus aller Welt

Der drittgrößte Staat der USA nach Texas und Alaska ist von immenser Vielfältigkeit. Fast alle Klimazonen der Erde sind hier gegenwärtig: Alpine Berg, Nebelküsten, heiße Wüsten und das fruchtbare Längstal, in dem Wein und Südfrüchte angebaut werden.  In Kalifornien gibt es die höchsten Küstenmammutbäume, die dicksten Riesenmammutbäume und die ältesten Kiefern der Welt. 
Die Menschen empfinden den „Golden State“ als ein gelobtes Land – seit ihrer Ankunft von 10.000 Jahren über die Beringstraße. Im 17. Jahrhundert kamen die Spanier, im 19. Jahrhundert die Goldsucher aus dem Osten. Kalifornien wurde von den USA annektiert. Farbige aus den Südstaaten, Verfolgte des Nazi-Regime, Hippies, alle suchten Freiheit im Land des „Anything goes“. Heute sind es Chinesen, Koreaner, Mexikaner und Vietnamesen. Sie werden von Kalifornien angezogen wie von einem Magneten. Das Land an der Pazifikküste ist ein universelles Sehnsuchtsziel.



Sehenswürdigkeiten Kalifornien


Death Valley

Ort der Extreme von unbeschreiblicher Schönheit

Seinen Namen erhielt das Tal, als sich 1849 zwei Wagentrecks mit etwa 100 Ochsenwagen darin verirrten und wochenlang keinen Ausweg mehr fanden. Nach und nach mussten die Ochsen geschlachtet und die Wagen zu Brennholz verarbeitet werden. Mit letzter Kraft schaffte die Gruppe den Ausweg über den Wingate Pass. Dort drehte sich eine Frau um und rief dem schaurigen Tal ein „Goodbye, Death Valley“ hinterher.
Der drei Millionen Jahre alte Grabeneinbruch ist ein Ort der Extreme. Im Sommer steigt die Temperatur täglich auf weit über 40°C und ist durch das umliegende Gebirge meist windstill. Der tiefste Punkt, Badwater Basin, liegt 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Im Jahr fällt weniger als 30 mm Niederschlag, da sich die feuchte Meeresluft des Pazifik an den Hängen der vorgelagerten Sierra Nevada abregnet. Dafür entschädigt das Tal mit unbeschreiblicher Schönheit: Die Sonnenauf- und -untergänge, der Blick von Dante's View hinab zum tiefsten Punkt des Tales oder Devils Golf Course, eine Ebene voll bizarrer Salzkristalle machen das Tal des Todes zu einem Paradies für Landschaftsfotographen.


Devils Postpile National Monument

„Scheiterhaufen des Teufels“

Ein geologisches Wunder ist das Devils Postpile National Monument, übersetzt „Scheiterhaufen des Teufels“. Das Basalt-Kliff geht auf einen Lava-Strom zurück, der bei einem Vulkanausbruch vor rund 100.000 Jahren etwa 3 Kilometer oberhalb des heutigen Gebietes austrat. Er floss in ein tiefes Becken und kühlte darin langsam aus. So ist die sechseckige Form der Säulen zu erklären.  Zu den 20 Meter hohen Basaltsäulen führt ein Shuttlebus und ein kurzen Wanderweg bis zur oberen Kante.


El Capitan

Tausend Meter hoher Monolith

Der tausend Meter hohe, monolithische Granitfelsen erreicht eine Gipfelhöhe von 2.307 Metern. Wie ein gewaltiger Turm ragt er über dem Tal auf und gehört zu den am meisten besuchten Naturdenkmälern im Yosemite Park. Bergsteiger und Bergkletterer können ihn auf mehreren Wegen von verschiedener Schwierigkeit zu jeder Jahreszeit besteigen. 


Hearst Castle

„Neuschwanstein Kaliforniens“

Wer die Pazifikroute entlangfährt und in die Nähe von San Simeon kommt, sieht schon von ferne das schlossartige Anwesen in den Bergen liegen, das der Pressetycoon Willam Randolph Hearst in den 1920iger Jahren erbaute. Das „Neuschwanstein Kaliforniens“ ist ein exotisches Phantasieschloss, das an die Mutter des Erbauers erinnern und der Schauspielerin Marion Davies eine „standesgemäße“ Unterkunft bieten sollte. Wer sich durch das Schloss führen lässt, bekommt leider nur einen flüchtigen Eindruck von der Größe und Pracht des Castles.


Hellhole Canyon Preserve

Schattige Eichentäler in wildem Bergland

Das Naturreservat umfasst 800 Hektar wildes Bergland im Valley Center von Kalifornien, durch das mehrere Wanderwege führen. Mehrere seltene Arten von Eichen wachsen in den schattigen Tälern. Wer auf den Rodriguez Mountain steigt, kann an klaren Tagen bis zum Pazifik schauen. Wasser, gute Schuhe und Fernglas mitnehmen.


Irish Hills Natural Reserve

Wandern und Mountain Biking durch sanfte Hügellandschaft

Das kleine Naturreservat schützt eine sanfte Hügellandschaft im Hinterland des Pazifiks, die durch Vulkanismus entstanden ist. Durch die Eichenwälder und das Grasland führen einige reizvolle Wege für Wanderer und Mountainbiker.


Kern River

Kajakfahren und Wandern durch wildromantische Schluchten

Der Kern River ist der einzig größere Fluss, der die Sierra Nevada nach Süden hin entwässert. Gespeist vom Schmelzwasser am Mount Whitney durchfließt er wildromantische Canyons in den Bergen. Besonders grandios sind die Schluchten unterhalb des Isabella Damms, die zum Wandern, Rafting (von Mitte April bis Mitte August möglich) und Kajakfahren geeignet sind.


Laguna Beach

Sandstrände, Parks und ein Kunstmuseum

Die 25.000-Einwohner-Stadt zwischen Los Angeles und San Diego ist eine der reichsten Gemeinden der USA. Dass das Pro-Kopf-Einkommen dreimal so hoch wie im Landesdurchschnitt liegt, verdankt Laguna Beach seiner Lage an einem sichelförmigen Sandstrand und kleineren Buchten. Im Hinterland sind großzügige Parks angelegt. Zahlreiche Galerien, Veranstaltungen und das Laguna Art Museum ziehen Kunstliebhaber aus der ganzen Welt an. Alle Arten von Wassersport werden angeboten.


Mammoth Lakes

Wandern zwischen Baumskeletten am Horseshoe Lake

Die Stadt im Tal des Mammoth Creek liegt am Rand der Long Valley Caldera oberhalb des Owens Valley an der Ostflanke der Sierra Nevada. Mammoth Lakes war ursprünglich eine Bergbausiedlung und ist heute ein beliebter Wintersportort. Im Sommer tummeln sich in der Gegend vor allem Bergwanderer und Mountainbiker. Hoch über dem Ort liegen mehrere Seen, die teilweise über Wasserfälle miteinander verbunden und im Sommer für abgehärtete Naturen auch zum Baden geeignet sind. Um den Horseshoe Lake stehen Baumskelette, die wie Gespenster wirken – eine Folge anhaltender vulkanischer Aktivität. Der See läßt sich leicht zu Fuß umrunden. Es gibt mehrere Wanderwege in die Umgebung. Im Mammoth Visitor Center/Ranger Station, kurz vor dem östlichen Ortseingang an der 203, erhält man Wanderkarten.


Mendocino

Von der Holzfällersiedlung zum Wein- und Künstlerdorf

Im 19. Jahrhundert war der Ort nördlich von San Francisco noch ein Holzfällerdorf. Später ließen sich reich gewordene Holzhändler am felsigen Kap über der Pazifikküste viktorianische Villen erbauen. In den 1950iger Jahren schließlich entdeckten Künstler das Idyll, das sogar in Deutschland bekannt wurde, als Michael Holm mit „Mendocino, Mendocino“ einen Hit landete. Heute erinnern Galerien und Boutiquen in der Main Street sowie ein Museum an die Zeit der Künstlerkolonie. Südlich des Ortes rund um Ukiah wird in einem Tal Wein angebaut wo man einige Weingüter besichtigen kann. 

Nähere Informationen:
www.visitmendocino.com


Palm Springs

Prominente, Palmen und die längste Seilbahn der Welt

Noch im 19. Jahrhundert war Palms Springs eine verschlafene Eisenbahnstation am Rand der Mojavewüste. In den 1930iger Jahren wurde bizarre Schönheit des Ortes von Prominenten entdeckt, unter ihnen Fank Sinatra, Bob Hope und Elvis Presley. Zahllose Palmen wurden angepflanzt, um die Stadt zu verschönern. Heute leben im Großraum von Palm Springs etwa 200.000 Bewohner, unter ihnen viele reiche Rentner, die die umliegenden Golf- und Tennisplätze bevölkern. In der Nähe von Palm Springs befindet sich die längste Seilbahn der Welt in einem Stück, die Palm Springs Aerial Tramway auf den Mount San Jacinto.


Pfeiffer Big Sur State Park

Schönster Küstenwald in den USA

Das bewaldeten Küstengebiet zwischen San Simeon im Süden und Carmel im Norden ist etwa 100 Kilometer lang und gehört zu den schönsten in den USA. Große Teile stehen unter Naturschutz, u.a. der Pfeiffer Big Sur State Park mit riesigen Mammutbäumen und schönen Badeplätzen. Ein großes Wegenetz erschließt die Landschaft für Wanderer. 

Umfulana Route:
www.komoot.de


Pines & Palms Highway

Glorreiche Panoramaroute durch die Jacinto-Mountains

Die glorreiche Panoramaroute führt über die Highways 74 und 243.  Sie windet sich bis auf über 3000 Meter Höhe durch die Jacinto Mountains, die auch als Sky Island bezeichnet werden, da sich die Vegetation deutlich von der Umgebung unterscheidet. In dem 50 Kilometer langen Gebirgszug kommen Pflanzen und Tiere wie die kalifornische Schwarzeiche vor, die die heißen Temperaturen von über 40° C im Tiefland nicht überleben würden. Die einheimischen Cahuilla-Indianer, die bis heute in der Wüstenlandschaft unterhalb der San Jacinto Mountains leben, kamen früher in die Berge, um zu jagen oder sich von der sengenden Hitze zu erholen.

Route:
goo.gl


Sacramento

Vom Goldrausch Town zur Hauptstadt Kaliforniens

Die Hauptstadt von Kalifornien wurde 1839 im Schatten von Fort Sutters gegründet. Zehn Jahre nach ihrer Gründung begann ihr Aufstieg – befeuert vom kalifornischen Goldrausch. Kurze Zeit später wurde Sacramento Hauptstadt von Kalifornien und an die transkontinentale Eisenbahn vom Atlantik zum Pazifik angeschlossen. So wurde die Stadt auch nach dem Verebben des Goldrauschs nicht zur Geisterstadt. Heute hat sie zwei Million Einwohner. Sehenswert ist Old Sacramento. Die zehn Hektar große Altstadt wurde im Stil der 1848 Jahre hergerichtet.


San Onofre State Beach

Schwimmen, Kajakfahren und surfen am Sandstrand

Der Strand von San Onofre wird von einem Naturpark von etwa zwölf Quadratkilometern geschützt. Der Sandstrand selbst ist fünf Kilometer lang und wird von Schwimmern, Kajakfahrern, Anglern und Surfern genutzt. Es gibt sechs Zugangswege von der Straße. Regelmäßig werden Wale, Delfine und Seelöwen gesichtet. San Onofre Nuclear Generating Station, ein nahegelegenes Kernkraftwerk mit der putzigen Abkürzung „SONGS“, ist seit 2013 offiziell abgeschaltet.


Skunk Train

Nostalgie-Dampflok auf der Redwood Route

Zwischen Fort Bragg und Willits verkehrt der „Skunk Train“, eine Nostalgie-Dampflok von 1885, mit der ursprünglich Holz transportiert wurde. Die alten Loks und Wagen wurden restauriert und für Ausflugsfahrten wieder eingesetzt. Die Züge fahren auf der „Redwood Route“ ca. 40 Meilen und über 30 Brücken durch schöne alte Redwood Wälder, Wiesen und Tälern. 


Weaverville

Goldrush City am Fuß der Trinity Alps

Ein Goldfund am Fuß der Trinity Alps 1850 löste einen heftigen Goldrausch aus. Zehntausend Goldgräber kamen und überfluteten das bescheidene Nest Weaverville. Unter ihnen waren 2000 Chinesen, die eine Chinatown mit einem Tempel errichteten. Nach wenigen Jahren wurde die Stadt wieder verlassen und ihrem Verfall preisgegeben. Heute zieht die typische Westernstadt wieder Besucher an. Einiges wurde renoviert, vor allem der taoistische Tempel, der inzwischen der älteste noch benutzte chinesische Sakralbau in Kalifornien ist.

Nähere Informationen:
www.weavervilleonline.net


Yosemite Falls

740 m hohe Kaskaden

Der Park ist für seine große Anzahl von Wasserfällen bekannt. An den steil abfallenden Klippen, Vorsprüngen und Hangtälern stürzen sie donnernd in die Tiefe, besonders in den Monaten April, Mai und Juni während der Schneeschmelze. Danach bilden sie sich nur bei Regen aus und verschwinden bei Trockenheit sofort wieder. Die Yosemite Falls gehören mit einer Gesamthöhe von 739 m zu den höchsten der Welt. Diese sind unterteilt in Upper Falls (435 m), Middle Cascades (206 m) und Lower Falls (98 m).


Yosemite National Park

Schwarzbären und Adler in grandiosem Hochgebirge

Der über 3.000 Quadratkilometer große Nationalpark liegt an den Westhängen der Sierra Nevada rund 300 Kilometer östlich von San Francisco. Imposante Wasserfälle, senkrecht aufragende Granitfelsen, Bergseen und Schneefelder ziehen Jahr für Jahr viele Besucher an. Schwarzbären, Adler und zahlreiche Reptilien finden hier ihren größten zusammenhängenden Lebensraum. 1984 wurde der Park zum Welterbe der UNESCO erklärt.
Bitte beachten: Ab 2015 bis mindestens Ende 2017 ist der Mariposa Grove (Giant Sequoias) im Yosemite Park geschlossen. Alternativ können die weiter westlich im Park gelegenen Merced Grove und Toulumne Grove besucht werden. Oder Nelder Grove etwas südlich des Parks.  
Hintergrund der Schließung sind Bauarbeiten an der Infrastruktur, die dem im Sommer enormen Besucherandrang nicht mehr gewachsen war. Um die Natur zu schonen, werden Tram Tour, Straßen und der Gift Shop gänzlich entfernt.




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