Aosta-Tal

Von den höchsten Bergen Europas umgeben: Aosta Tal

Von den höchsten Bergen Europas umgeben: Aosta Tal

Kleinste und schönste Region Italiens

Das Tal im äußersten Nordwesten Italiens ist eine eigenständige Region –  mit Abstand die kleinste in Italien, zugleich aber auch eine der schönsten. Umschlossen wird das Tal von den höchsten Bergen Europas. Im Westen winkt der Mont-Blanc, im Norden das Matterhorn und die Monterosa-Gruppe, im Süden das Gran-Paradiso-Massiv. Während oben die größten Gletscher Europas liegen, wachsen unten Wein und Palmen. Der große und der kleine St.-Bernhard-Pass erschließen das Tal seit vielen Jahrhunderten. An den mittelalterlichen Handelswegen haben sich zahlreiche Zollburgen und Bergfestungen erhalten.



Sehenswürdigkeiten Aosta-Tal


Aosta

Römerstadt am Fuß der Alpenpässe

Der Hauptort im Aosta-Tal war schon zu römischer Zeit wegen seiner strategischen Lage zwischen Kleinem und Großen St. Bernhard-Pass eine blühende Stadt. Davon zeugt die Stadtmauer, deren Steine sich in mittelalterlichen Bauten wiederfinden, aber auch ein Triumphbogen, und zwei Brücken aus der Zeit von Kaiser Augustus. Ab 11. Jahrhundert gehörte Aosta zum Herzogtum Savoyen. Aus dieser Zeit stammt die Kathedrale, auch wenn sie ihre heutige Gestalt erst später erhalten hat. Anfang des 19. Jahrhunderts kam Aosta zu Frankreich und gut 50 Jahre später zu Italien. Bis heute ist die Bevölkerung zweisprachig.


Castello Fenis

Mächtige Burg der Grafen von Challant

Die mächtige Burg liegt nicht auf einem Fels, sondern nur auf einer Anhöhe. Offenbar diente sie nicht der Verteidigung, sondern war von Anfang an der prestigeträchtige Wohnsitz der Familie Challant. Seit dem 14. Jahrhundert entstand rund um den Bergfried ein prächtiger Innenhof, der mit Wandmalereien geschmückt ist, auf denen der Heilige Georg als Drachentöter und eine Gruppe von Weisen und Propheten dargestellt sind.

zur Website:
www.lovevda.it/de/datenbank/8/burgen-und-turme/fenis/burg-von-fenis/979


Großer St. Bernhard Pass

Trotz der großen Höhe von 2.469 Metern wurde der Pass schon in der frühen Eisenzeit begangen. Während des römischen Reiches war der Pass zwischen dem Wallis und dem Aosta-Tal einer der wichtigsten Alpenübergänge überhaupt. Bereits Caesar nutzte ihn im Gallischen Krieg, auch wenn die Fahrstraße erst unter Kaiser Claudius angelegt wurde. Auf der Passhöhe stand damals ein Tempel für den keltischen Gott Poeninus, den die Römer mit Jupiter gleichsetzten. Um 1050 baute der Heilige St. Bernhard an seiner Stelle ein Hospiz. Nach dem Pass benannt ist auch die Hunderasse der Bernhardiner, die hier als Rettungshunde für Lawinen-Opfer gezüchtet wurde. Heute ist der Passe kaum noch befahren, da der Hauptverkehr durch den Großen-St. Bernhard Tunnel geleitet wird. Das Hopiz ist heute ein Museum.


Nationalpark Gran Paradiso

Wanderparadies im Schutzgebiet für Steinböcke

Der Nationalpark zu Füßen des Gran Paradiso (4.061 m.ü.M.) ist der älteste Italiens. Er ging 1922 aus einem königlichen Jagdreservat hervor und diente dem Schutz der Alpensteinböcke, die überall sonst in den Alpen ausgerottet waren. Heute umfasst der Park eine Fläche von über 70.000 Hektar. Drei Täler führen in das Massiv hinein, das Val di Rhêmes, das Val Savarenche und das Val di Cogne. In allen Tälern gibt es uralte Ortschaften zu entdecken. Zahllose Wanderwege führen in das Gebiet – von einfachen Spazierwegen bis zur Besteigung der Gran Paradiso. Er gilt als der einfachste unter den Viertausendern der Alpen. Der Normalweg führt über das Rifugio Vittorio Emanuele II.

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